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Leichtathletik : Hertha sagt KST-Sprintercup ab

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Laufbahn in Karstädt befindet sich nicht in einem wettkampffähigen Zustand

von
erstellt am 21.Mai.2015 | 07:52 Uhr

Die Leichtathletikabteilung des SC Hertha Karstädt hat den 10. KST- Sprinter-Cup abgesagt. Der Grund: Die Laufbahn in Karstädt befindet sich derzeit nicht in einem wettkampffähigen Zustand. Die als bundesoffen ausgeschriebene Veranstaltung für Sprinter der Altersklassen U10 bis U20 war für den 29. Mai (Freitag) vorgesehen.

Lange haben die Verantwortlichen der Leichtathletikabteilung des SC Hertha die Entscheidung vor sich hingeschoben. Jetzt steht es fest. In diesem Jahr wird es keinen KST-Sprintercup geben. „Der Zustand der Tartanbahn in Karstädt lässt das momentan nicht zu. Zum wiederholten Male wurde die Rundbahn auf dem Karstädter Sportplatz nicht gereinigt. Nun ist sie an einigen Stellen so stark verschmutzt, dass sie bei feuchter Witterung an den entsprechenden Stellen zu einer Rutschbahn wird“, teilte Hertha-Leichtathletiktrainer Axel Richert in einem dem „Prignitzer“ vorliegenden Schreiben mit.

Darin steht weiter: Über den Zustand der Tartanbahn hat der SC Hertha Karstädt den Bürgermeister auf der Jahreshauptversammlung im November 2014 informiert. Dort versprach er, dass die Bahn gereinigt wird. Als im Februar 2015 immer noch kein genauer Termin für die Reinigung feststand, brachten die Verantwortlichen der Abteilung Leichtathletik ihr Anliegen auf einer Ortsbeiratssitzung zur Aussprache. Bei dieser Aussprache wurde verdeutlicht, dass der Trainingsbetrieb in der Freiluftsaison deutlich behindert wird und Wettkämpfe so nicht stattfinden können.

Nur einen Tag später meldete sich ein Ortsbeiratsmitglied mit der freudigen Nachricht, dass die Laufbahn gereinigt wird. Wieder vergingen fast zwei Monate, ohne dass sich etwas tat. Von den Leichtathleten des SSV Einheit Perleberg erfuhren die Karstädter Leichtathletiktrainer, dass die Reinigung der Laufbahn in Perleberg am 5. und 6. Mai durch eine Fachfirma erfolgt

Daraufhin gab es ein Gespräch mit dem Karstädter Ortsbürgermeister mit der Bitte, sich dafür einzusetzen, in diesem Zusammenhang auch die Karstädter Bahn durch diese Fachfirma reinigen zu lassen. Doch auch diese Möglichkeit verstrich. Am 13. Mai erfolgte dann eine Nachfrage bei der Hauptamtsleiterin in Karstädt, leider ohne eine konkrete Aussage. Nach einem erneuten Telefonat am 18. Mai gab es nun die enttäuschende Mitteilung. Die Reinigung der Laufbahn erfolgt voraussichtlich im Juni. Zu spät für den KST-Sprintercup 2015, der am 29. Mai ausgetragen werden sollte.

„Bei Wochenbeginn lagen 65 Anmeldungen für den Sprintercup vor. Statt Medaillen und Pokale zu bestellen, müssen nun Absagen an die Vereine geschickt werden, die ihre Meldung bereits abgegeben haben“, schrieb Axel Richert weiter.

Ende Februar, Anfang März nach der Ortsbeiratssitzung und einer Besichtigung der Tartanbahn hieß es, wenn die Bahn in Wittenberge gereinigt ist, kommt die Maschine von dort nach Karstädt, voraussichtlich Ende April. Doch in der Verwaltung entschied man sich um. Bürgermeister Udo Staeck sagte: „Aus Sicherheitsgründen haben wir uns entschieden, die Firma zu beauftragen, die auch in Perleberg die Reinigung vorgenommen hat. Sie hat schon einmal unsere Bahn gereinigt. Diese Fachleute kennen unsere Bahn. Es gibt ja unterschiedliche Aufbauten der Bahnen. Und diese Fachfirma hat vor Juni keinen Termin frei, ich kann ja nicht hexen. Wichtig ist, dass die Bahn gereinigt wird“, so Staeck, der meinte, dass Hertha Ausweichmöglichkeiten hätte suchen können, die gebe es ja in Perleberg oder Wittenberge.

Axel Richert reagierte mit wenig Verständnis für den Vorschlag des Bürgermeisters. „Sollte die Veranstaltung in Perleberg oder Wittenberge stattfinden, müssten wir erst den Kontakt zu den Platzwarten wegen der Gerätschaften herstellen. Am Freitagnachmittag ist auch nicht mehr jeder unbedingt im Dienst, da müssten wir uns dann um die Schlüssel kümmern. Oder unsere Startblöcke aus Karstädt mitnehmen. Und es würden auch Fahrtkosten entstehen, um die Karstädter Athleten zur Wettkampfstätte zu bringen“, erklärte er.  

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