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Bohlekegeln : „Gallier“ visieren erneut einen Mittelfeldplatz an

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bundesligakegler vom SVL Seedorf von 1919 starten an diesem Wochenende in die neue Saison

von
erstellt am 20.Sep.2014 | 10:31 Uhr

Ihre zwölfte Saison seit dem Aufstieg 2003 bestreiten die Kegler des SV Löcknitzstrand Seedorf von 1919 in der 1. Bundesliga Bohle, die an diesem Wochenende mit den Meisterschaftsspielen startet. Nach Platz neun in der vergangenen Spielserie streben die Männer aus dem kleinen Keglerdorf bei Lenzen diesmal einen guten Mittelfeldplatz in Deutschlands höchster Spielklasse an.

„Auf alle Fälle wollen wir nicht so einen schlechten Saisonstart wie 2013 hinlegen und nicht gleich wieder gegen den Abstieg spielen“, formuliert Frank Wilke das Saisonziel. Top-Favoriten auf den Titel sind nach Meinung des 47-jährigen SVL-Kapitäns wieder Meister ETV / Phönix Kiel und Brandenburg-Konkurrent SV 90 Fehrbellin, den die Seedorfer schon am 3. Spieltag (11. Oktober / 13 Uhr) auf der heimischen Bahn zu Gast haben.

In die Meisterschaft starten die Prignitzer Vorzeigekegler aber zunächst mit zwei Auswärtsspielen. Heute (13 Uhr) sind die SVLler beim KV Hansa Stralsund zu Gast. Aufsteiger SV Blau-Weiß 76 Stavenhagen ist dann am Sonntag (10 Uhr) Gastgeber für die Männer vom Löcknitzstrand. Obwohl die Aufgaben bei beiden nordostdeutschen Vereinen alles andere als einfach sind, gehen die Seedorfer optimistisch in die Auftaktpartien.

„Stralsund ist sehr heimstark. Trotzdem gehe ich mit einigen Erwartungen an das Spiel“, sagt SVL-Kapitän Frank Wilke und begründet gleich, warum er mit zumindest einem Punkt liebäugelt. „Unsere Mannschaft hat in Stralsund noch etwas gutzumachen. In der vergangenen Saison hat sie sich dort ja weit unter Wert verkauft.“ Damals verlor der SVL das Spiel an der Ostsee klar mit 0:3.

Mit gemischten Gefühlen blicken die Wilkes und Co. auf das Match in Stavenhagen. „Dort erwartet uns alle eine völlig unbekannte Bahn. Wir gehen trotzdem mit der Maßgabe an die Aufgabe, einen Punkt von dort mitzunehmen. Aufsteiger sind am Saisonstart ja meist nervös“, grinst Wilke, der an Stavenhagen selbst nur gute (Jugend)Erinnerungen hat. „Hier habe ich 1985 mal gespielt und bin gleich DDR-Meister geworden. Das ist aber fast 30 Jahre her.“


Hamburger Pagels neu im Team


Das Gerüst der Seedorfer Mannschaft stellen, neben Kapitän Frank Wilke, erneut der amtierende deutsche Herren A-Meister und Nationalspieler Norbert Witzel, die Routiniers Harry Wilke („Harry ist nach seiner überstandenen Krankheit schon wieder gut drauf.“ – Anm. Frank Wilke) und Eckhard Johnke sowie Hans Fulczynski. Letztgenannter wird dem Team, wie schon zum Auftakt, bei Auswärtsspielen auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit in Erfurt mehrfach fehlen. „Wer für Hans spielen wird, entscheidet sich kurzfristig“, lässt Frank Wilke die Frage nach dem sechsten Mann noch offen. Für einen Einsatz kommen wohl die Routiniers Erich Freitag und Kurt Wilke, Tino Brinkmann oder auch Sebastian Rönning in Frage. Neu im Team ist Rainer Pagels, der in der Sommerpause vom KSK Hamburg 46 (2. Bundesliga Nord/West) an den Löcknitzstrand wechselte. „Rainer ist ein guter und sehr erfahrener Spieler, der schon einige Erfolge aufzuweisen hat und mit seinen 40 Jahren genau im richtigen Alter ist“, sagt Frank Wilke über den Neuzugang. „Er hat bereits mehrfach in Seedorf trainiert und kommt auf unserer Bahn ganz ordentlich zurecht.“

Stammkraft Jürgen Reimann zieht sich dagegen auf eigenem Wunsch aus dem Bundesligateam zurück, wird künftig hauptsächlich für die in die Landesklasse aufgestiegene Seniorenmannschaft des SVL auflaufen.

Dass sich die Seedorfer seit mehr als einem Jahrzehnt in der höchsten Spielklasse halten können, ist nicht nur ein Verdienst der Spieler. Engagierte Sponsoren aus der Region halten dem SVL finanziell schon seit Jahren die Treue. Ihnen gilt der besondere Dank der „Gallier“ vom Löcknitzstrand.

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