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Handball : Guinness schmeckt auch in Wien

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Früherer PHC-Handballer Chris O’Reilly erlebt schöne Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Von seiner sympathischen Art hat Christopher O’Reilly gar nichts eingebüßt. Spontan erklärt er sich weniger als eine Stunde vor dem Anpfiff des Freundschaftspiels der irischen Handball-Nationalauswahl gegen den PHC Wittenberge in der OSZ-Halle zu einem Gespräch mit dem „Prignitzer“ bereit.

„Es ist sehr schön, nach vier Jahren mal wieder hier zu sein“, erklärt der irische Nationalspieler in einwandfreiem deutsch. Am Ende der Spielzeit 2011/12, als ihn eine Knieverletzung lange außer Gefecht gesetzt hatte, verließ Chris O’Reilly den PHC und die Prignitz. „Aber jetzt habe ich mich sehr gefreut. Und zu paar Leuten hier habe ich noch immer einen guten Kontakt“, fügt er hinzu.

So reiste sein Trainer zu PHC-Zeiten, Boris Linnemann (in vier Wochen mit den Damen der HSG Verden zu Gast beim Prignitz Cup der Frauen), extra aus der Nähe von Bremen an, um seinen früheren Schützling mal wieder zu treffen. Der Blick von Chris geht in Richtung Spielfeld. Die Teamkameraden wärmen sich auf. Doch der 26-Jährige wartet geduldig auf die nächste Frage. „Es ist lustig und interessant gegen Wittenberge zu spielen. Einige Spieler kenne ich noch aus meiner Zeit“, fiebert er dem Duell mit einigen Akteuren aus der gemeinsamen Verbandsligazeit in der Prignitz entgegen.

Mit dem Test gegen den PHC endet für die irische Auswahl der dreitägige Aufenthalt in Wittenberge. „Die Jungs sind sehr zufrieden. Es hat ihnen hier gut gefallen und Spaß gemacht. So oft sehen wir uns ja nicht“, erklärt Chris O’Reilly. Die Spieler kamen aus allen Richtungen angereist. Aus Irland, Deutschland, Dänemark oder wie O’Reilly aus Österreich. Übrigens auf eigene Kosten. „Wir zahlen dieses Trainingslager selbst. Der irische Verband hat sehr wenig Geld. Wir suchen selbst nach Sponsoren, sind mit zweien in Verhandlungen“, berichtet der Linkshänder.

Chris O’Reilly lebt und arbeitet seit vier Jahren in Wien. „Ich arbeite bei der EHF, der European Handball Federation, im Bereich Medien und Kommunikation“, sagt er eher lapidar. Dann aber fügt er mit leuchtenden Augen hinzu: „In der kommenden Saison werde ich im EHF-Internet Spiele der Handball-Championsleague kommentieren, fahre nach Skopje oder Veszprém.“

Der Ire spielt auch in Österreich weiter Handball. Im vergangenen Jahr musste er bereits seine dritte Knie-OP über sich ergehen lassen. Im November fing er langsam wieder an, jetzt trainiert er in einem Wiener Team mit, das in der dritten Liga spielt.

Apropos Wien: Dort gibt es ja den „Heurigen“, den weltbekannten Wein. Hat Chris O’Reilly seinem Nationalgetränk, dem Guinness, abgeschworen? „Nein, nein…in Wien leben schon einige Iren. Dort sitzen ja auch die Vereinten Nationen, viele arbeiten als Englischlehrer. Und es gibt auch Irish Pubs. Oder einen Verein, wo Gaelic Football (eine Sportart, die Elemente des Fußball und Rugby aufweist und hauptsächlich in Irland ausgeübt wird./ Anm. der Redaktion) gespielt wird. Da mache ich auch mit“, antwortet Chris O’Reilly zum Abschluss.

Dann macht auch er sich warm. Anscheinend ausreichend, denn die irische Auswahl gewann das Freundschaftsspiel gegen den PHC Wittenberge 34:32 (siehe untenstehenden Bericht). Wohl nicht das letzte Aufeinandertreffen von Chris O’Reilly mit seinem ehemaligen Club. Er versprach, bald mal wieder nach Wittenberge zu kommen.

 

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erstellt am 25.Jul.2016 | 22:07 Uhr

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