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Handball : HSV gewinnt Spiel und Sympathien

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bundesliga-Handballer präsentierten sich beim 47:27 (20:15) gegen den PHC Wittenberge fannah

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erstellt am 23.Jan.2015 | 10:33 Uhr

Das Ergebnis war Nebensache. Dennoch freute es vor allem die Anhänger des PHC Wittenberge, dass ihr Brandenburgliga-Team gegen den HSV Handball beim 27:47 (15:20) zumindest 30 Minuten die Profis nicht davonziehen ließ. Auch darüber, am Ende immerhin 27 Treffer gegen den Bundesligisten erzielt zu haben. Aber es ging mehr um das Erlebnis. Ein Bundesligist in der restlos ausverkauften OSZ-Halle, die Fans waren begeistert. Auch deshalb, weil sich die HSVer als sehr sympathische Gäste erwiesen. Keine Starallüren. Für jeden Spaß zu haben. Das kam an.

Das Spiel begann so richtig nach dem Geschmack der Zuschauer. Christian Walenciak wühlte sich durch die HSV-Abwehr und brachte den Außenseiter 1:0 in Führung. Es blieb die einzige. Die Gäste, die ohne ihre drei WM-Teilnehmer Hans Lindberg, Henrik Toft-Hansen und Kentin Mahé sowie den erkrankten Kevin Schmidt und den angeschlagenen Matthias Flohr antraten, schauten sich die Bemühungen der motivierten PHC-Spieler erst einmal an und brauchten rund 15 Minuten, um sich das vollgepackte Tagesprogramm mit anstrengender Trainingseinheit am Vormittag, Aufenthalt im Kletterturm und Autogrammstunde aus den Gliedern zu schütteln.

Der Bundesligist legte einen Zahn zu. Tempogegenstöße, schnelle Anspiele an den Kreis – aus dem 9:10 wurde bis zur Pause ein 15:20. Und dennoch: Die Wittenberger spielten gut, ließen mit der ein anderen schönen Kombination, bei der ein Spieler frei am Kreis einlaufen konnte, die Deckung der Hanseaten nicht besonders gut aussehen.

Ob das HSV-Trainer Jens Häusler gestört hat? Nach der Pause brach es ein wenig über die Hausherren hinein. Mit einem 19:4-Zwischenspurt enteilten die Hamburger auf 39:19. Der HSV wirbelte. Linksaußen Torsten Jansen demonstrierte mit neun Toren seine große Routine. Und der frühere Schweriner Stefan Schröder erzielte von der Position des Rechtsaußen acht Treffer. Die PHC-Spieler dagegen konnten sich nur noch selten durchsetzen. Einmal gelang es PHC-Nachwuchstalent Andre Walter. „Ich bin erstmal richtig dankbar dafür, dass ich die Chance bekommen habe, gegen so eine Mannschaft spielen zu dürfen. Die bekommt man nicht so schnell wieder. Es war ein echt geiles Gefühl gegen Profis zu spielen und dann noch ein Tor zu werfen, das war mehr als ich erwartet habe. Es ist schon ein kleiner Traum, der in Erfüllung gegangen ist“, sagte der 17-jährige Rückraumspieler.

Die Partie war gelaufen. Aber die Hamburger hatten Spaß. Und wollten den Zuschauern noch etwas bieten. Zum Beispiel ihren Joker. Sieben Minuten vor dem Ende betrat HSV-Betreuer Mirko Großer das Parkett. Und der Prignitzer, auf dessen Initiative die Hamburger nach Wittenberge ins Trainingslager kamen, erzielte drei Treffer. „Da suchen wir in ganz Europa noch einem Linkshänder und er war die ganze Zeit da!“, kommentierten die Hamburger den Auftritt von Großer auf ihrer Facebook-Seite.

Nach 60 Minuten hatte sich der Favorit erwartungsgemäß durchgesetzt und dabei ein Spektakel geboten. „Das war ein tolles Event für Wittenberge, bei dem wir hoffentlich einige Showeinlagen bieten konnten. Trotz der Höhe unseres Sieges muss sich Wittenberge heute aber nicht verstecken, sie haben gut gespielt“, erklärte der HSVer Torsten Jansen.  

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