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Deutsche Meisterschaften Bohle 2014 : Im Finale die Ruhe bewahrt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Norbert Witzel erstmals Deutscher Bohle-Meister der Herren A / Silber für Marianne Wilke (Damen A)

von
erstellt am 19.Jun.2014 | 06:42 Uhr

Richtig starke Leistungen zeigten die fünf Akteure des Prignitzer Keglerverbandes bei den Deutschen Meisterschaften (DM) Bohle in den Einzeldisziplinen. Norbert Witzel vom SVL Seedorf sicherte sich in Delmenhorst den Titel bei den Herren A. Marianne Wilke schob sich bei den Damen A auf den Silberrang. Auch Kurt Wilke (Seedorf/Herren B), Sven Koslitz (Karstädt/ Herren) und Marcus Derlig (Karstädt/Junioren) schoben sich in die Finalrunde.

Nationalspieler ist er schon, nun auch Deutscher Meister: „Das ist mein bisher größter Einzelerfolg“, sprudelte es aus Norbert Witzel nach dem doch etwas unverhofften Titelgewinn heraus. Der Berliner in Diensten des Seedorfer Bundesligisten war schon 2013, als er DM-Fünfter wurde, nah an einer Einzelmedaille dran. „Anders als im vergangenen Jahr hatte ich diesmal die leichteren Bahnen zum Schluss“, erzählt der 53-Jährige, der beruflich als Logistiker bei einem Bahnunternehmen arbeitet, und als Vorrunden-Achter in den Finaldurchgang ging.

Nach anfänglichem Rückstand auf die Konkurrenz holte Witzel auf der Delmenhorster Zwölf-Bahnen-Anlage Holz für Holz auf. „Vor der letzten Bahn hab’ ich dann schon mit zwei Holz geführt“, erinnert sich die Berliner Frohnatur, die bereits vor 15 Jahren sportlich von der Spree an die Löcknitz zum SVL wechselte. Witzel behielt die Nerven, schob insgesamt 907 Holz und brachte seinen Minimalvorsprung vor Matthias Hübner (VLK Lübeck/905) ins Ziel. „Natürlich gehört auch ein bisschen Glück dazu. Aber ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

Auch für Marianne Wilke kam der Gewinn der Vizemeisterschaft etwas überraschend. Selbst hatte sie nicht mit einer Medaille gerechnet. „Es lief aber gut. Ich hab einfach mein Ding gemacht, nicht auf die Ergebnisse der anderen geschaut“, sagte die für das Perleberger Damenteam in der Landesklasse spielende Seedorferin. Am Ende ging die Taktik auf. Mit 892 Holz musste Marianne Wilke nur Ute Wachtendorf vom Bremer KV (894) den Vortritt lassen. Silber war für Arzthelferin aber Gold wert. „Das ist mein größter Erfolg auf Bohle. Zu DDR-Zeiten war ich aber schon einmal Vizemeisterin“, erzählt die Gattin von Kurt Wilke.

Der zog im internen Vergleich mit seiner Marianne, wie unlängst bei der Dreibahnen-DM, den Kürzeren. Wilke (864 Holz) war mit Platz neun dennoch zufrieden. „Man will immer ins Finale kommen. Das habe ich geschafft“, so der Seedorfer Vereinschef, der für seinen Endrundenteilnahme einen zusätzlichen Startplatz für den Brandenburger Sportkeglerverband im kommenden Jahr erkämpfte.

Dies gelang auch den beiden Karstädtern Sven Koslitz, der bei den Herren mit 884 Holz sehr guter Elfter wurde, und Marcus Derlig (859). Der war durch den Verzicht eines anderen Spielers unverhofft ins Junioren-Finale eingezogen und belegte beim Titelgewinn des Fehrbelliners Nico Witter (912) am Ende Rang zwölf.



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