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Fussball : Hünemörder hält drei Punkte fest

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Aus der Redaktion des Prignitzers

52-jähriger Torwart hat großen Anteil am 2:1-Heimsieg des FSV Veritas Wittenberge/Breese im Derby gegen den Pritzwalker FHV

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erstellt am 11.Apr.2016 | 07:28 Uhr

Der FSV Veritas Wittenberge/Breese hat das prestigeträchtige Prignitzderby in der Fußball-Landesklasse West gegen Tabellenführer Pritzwalker FHV 03 mit 2:1 (2:0) gewonnen. Vor den 230 Zuschauern im Wittenberger Thälmann-Stadion schlugen die Gäste am Samstag zwar die spieltechnisch feinere Klinge, doch die Elbestädter erwiesen sich in der Chancenverwertung einfach effektiver.

Christian Münster sorgte bereits nach vier Minuten für die frühe 1:0-Führung und beendete damit die Serie von Pritzwalks Torhüter Florian Boldt, der zuvor 599 Minuten ohne Gegentreffer geblieben war. Kurz vor dem Pausenpfiff nutzte Tobias Bober eine Unachtsamkeit von FHV-Routinier Robert Vogt, umspielte auch Boldt und schob zum 2:0 ein (44.). Der Anschlusstreffer gelang Dominik Hartmann erst in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Veritas-Trainer Jens Bartkowiak sprach nach der Partie von einem verdienten Sieg seines Teams. „Ich bin sehr zufrieden. Wir wollen die Saison ordentlich zu Ende spielen und das war heute ein guter Schritt.“ Sein Konzept, die Pritzwalker aus einer defensiven Grundausrichtung mit schnellen Kontern in Verlegenheit zu bringen, ging auf. „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt und in der Abwehr relativ wenig zugelassen. Es war klar, das Pritzwalk nach der Pause auf den Anschluss spielt. Den haben wir aber mit Einsatz und Glück so lange wie möglich hinaus gezögert. Ich bin froh, dass das Gegentor erst in der Nachspielzeit gefallen ist“, so der Veritas-Coach, der mit einer besonderen Maßnahme überraschte. Für den zuletzt zwischen den Pfosten stehenden Marc Michitsch stellte Bartkowiak Oldie Remo Hünemörder ins Tor. Und der 52-Jährige avancierte mit einer tadellosen Leistung zum Mann des Tages.

In der ersten Halbzeit reagierte er gegen Yulian Vladimirov prächtig (21.) und entschärfte auch einen Freistoß von FHV-Kapitän Tony Schulz mit einer Glanzparade (30.). Nachdem ein Pritzwalker das 0:3 nach einem Kopfball von Sebastian Metschulat mit einer Rettungstat auf der Linie verhindert hatte, glänzte Hünemörder im Gegenzug. Gleich dreifach parierte er Versuche von Jonas Ben-Cadi aus Nahdistanz. Beim strammen Schuss von Hartmann in der Nachspielzeit war aber auch der Oldies machtlos. „Remo hat stark gehalten und uns im Spiel gehalten“, freute sich Jens Bartkowiak.

Der Hochgelobte, nach Spielende noch mit Sprechchören gefeiert, war mit seiner Leistung „ganz zufrieden. Aber was unsere Jungs gegen spielerisch starke Pritzwalker gerackert haben war auch ganz stark“, meinte Hünemörder. Sein wievieltes Comeback er in der ersten Veritas-Mannschaft feierte, wusste auch der sonst noch in der Reserve der Elbestädter auflaufende Hünemörder nicht.

Während FHV-Coach Marko Bruhn („Ich sage heute nichts.“) nach Spielschluss keinen Kommentar abliefern wollte, hakte Robert Vogt die zweite Pleite gegen Veritas nach dem 0:2 im Hinspiel schnell ab. „Die Niederlage ist natürlich ärgerlich, zumal man die bessere Mannschaft ist. Wir haben eigentlich unser bestes Spiel seit langem gemacht. Heute hat die Einstellung gestimmt. Wir haben aber vergessen, die Tore zu schießen.“ Die Pritzwalker wollen den Kopf nun weiter oben behalten. „Wir haben noch ein Ziel vor Augen“, meinte Vogt hinsichtlich eines möglichen Landesliga-Aufstiegs.

 

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