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motorsport : Halbich: Daumen hoch in Zolder

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Holzhauer Racing Promotion Team startet am Wochenende beim zweiten Lauf der IDM-Superbikeklasse

von
erstellt am 16.Mai.2015 | 10:55 Uhr

Zwei Wochen nach dem Saisonstart auf dem Lausitzring geht die Superbikeklasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft an diesem Wochenende in ihre zweite Runde. Diesmal sind die Teams, darunter das Wittenberger Holzhauer Racing Promotion Team (HRP) mit Fahrer Jan Halbich, auf der Strecke im belgischen Zolder zu Gast. Dort werden am morgigen Sonntag die Läufe drei und vier der Rennserie 2015 ausgetragen.

Die Superbike-Serie ist in dieser Saison sehr übersichtlich. Sieben Teams schicken zehn Fahrer in die acht Veranstaltungen mit 16 Läufen. Beim Auftakt auf dem Lausitzring gewann in der IDM Superbike Markus Reiterberger (BMW) beide Läufe. Jan Halbich belegte die Plätze sechs und sieben.

Jetzt wartet Zolder auf das Feld. Schnelle Kurven, eine anspruchsvolle Charakteristik und der berüchtigte Sakramente-Hügel: Der belgische Circuit ist legendär. Auf dem gut vier Kilometer langen Kurs fanden in den Siebziger- und Achtzigerjahren Formel-1-Rennen statt, später die Motorrad-WM, die DTM und die amerikanische Champ-Car-Serie.

Eine Herausforderung für Holzhauer-Pilot Jan Halbich. Zumal der Tscheche nicht ganz sorgenfrei in die neue Saison gehen konnte. Beim Moto Cross Training Mitte März zog er sich einen Daumenbruch zu. Schon bei seinem Einstand im HRP-Team in der Endphase der vergangenen Saison hatte Halbich Pech gehabt, stürzte und brach sich das Steißbein.

Trotz des Daumenbruchs startete Halbich beim ersten Saisonrennen und erreichte das Ziel mit guten Platzierungen. „Schon beim Test letztes Jahr hatte Jan am Lausitzring eine gute Pace gezeigt. Sonst hätten wir ihm ja in diesem Jahr gar nicht die Chance gegeben. Jan war beim IDM-Qualifying am Lausitzring schon schneller als im Vorjahr. Mit jedem Tag, der vergeht, wird es mit Jans Hand besser. Er hat noch ein paar Probleme beim Abknicken des Handgelenks und nach der OP hatte er eine Entzündung. Aber ansonsten ist er fit wie ein Turnschuh. Er ist ein Arbeitstier und leidensbereit. Es macht Spaß mit ihm und er passt zu uns“, sagte Teamchef Jens Holzhauer gegenüber der Fachzeitschrift „Speedweek“.

Zwischenzeitlich hatte Holzhauer den momentan in der IDM ohne Engagement befindlichen Fahrer Stefan Nebel verpflichtet. Mit den Testarbeiten, die Nebel für Jan Halbich vor dem Saisonauftakt geleistet hatte, waren alle Beteiligten hoch zufrieden. Doch beim Rennen selbst fand die Zusammenarbeit keine Fortsetzung.

„Wir haben Jan zugesagt, dass er bei uns zwei Jahre Zeit hat, sich zu entwickeln. Außerdem verdient Stefan Nebel sein Geld als Dunlop-Testfahrer. Wir aber sind ein Pirelli-Team. Der Einsatz wäre mit einem riesigen finanziellen Aufwand verbunden gewesen“, erläuterte Jens Holzhauer die Vertragslage.

Also bleibt es bei dem 21-jährigen Halbich als Ein-Mann-Team auf der Honda Fireblade. Die Basis der Fireblade ist die gleiche wie im Vorjahr. Doch Holzhauer und sein Team haben viel getüfteltt und arbeiteten insgesamt 41 neue Teile und Ideen an der Honda ein.

Noch einmal zurück zu Stefan Nebel. Neben ihm ist auch der Holzhauer-Fahrer Nummer eins der vergangenen Saison, Michael Ranseder, derzeit ohne Rennstall. Fahrer Nummer zwei im Team der Serie 2014, der Niederländer Danny de Boer, wechselte mit Yamaha in die IDM Superstock.

 




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