Fußball : Gülitz erlebt turbulente Hinserie

Die Gülitzer Oliver Geske (l.) und Torben Wiede im Kopfballduell mit Veritas-Spieler Phlipp Petraschek.
Die Gülitzer Oliver Geske (l.) und Torben Wiede im Kopfballduell mit Veritas-Spieler Phlipp Petraschek.

Landesklasse-Fußballer des SV Rot-Weiß nach deftigen Niederlagen, Trainerwechsel und Kantersieg zum Vorrundenende im Aufwind

svz.de von
21. Januar 2019, 23:17 Uhr

Hinter den Verantwortlichen und der Mannschaft von Rot-Weiß Gülitz liegt eine enttäuschende Hinserie in der Fußball-Landesklasse West. Die Prignitzer gingen mit einem leicht veränderten Kader in die neue Saison. Während Eric Mattscheck (Pankower SV Rot-Weiß) und Sascha Reimers (Rot-Weiß Gerdshagen) den Verein verließen, schlossen sich während der Hinrunde Gianluca Meyer (BFC Preussen), Munier Raychouni und Huso Omerovic (beide vereinslos) dem Verein an. Trotz des qualitativ gut besetzten Kaders konnten die Prignitzer erst im zwölften Spiel den ersten Dreier einfahren. Zudem schieden sie bereits in Runde eins des Kreispokals beim aktuellen Halbfinalisten SV Blumenthal/Grabow (Kreisoberliga) mit 2:3 aus.

Das erste Ligaspiel daheim gegen Aufsteiger Eintracht Glindow endete mit einem 0:5-Desaster. Nachdem 0:3 auswärts beim ESV Lok Seddin, kamen die ersten verletzten Spieler zum Derby gegen Veritas Wittenberge/Breese zurück ins Team. Endlich zeigte die Mannschaft ein anderes Gesicht, vergab beim 2:2 aber den möglichen Sieg durch einen individuellen Fehler.

Auch in den folgenden beiden Heimspielen gegen den Teltower FV (3:3) und SG Bornim (2:2) waren Erfolge möglich. Final fehlte es aber am Spielglück. Nach drei Unentschieden in Folge zeigten die Spieler wieder ihr anderes Gesicht, was zu deutlichen Pleiten beim ESV Lokomotive Potsdam (0:5) und daheim gegen Herbstmeister und Staffelneuling VfB Trebbin (1:5) führte. Diese Leistungen brachten auch Trainer Lars Kruse zu der Überzeugung, dass nur ein neuer Impuls dem Team helfen konnte. Er legte sein Amt als Hauptverantwortlicher nieder. Auf Kruse folgte der bisherige Co-Trainer Bastian Owczszak.

Auch der neue Übungsleiter konnte die nächste Pleite nicht verhindern. Trotz guter Leistung verloren die Rot-Weißen bei Union Neuruppin äußerst unglücklich mit 1:3. Dann kassierten die Gülitzer nach einer schwachen Leistung gegen die TSV Treuenbrietzen in letzter Sekunde den insgesamt verdienten Ausgleich. Dieser Gegentreffer hinterließ eine mentale Wirkung bei der gesamten Mannschaft. Bei den Spielen beim VfL Nauen (1:8) und bei den Potsdamer Kickers (1:6) wurde das Team in der zweiten Hälfte jeweils vorgeführt.

Trotz der deutlichen Pleiten zogen die Spieler ihren Schopf selbst aus dem Sumpf. Der 4:0-Sieg beim Aufsteiger Eintracht Alt Ruppin zeigte, dass die Gülitzer das Fußball spielen nicht komplett verlernt hatten. Auch gegen Landesliga-Absteiger SG Michendorf feierte Gülitz einen souveränen 2:0-Erfolg.

Nach sechs Punkten aus zwei Spielen gingen die Rot-Weißen ein wenig euphorisiert in die Partie bei Grün-Weiß Golm. Dies rächte sich bitter und die Elf kassierte eine deutliche 2:6-Niederlage. Im letzten Heimspiel der Hinserie gelang den Gülitzern gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten Lindower SV Grün-Weiß ein sensationeller 10:1-Kantersieg. Dank dieses Triumphs überwintern die Prignitzer mit 13 Punkten (3 Siege, 4 Unentschieden, 8 Niederlagen) und einem Torverhältnis von 30:50 auf dem 13. Tabellenplatz. Insgesamt setzten die Gülitzer in der Hinrunde 29 Spieler ein. Dauerbrenner war Torhüter Oliver Hähnke mit 1 282 Einsatzminuten. Aktuell bester Torschütze der Rot-Weißen ist Sabit Alimanovic mit 10 Treffern (Platz 3 in der Torschützenliste).

In der Rückrunde stehen zwei Spieler nicht mehr zu Verfügung: Marian Teske (SV Groß Buchholz) und Maik Justin Schmelz (SC Hertha Karstädt) suchen eine neue Herausforderung. Externe Neuzugänge sind aktuell nicht geplant. Die Verantwortlichen hoffen, dass mit Andy Wolgast und Andreas Hoppe zwei etablierte Kräfte wieder häufiger dabei sind.

Seit dem 11. Januar trainieren die Rot-Weißen wieder und wollen somit den Grundstein für eine erfolgreiche Rückserie legen. Geplant sind zwei Testspiele gegen SG 03 Ludwigslust /Grabow II (17. Februar) und Pankower SV Rot-Weiß (Termin noch offen).

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