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Reitsport : Goldene Schleife für beherzten Ritt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

13-jährige Leonie Schwandt holt sich bei Spring-, Reit- und Fahrturnier in Freyenstein erstmals den Sieg bei einem A-Springen

„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Was plant der Reitverein für die nächsten Jahre?“, hieß die Frage an Bodo Neumann, Vorsitzender der RFV Freyenstein bei der 66. Auflage des Spring-, Reit- und Fahrturniers in Freyenstein. „Wir versuchen erst einmal, die 70 Jahre zu erreichen. Alles andere entscheiden wir operativ, der Nachwuchs fehlt“, sagt Neumann, der natürlich große Unterstützung durch die ganze Familie und von fleißigen Helfern erhält. „Erst einmal freuen wir uns über gutes Wetter. Wir sind sehr zufrieden mit den Starterzahlen, die sind besser als erwartet. Und wir freuen uns auch über die zahlreichen Zuschauer“, fügt der Veranstalter hinzu.

Auf dem Traditionsturnier in der Nähe von Meyenburg starten alljährlich auch zahlreiche Prignitzer. Von den ausgeschriebenen 32 Prüfungen im Dressurviereck, auf dem Fahrplatz und im Parcours gingen zwölf Siege in die Prignitz. Drei Mal durfte die Nachwuchsreiterin Merle Lucht (RSG Pritzwalk) mit einer Ponystute Maja die Ehrenrunde anführen. Sie siegte damit auch in der Gesamtwertung im Mini-Vierkampf.

Die Reitschülerinnen von Robert Bruhns (Jumping Arena Gadow) machten es ihrem Trainer nach und brachten auch eine goldenen Schleife mit. Larissa Bohnstedt siegte mit ihrem Pony Stegstedgards Classic im Reiterwettbewerb. Teamkollegin Leonie Schwandt gewann mit Kaprice in einer Springprüfung der Klasse A.

„Das ist meine erste goldene Schleife in einem A-Springen. Und dann noch mit unserem eigenen Pferd“, freut sich die 13-jährige und drückt ihre drei Jahre ältere Stute vom Kolibri. Leonie sauste mit 27,87 Sekunden durch den Parcours und war damit fast fünf Sekunden schneller als die zweitplatzierte Emely Lehmann aus Gadebusch.

Nicht ganz der Schnellste, in Freyenstein aber der „Senior“ im Sattel, war mit 67 Jahren Friedhelm Finschow vom RFV Uenze. Mit Carras ließ er sich davon nicht beirren und wurde in einem Punktespringen der Klasse L Dritter.

Ein ungewohnter Name tauchte in den Dressur-Starterlisten auf. Aber spätestens als Caroline Michaelis ins Viereck einritt, wussten die Zuschauer, wer das ist. Die Lehrerin, Tochter von Christine und Bodo Neumann, hatte vor drei Wochen dem Neustädter Gestüter Olaf Michaelis das „Ja-Wort“ gegeben. Zum dritten Mal hintereinander sicherte sie sich - nun mit neuem Namen - den OPR-Dressur-Titel.

Die Zuschauer stellten sich eine weitere Frage: Hat der Parcourschef zu leicht gebaut oder waren die Reiter und ihre Pferde im Top-Form? Von 37 Reiter-Pferd-Paaren galoppierten 21 fehlerfrei durch den L-Parcours, dem Hauptspringen am Samstag. Am Sonntag waren es dann im M-Springen auch wieder fast 50 Prozent. Aber alle waren sich einig: Ein Turnier mit zahlreichen fehlerfreien Runden und ohne große Zwischenfälle ist besser als schlechte Bilder.

Einige der Reiter, die am Sonntag noch ihre Runden auf dem Reitplatz in Freyenstein drehten, sind bereits auf dem Weg nach Warendorf zu den DKB-Bundeschampionaten. Zu ihnen zählt auch der Prignitzer Robert Bruhns, der, wie schon im vorigen Jahr, die Stute Chanel an den Start bringen wird.  

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