Fußball-Fan Tony Arjen Daugals : Im Veritas-Trikot auf dem Jakobsweg

Auch im fernen Spanien ist Tony Arjen Daugals als Botsschafter für Veritas Wittenberge/Breese unterwegs. Für die Bewältigung des Jakobswegs gab es eine Urkunde.
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Auch im fernen Spanien ist Tony Arjen Daugals als Botsschafter für Veritas Wittenberge/Breese unterwegs. Für die Bewältigung des Jakobswegs gab es eine Urkunde.

Fußball-Fan Tony Arjen Daugals absolviert die 113 Kilometer lange Pilgerstrecke in Nordspanien in fünf Tagen

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09. Juli 2019, 23:26 Uhr

Spieler bei Einheit Pritzwalk, Anhänger des FSV Veritas Wittenberge/Breese, als leidenschaftlicher Fan den FC Bayern München nicht nur bei Spielen in der Bundesliga begleitet, sondern dem Team durch Europa gefolgt oder sogar bis zum Trainingslager nach Katar. FC Bayern-Fanclubs in Pritzwalk und Hannover gegründet. Für sein Idol Arjen Robben änderte er sogar den zweiten Vornamen von Brian in Arjen und kümmert sich regelmäßig um den kickenden Nachwuchs beim SFC Swakopmund in Namibia – Tony Arjen Daugals ganz ohne Fußball ist irgendwie undenkbar. Doch in der Sommerpause scheint es zu gehen. Wenn auch nicht zu hundert Prozent.

In diesem Sommer wollte Tony Arjen Daugals den Jakobsweg beschreiten. In erster Linie wird darunter der Camino Francés verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab führt und die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León miteinander verbindet. Diese Route, so wie sie heute noch begangen wird, entstand in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts.

Der Pritzwalker suchte und fand einen Mitstreiter in Michael Niedermeyer. „Wir kennen uns aus Fanclubzeiten aus Hannover. Er wohnt jetzt in Wiesbaden“, sagte Tony Arjen über seinen Begleiter. Daugals startete mit dem Zug in Pritzwalk, von Wiesbaden aus ging es dann gemeinsam mit dem Auto rund 1 000 Kilomter bis nach La Rochelle an die französiche Atlantikküste und von dort noch einmal 1 000 Kilometer bis nach Spanien zum Startort Sarria.

Dort beginnt der Weg zu Fuß – der klassische Jakobsweg. Genau 113 Kilometer durch Galicien. Bergauf und ab. Bis zum Ziel in Santiago de Compostela. Entlang des Weges gibt es Jugendherbergen. Dort übernachtete das Duo. Auf den einzelnen Stationen gibt es Stempel. Die belegen, dass die Strecke auch komplett bewältigt wurde.

Auf den einzelnen Etappen erlebten Tony Arjen Daugals und Michael Niedermeyer die ein oder andere Besonderheit. So einen Dauer-Wolkenbruch, der für einige Sturzbäche auf oder entlang des Weges sorgte und die Passage doch erschwerte. Dagegen konnten andere Abschnitte schon mal in den Adiletten, den bequemen Latschen eines deutschen Sportartikelherstellers bewältigt werden.

Und da wir schon beim Sport sind: So ganz bekam Tony Arjen Daugals den Fußball nicht aus dem Kopf. Mal trug er ein Trikot von Veritas Wittenberge/Breese oder jonglierte – wenn vorhanden – sogar mit einem Ball am Fuß. Mitten auf dem Weg.

Unterwegs lernten der Sport und Event Manager Assistent und sein Begleiter ein weiteres Duo kennen: Carmen und Heather aus Kalifornien und Dubai. Zu viert - sie nannten sich jetzt Team La Bamba – absolvierten sie den Rest der Strecke. Nach fünf Tagen kamen Daugals und Niedermeyer in Santiago de Compostela an und erhielten die Urkunde.

Bleibt die Frage nach dem „Warum?“. „Nach vielen Jahren in denen ich durch meine Ausbildung in Baden-Württemberg, Washington, Namibia, Rumänien und auch durch den Fussball nur unterwegs war, wollte ich einfach wieder mich selbst finden. Den Kopf frei bekommen und an meine Grenzen gehen bzw. darüber hinaus. In dem ganzen Stress der heutigen Zeit vergisst man schnell wer man wirklich ist, was man will und braucht“, antwortete Tony Arjen Daugals.

Der schon die nächste Pläne auf dem Tisch hat. Die betreffen…den Fußball. „Wenn alles klappt, gehe ich im September wieder nach Namibia. Dann allerdings für ein oder sogar zwei Jahre. Ich habe das Angebot, dort fest zu arbeiten“, zieht es Daugals wieder zum Fußballnachwuchs des SFC Swakopmund. Auch, um sein bislang so erfolgreiches Spendenprojekt „Dein Ball für Namibia“ fortzusetzen.

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