Handballer geben sich gelassen

Präparation und Überprüfung des Tornetzes wie hier vor einem Spiel von Blau-Weiß Perleberg in der Rolandhalle gibt es momentan nicht. Der Spielbetrieb ist bis zum 19. April ausgesetzt.
Präparation und Überprüfung des Tornetzes wie hier vor einem Spiel von Blau-Weiß Perleberg in der Rolandhalle gibt es momentan nicht. Der Spielbetrieb ist bis zum 19. April ausgesetzt.

Spielbetrieb auf Landesebene ebenfalls bis vorerst 19. April ausgesetzt / Prignitzer Teams befinden sich fast auf Zielgerade der Saison

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20. März 2020, 20:28 Uhr

In allen Ballsportarten ruht bundesweit der Spielbetrieb. Auch im Handball im Land Brandenburg. Im Vergleich zu den Fußballern gibt es aber einen Unterschied: Während die Kicker noch mitten in der Saison sind, befinden sich die Handballer fast auf der Zielgerade. Aber das ist in Zeiten des Coronavirus nur eine Randnotiz. Und so sehen es auch die Prignitzer Handballvereine. Die Gesundheit geht vor.

„Der gesamte Spielbetrieb des deutschen Handballs ruht nach den Entscheidungen des Präsidiums des Deutschen Handballbundes (DHB) und den Landesverbänden wegen der Ausbreitung des Corona-Virus bis mindestens 19. April auf allen Ebenen. Selbst danach wird die Situation in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens voraussichtlich nicht entspannter sein. Das Präsidium des Handball-Verbandes Brandenburg schließt sich daher den Maßnahmen der Bundesregierung, des Landes Brandenburg und des DHB an und sagt neben Spielen, Training auch alle Veranstaltungen ab…“, lautete die Mitteilung des Handball-Verbandes Brandenburg in dieser Woche.

„Es ist doch klar, dass die Gesundheit im Vordergrund steht. Wir müssen jetzt gemeinsam mit aller Kraft diese Situation überwinden“, sagte Ingo Lipinski, Vize-Präsident des PHC Wittenberge. Der Verein selbst will abwarten, wie sich die Angelegenheit weiterentwickelt. Die Spieler dürfen laut Vorgabe des Clubs einzeln für sich trainieren, aber nicht in Gruppen.

„Zum Glück konnten wir die Halle rechtzeitig abmelden, so dass uns nicht so viele Kosten entstehen“, fügte Lipinski hinzu. Sportlich ist er „ein wenig traurig, denn wir hatten gerade einen Lauf. Aber wir können nicht aufsteigen, hätten das auch nicht gewollt, und wir können auch nicht absteigen.“ Fünf Spiele stehen für die Verbandsliga-Herren noch an. Offiziell sollte die Spielzeit am 2. Mai beendet werden.

„Wird die Saison jetzt schon beendet, dann kann man das nicht ändern. Deshalb freut es mich, dass unsere männliche B-Jugend sich bereits den Kreistitel geholt hat. Ein klein wenig Sorgen bereitet mit unsere E-Jugend. Dort haben wir zuletzt mit 15 Mädchen und Jungen einen großen Zulauf gehabt. Ich hoffe, die bleiben dann alle dabei“, erklärte der PHC-Vize-Präsident.

Der SV Blau-Weiß Perleberg geht insgesamt ebenfalls gelassen mit der Situation um. „Wir müssen abwarten, wann und wie wir wieder starten. Aber eigentlich ist es egal. Wir können mit den Herren nicht mehr auf- oder absteigen“, meinte Abteilungsleiter Mirko Großer. Bei noch zwei ausstehenden Heimspielen gäbe es nach seiner Aussage auch keine großen finanziellen Einbußen. „Da sieht es bei den höherklassigen Vereinen anders aus. Denen fehlen dann Werbeeinnahmen oder Fernsehgelder. Da sind schon Existenzen in Gefahr“, sagte Großer weiter.

Die Perleberger Mannschaften von den Herren bis zur D-Jugend sind in ihrer Saison schon weit fortgeschritten. „Ein Abbruch der Saison wäre sicher nicht schön, aber auch nicht zu ändern“, erklärte der Abteilungsleiter der Blau-Weißen.

Auch beim HC Pritzwalk herrscht Besonnenheit. Vorstand und sportlicher Leiter haben entschieden, dass der Trainingsbetrieb zunächst einmal bis zum 27. März ausgesetzt werden soll. Dann wird beim Landesligisten erneut dazu beraten und entschieden.

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