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Prignitzer Schulsportberater : „Haben das hohe Niveau gehalten“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schulsportberater Frank Dannehl zufrieden mit Ergebnissen bei Jugend trainiert für Olympia / 60 Kinder trainieren im DFB-Stützpunkt

von
erstellt am 14.Jul.2017 | 22:23 Uhr

„Es läuft“. Nur zwei Worte benötigt der Prignitzer Schulsportberater und DFB-Stützpunkttrainer Frank Dannehl, um eine Bilanz der vergangenen zwölf Monate zu ziehen. Sowohl mit den Leistungen der Prignitzer Schüler im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, als auch mit den Resultaten der Nachwuchskicker aus dem Kreis in diversen Turnieren ist er mehr als zufrieden.

„Wir haben das hohe Niveau gehalten. Das Bundesfinale bei Jugend trainiert zu erreichen ist eher eine Ausnahme. Aber der Prignitzer Schulsport kann mit den großen Namen wie Potsdam, Cottbus oder Frankfurt gut mithalten“, erklärte Dannehl. Und eigentlich wären ja auch wieder Prignitzer Schüler zu einem Bundesfinale gefahren. Die Schwimmer der Wittenberger Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule gewannen in Brandenburg/Havel das Landesfinale der Wettkampfklasse (WK) IV. Pech nur für die Wittenberger, dass in dieser Altersklasse kein Mixed-Bundesfinale ausgetragen wird. Das gute Abschneiden der Schwimmer komplettierten die Jungen und Mädchen des Wittenberger Marie Curie Gymnasiums mit den Plätzen drei und fünf beim Landesfinale.

Einen starken Eindruck hinterließen auch wieder die Leichtathleten. Vor allem die Karstädter Schüler mit Platz drei im Landesfinale in der WK IV. Nur 23 Punkte hinter dem Sieger. „Ich bedauere, dass die Mädchen des Gottfried-Arnold-Gymnasiums aus Perleberg beim Regionalfinale der WK II knapp den Sieg verpasst haben. Dabei lagen sie vor dem abschließenden 800 Meter-Lauf noch in Führung. Der Sieger aus Oranienburg hat auch das Landesfinale gewonnen. Die Chance für die Perlebergerinnen, zum Bundesfinale zu kommen, war vielleicht nie größer“, meinte Dannehl.

Mit Lob bedachte der Schulsportberater das Tischtennisteam des Marie Curie Gymnasiums, das beim Landesfinale Rang drei erreichte. Das gelang den Fußballern aufgrund verschiedener Gründe (Prüfungen, Verletzungspech) nicht. Aber Dannehl war dennoch zufrieden, wies auf die große Konzentration an starken Teams in Oberhavel hin.

Zwei Wettkämpfe in diesem Schuljahr überraschten durch die Beteiligung. So gingen 18 Schulteams beim Zweifelderball an den Start und beim Frühjahrscross in Pritzwalk nahmen mehr als 400 Schüler die Strecken in Angriff.

Aber es gibt nach wie vor Sorgenkinder. „Aber beim Handball sieht man jetzt, dass Nachwuchsarbeit gemacht wird. Das Niveau wird besser. Und ich fand es prima, dass Verantwortliche aus den Vereinen mal den Weg in die Halle zu einem Schulturnier gefunden haben“, sagte Frank Dannehl. Gar nicht rosig sieht es seiner Meinung nach beim Volleyball aus: „Wir kommen nicht über Schulsportniveau hinaus. Trotzdem müssen wir immer weiter machen.“

Auch Dannehl macht weiter. Ein Grund dafür ist die Unterstützung, die er von vielen Seiten erfährt. „Das ist keine Ein-Mann-Show. Ohne meine Mitstreiter würde das gar nicht funktionieren“, betonte er. Dazu zählt er in erster Linie Klaus Fritz, Dieter Ewert, Manfred Pelen, Dietrich Böwe und Jürgen Kramer. Und lädt das Quintett zum Dank dann auch schon mal zu einer Kutschfahrt ein. Oder die Schiedsrichter um Hartmut Kielhorn, die die Spiele bei Fußballturnieren pfeifen. Ein Dank geht auch an die Platz- und Hallenwarte an den Wettkampforten, an die Sponsoren und nicht zuletzt an die Schulen für die gute Zusammenarbeit.

Der Schulsport ist die eine Seite, der DFB-Stützpunkt eine andere. „Es ist schon bemerkenswert. Wir haben rund 60 Kinder im Stützpunkt. 40 davon trainieren in Perleberg und Putlitz, die restlichen 20 in der AG der Freiherr von Rochow-Oberschule in Pritzwalk“, berichtete Frank Dannehl. Der auch hier in Markus Carl und Jürgen Kramer tatkräftige Unterstützung hat. Auch zwei Mädchen kicken im Stützpunkt mit. Jasmin Nickel (Jahrgang 2004) ist sogar im Blickfeld von Landestrainerin Tina Kopplin. Und Emily Karger (2003) spielt bei den C-Junioren des SSV Einheit Perleberg in der Landesklasse.

Das Abschneiden der gemeinsam mit Spielern des Stützpunktes Neuruppin gebildeten Kreisauswahl kann sich sehen lassen. Die Altersklasse 10 belegte im Nord-West-Bereich Platz zwei, die AK 11 wurde gar Turniersieger. Die AK 12 war diesmal nicht ganz vorn dabei, enttäuschte aber nicht.

„Es geht weniger um das Abschneiden bei Turnieren, es geht mehr über das Sichten von Talenten. Wenn wir alle drei Jahre ein Talent zur Sportschule schicken, dann wäre das gut. Aber wir haben jedes Jahr mindestens einen, der nach Cottbus oder Frankfurt gehen könnte“, sagte Frank Dannehl. In diesem Jahr hätte der Karstädter Tim Engel – auch ein sehr guter Leichtathlet – nach Cottbus wechseln können. „Doch die Familie hat sich entschieden, diesen Weg nicht zu gehen“, erzählte Dannehl.

Bei einem anderen Talent zögerten die Sportschulen zu lange. Deshalb vermittelte der Stützpunkttrainer seinen bisherigen Schützling Noah Schneider zum 1. FC Magdeburg. „Ein großen Lob an Eiche 05 Weisen und Trainer Steffen Stolz. Dort hat Noah in der Brandenburgliga der C-Junioren eine ganz tolle Entwicklung genommen“, betonte Dannel.

Der zum Schluss noch auf den Sepp-Herberger-Tag, das erfolgreiche Grundschulturnier mit zwölf Mannschaften in Karstädt, hinweist. Und auf die Ausbildung von DFB-Juniorcoaches, die zum Beispiel bei Turnieren den Mannschaften organisatorisch zur Seite stehen, oder die vor kurzem abgeschlossen Ausbildung von zwölf Jung-Schiedsrichtern an der Rochow-Oberschule. Beides soll fortgesetzt werden. Oder frei nach Dannehl: „Es läuft.“

 

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