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Sport in der Prignitz

26. September 2017 | 16:35 Uhr

Fussball : Gülitzer fahren Achterbahn

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Erfolg und Misserfolg wechseln sich in Hinrunde bei Rot-Weiß regelmäßig ab

von
erstellt am 24.Feb.2017 | 22:07 Uhr

Beim ersten Blick auf die Tabelle der Fußball-Landesklasse West vor Beginn der Rückrunde sind die Verantwortlichen von Rot-Weiß Gülitz zufrieden und glücklich. Die Mannschaft steht über dem Strich und würde auch in der kommenden Saison in der Liga starten. Trotzdem herrscht nicht nur Freude und Heiterkeit. Zu sehr schmerzt noch immer die vermeidbare 2:3-Niederlage in der Schlussminute im letzten Hinrundenspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Treuenbrietzen.

Zudem müssen die Rot-Weißen mit Torwart Oliver Hoffmann (wechselt zum FV Erkner) einen Abgang verkraften. Dieser kann aber, so die Hoffnung der Klubführung, durch Neuzugang Christoph Kuhblank (aus Groß Buchholz) aufgefangen werden. Außerdem wird Keeper Marian Teske sein Comeback geben und der seit Dezember spielberechtigte Marco Pantoli dauerhaft zur Verfügung stehen.

In der Hinrunde wechselten sich bei den Gülitzern Erfolg und Misserfolg regelmäßig ab. Nachdem die ersten beiden Punktspiele gegen Meyenburg und in Teltow jeweils sehr unglücklich mit 1:2 verloren gingen, fuhr die Elf um den damaligen Trainer Marian Teske im Pokal in Lanz (6:3) und gegen Wittstock (2:1) zwei Siege ein. Nach dem 0:2 in Bornim bot das Team im Anschluss daheim gegen Nauen die beste Leistung der Vorrunde. Torjäger Andy Wolgast erwischte einen „Sahne-Tag“ und erzielte beim 5:2-Sieg drei seiner bisherigen neun Saisontreffer.

Diesem Triumph folgten dann allerdings fünf Liga-Niederlagen . Unterbrochen wurde die Serie (0:4 in Neuruppin, 1:4 gegen Wittenberge, 0:6 in Babelsberg, 0:2 bei den Potsdamer Kickers und 1:4 gegen Lok Brandenburg) lediglich durch einen 3:2-Sieg im Pokal bei den Boxern aus Wittenberge.

Negativer Höhepunkt in der schwierigen Phase war dabei das 1:4 im Heimderby gegen Veritas Wittenberge. Die Mannschaft agierte so emotional, dass es zu persönlichen Aussetzern kam, welche der Schiedsrichter konsequent ahndete. Am Ende standen daher nur noch acht Gülitzer auf dem Spielfeld. Den absoluten Tiefpunkt erlebten die Prignitzer trotz der erfolglosen Ligawochen im Pokal. Beim Ausscheiden in Herzberg verlor die Elf 0:7 und ergab sich schließlich dem Gegner.

Dieser Umstand brachte auch Marian Teske zum Umdenken. Der junge Spieler-Trainer teilte vor dem richtungsweisenden Spiel in Zaatzke der Mannschaft mit, dass er künftig wieder nur als Spieler aktiv sein will. Mit dieser Information im Kopf und einigen Ausfällen im Gepäck reiste die Elf mit Interimstrainer Florian Blüthmann und Urgestein Hardi Fügner zum Auswärtsspiel. Das Team zeigte in dieser Begegnung Charakter und feierte nach zwei Doppelpacks von Minas Pogosjan und Andy Wolgast einen verdienten 4:2-Sieg. Doch die eingangs erwähnte Schlappe gegen Treuenbrietzen trübte die Stimmung beim Gang in die Winterpause.

In der Rückserie – mit jetzt schon vier Nachholspielen – will das Trainerduo Blüthmann/Fügner das Team wieder in die Spur führen. Dafür müssen alle Akteure mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen und sich ihrer Rolle im Team bewusst werden. Gelingt das – da sind sich alle Verantwortlichen sicher – hat die Mannschaft das Potenzial, um die nötigen Punkte für den Liga erhalt einzufahren.

 

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