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Sport in der Prignitz : Handball bleibt beste Ballsportart

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

„Prignitzer“-Jahreszeugnis für den Sport im Landkreis / 2013 gingen 16 Sportarten in die Wertung / Noten von 2 bis 5

svz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 23:25 Uhr

Auch 2013 war es für den „Prignitzer“ nicht leicht, die Leistungen der Sportler aus dem Kreis in seinem Zeugnis unter die Lupe zu nehmen. Wir haben 16 Sportarten bewertet und Noten von 2 bis 5 verteilt. Neu in der Liste ist Tennis. Es ersetzt Fechten. Kritik oder Anregungen zu unserem Jahreszeugnis sind per Brief oder auch per E-Mail an olik@prignitzer.de ausdrücklich erwünscht.


Boxen


Der Boxsportverein Veritas Wittenberge um Trainer Rüdiger Balzuweit bekam Zulauf, führt den Nachwuchs an Wettkämpfe heran. Auf dem Stadtsportfest präsentierte sich der BSV eindrucksvoll. Bleibt die Hoffnung, dass es bald wieder ein Turnier in der Prignitz gibt. Wir geben die Note 4 – mit Tendenz nach oben.


Fußball


Seit 2010/11 spielt kein Prignitzer Team in der Landesliga. Das kann sich ändern, der FSV Veritas Wittenberge/Breese ist Spitzenreiter der Landesklasse. Auch Pritzwalk, Meyenburg und Perleberg spielen im oberen Drittel. In der letzten Kreisligasaison vor der Kreisgebietsreform im Fußball dominiert Rot-Weiß Gülitz.

Beim Nachwuchs präsentierten sich die E-Junioren des FSV Veritas und die Pritzwalker C-Junioren erfolgreich. Die Kreis-Auswahlteams funktionieren, Prignitzer Talente stehen im Fokus der Landestrainer, werden zur Sportschule geholt. Die Kehrseite besteht darin, dass viele Vereine Spielgemeinschaften bilden müssen, um ihren jungen Kickern überhaupt die Teilnahme am Spielbetrieb zu ermöglichen. Nach wie vor sind die Spielklassen der A- und B-Junioren dünn besetzt.

Bei den Damen ist der ESV Wittenberger weiter dominierend, gewann alle Titel. Aber auch Einheit Perleberg, der Pritzwalker FHV 03 und Aufbau Stepenitz schlagen sich in der Kreisliga Prignitz/Ostprignitz-Ruppin achtbar. Wir vergeben insgesamt die Note 3.


Handball


bleibt im Moment die Ballsportart Nummer eins in der Prignitz. Der PHC Wittenberge schaffte in einem dramatischen Finale den Aufstieg in die Brandenburgliga, erreichte das Achtelfinale im Landespokal. Bei Verbandsligist Blau-Weiß Perleberg läuft es derzeit nicht so gut. Aber weiterhin pilgern regelmäßig 200 bis 300 Fans zu den Spielen in die Perleberger Rolandhalle oder die Wittenberger OSZ-Halle. Mit dem HC Pritzwalk (Landesliga) spielt ein drittes Prignitzer Herrenteam auf Landesebene. Die PHC-Damen lernen in der Verbandsliga dazu.

Im Nachwuchs wird gute Arbeit geleistet. Die Perleberger besetzen die A- bis C-Jugend, beim PHC sind aktive Sportler wie Anne Neutmann oder David Krabbe in die Nachwuchsarbeit als Trainer eingebunden. Die ganz kleinen Wittenberger Handballerinnen und Handballer sind bei den Trainern Torsten Peter und Kurt Zimmermann sportlich in guten Händen. Der Handball bekommt diesmal die Note 2.


Judo


Die Pritzwalkerin Angelina Seibelt ist Norddeutsche und Landesmeisterin. Aus diesen Gründen verbessert sich die Sportart von Note 4 auf Note 3.


Kegeln


Die Herren vom SVL Seedorf spielen seit nunmehr zehn Jahre ununterbrochen in der 1. Bundesliga Bohle. Die Damen der SpG Rolandstadt Perleberg schafften den Durchmarsch in die höchste Spielklasse Brandenburgs und holten sich gleich den Vizelandesmeistertitel. Und auch der SC Hertha Karstädt hatte ein erfolgreiches Jahr, spielt mit gleich zwei Herrenteams um Punkte in den Landesklassen. Auch um den Prignitzer Nachwuchs muss uns nicht bange sein. Die Erfolge auf Bundes- und Landesebene sind kaum zu toppen. So gewann u.a. die männliche B-Jugend mit Akteuren aus Perleberg und Seedorf den Deutschen Vizemeistertitel. DM-Gold im Einzel holten sich Ricardo Grimm (Perleberg/Bohle)) und Matthias Günther (Seedorf/Dreibahnen). Note 2.


Leichtathletik


Es geht nach oben. Der Nachwuchs ist stark. Beleg dafür sind Erfolge auf Landesebene und viele persönliche Bestmarken. Auch die reiferen Jahrgänge prägen das Bild. Allen voran Geherin Antje Kahr mit dem Landes- und dem norddeutschen Titel sowie DM-Bronze bei den Senioren. Oder Stefan Krakow mit seinem in Berlin gelaufenen Marathonrekord. Die Lauf-Veranstaltungen werden nach wie vor gut besucht und die Sportfeste ziehen viele Athleten an. Und nicht zu vergessen: Laufen als Breitensportbewegung in der Prignitz! Von Note 3 auf Note 2.


Motorsport


Das erfolgreiche Honda-Team des Wittenbergers Jens Holzhauer feiert in der Superbike-Klasse der internationalen deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) den Vize-Titel durch den österreichischen Fahrer Michael Ranseder, David Schmidt vom Lindenberger Schmidt Racingteam gewinnt erneut die Pirelli Superstock 600-Serie. Ralleyfahrer Wolfgang Meierholz oder Oldtimer-Rallyefahrer Marco Bruß fahren vorn mit. Auch das Wootzer Stockcarteam lockte bei Veranstaltungen Fans an die Rennstrecke. Dafür die Note 2.


Reitsport


Reitsport gehört weiterhin zu den Aushängeschildern des Prignitzer Sports. Bei den Landesmeisterschaften gab es diesmal einen Doppelsieg durch Maik Junghänel (Beestwind Schönebeck) und Robert Bruhns (Quitzow). Der Nachwuchs ist zahlreich und sammelt schon Meriten. Dazu bietet die Prignitz attraktive Turniere, die 2013 wieder gut besucht wurden. Es bleibt bei Note 2.


Ringen


Hier hält die kleine, aber leistungsstarke Abteilung des ESV Wittenberge die Fahne dieser Sportart in der Prignitz hoch. Und präsentiert Titel und Medaillen. So kehrten Fabrice und Maurice Krüger mit Gold und Silber von den Landesmeisterschaften zurück. Dazu kommen Erfolge bei Turnieren. Als Gastgeber glänzten die ESVer beim diesmal in der Allendehalle ausgetragenen Sparkassencup. Note 3


Schach


Hier gibt es Licht und Schatten. Die Putlitzer Landesliga-Herren sind das Aushängeschild, der ESV Wittenberge spielt in der Bezirksliga. Bei Lok Gymnasium Pritzwalk leistet Hartmut Philipp eine prima Nachwuchsarbeit. Zu den Höhepunkten zählt das von Carsten Dittrich veranstaltete Eugen-Engel-Gedächtnisturnier in Wittenberge. Erneut die Note 4.


Schwimmen


Die Sportart bleibt auf konstant hohem Niveau. Der SC Delphin Wittenberge und seine Übungsleiter leisten gute Arbeit. Talente oder die Mastersschwimmer um Steffen Schmolke feierten 2013 große Erfolge. Bis hin zum Deutschen Meister der Masters (Schmolke) und zur Teilnahme an den Europameisterschaften in dieser Altersklasse. Wittenberge ist als Landesstützpunkt anerkannt. Auch nach dem Ausscheiden des ehemaligen Vorsitzenden Knut Tonagel wird der gut aufgestellte Verein seinen Weg gehen. Wir geben gern wieder die Note 2. Mit einem plus


Schießen


Schießen hat seine kleine Durststrecke überwunden. Bei den Deutschen Meisterschaften feierte die Wittenberger Schützengilde von 1582 durch Lucas Nicolai den ersten nationalen Meistertitel seit 2010. Dazu sammelten die jungen Gilde-Schützen wieder Landestitel. Und die Nachwuchsarbeit von Jörg Dittmann allein verdient ein dickes Lob. Deshalb geht es diesmal nach oben auf die Note 2.


Tanzen


Es ging eine Note runter. Aber die Rock’n’Roller aus dem Tanzcentrum Wittenberge um Trainerin Sybille Rösel bereiten dennoch viel Freude. Nach Tabea und Jonas Gagelmann schaffte mit Johanna Wolf/Niklas Bahr ein weiteres Paar den Sprung zu den Weltmeisterschaften, belegte dort Rang 24. Und beim Nordcup sind die Wittenberger regelmäßig vorn dabei. Es gibt die Note 2.


Tennis


Die Damen 40 des SV Empor/Grün-Rot Wittenberge 1990 haben ungeschlagen den Sprung in die Verbandsoberliga Berlin/Brandenburg geschafft. Und auch sonst herrscht reger Spielbetrieb auf den Plätzen in Wittenberge, Bad Wilsnack, Perleberg und Pritzwalk. Note 3


Tischtennis


Tischtennis bleibt konstant. Mehrere Herrenteams starten auf Landesebene. Dort spielt auch der Pritzwalker Nachwuchs eine gute Rolle. Und die Jugend des ESV Wittenberge stellt sich der Konkurrenz. Höhepunkte im Turnierkalender sind weiterhin das Heinz-Günther-Gedächtnis- und das Eisenbahnerturnier des ESV Wittenberge. Auch wenn ein Einzeltitel im Land fehlt, wieder die Note 3.


Volleyball


Zum Sorgenkind ist nach wie vor nicht viel zu sagen. Zwei Kreisligen (Herren, Mixed) und eine Beachvolleyballrangliste – das war es dann auch. Hoffnung machen die Wettkämpfe im Schulsport. Aber macht sich das auch bei den Vereinen bemerkbar? Erneut die Note 5.


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