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Freizeitangebot : Früh lernen, der Gefahr aus dem Weg zu gehen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Jiu Jitsu – Selbstverteidigungskurs für Kinder im Top Fit Aktivpark in Wittenberge

Bereits das Auslegen der Matten verläuft geordnet und ruhig. Von den zehn Kindern, die am Jiu Jitsu-Kurs im Wittenberger Top Fit Aktivpark teilnehmen, fassen alle mit an. Dann richten sich die Augen der sechs bis zwölfjährigen Schüler auf die beiden Trainer. Andreas Eggert und Diana Schölke erklären den Ablauf der Übungsstunde.

Dieses Jiu Jitsu-Angebot des Top Fit Aktivparks für Kinder ist neu, wird aber bereits gut angenommen. Der Kurs findet jeden Montag um 16.30 Uhr statt und richtet sich an Kinder ab fünf Jahre. „Wir wollen, dass sich auch schon die Kinder zurück auf die alten Werte besinnen. Hier können sie Disziplin, Achtung und Selbstachtung, Fleiß, Selbstkontrolle und Koordination lernen“, sagt Andreas Eggert, Träger des 6. Dan und Trainer an der Jiu-Jitsu-Schule Lotos Salzwedel.

Was die Disziplin betrifft, erfolgt gleich eine Kostprobe. Zwei der Jiu Jitsu-Schüler tuscheln miteinander. „Wenn wir erzählen, sind eure Augen bei uns“, mahnt Andreas Eggert mit leiser Stimme. Die beiden Jungen nicken und es ist ruhig. Diana Schölke übernimmt dann das Aufwärmen. Das sich nicht groß von dem Programm bei anderen Sportarten entscheidet. Es endet mit dem Radschlagen. Nicht jeder beherrscht es schon perfekt, aber die Trainer loben jeden ihrer Schützlinge, sprechen Mut zu.

Nach einigen Dehnübungen wird es spezifischer. Geübt wird das richtige Fallen. Die beiden Trainer demonstrieren es, dann muss es jeder Schüler nachmachen. Bis auf einen. Der absolviert mal eben zehn Liegestütze. „Warum musstest du das jetzt machen?“, fragt Andreas Eggert. „Weil ich gequatscht habe“, kommt die reuemütige Antwort.

Es geht weiter. Das Abrollen vorwärts und rückwärts wird geübt. Ein Schüler traut sich nicht so richtig, rückwärts über Kopf und Schulter abzurollen. Es kullern ein paar Tränen. „Komm mit, wir gehen in eine Ecke und üben das mal allein“, sagt Diana Schölke. Mit Erfolg. Der kleine „Kämpfer“ kann es jetzt und demonstriert es stolz vor der Gruppe. „Die Kinder sollen sich später verteidigen können. Aber vor allem lernen, der Gefahr aus dem Weg zu gehen. Und ja nicht den Helden zu spielen. Das wollen wir hier vermitteln“, erklärt Andreas Eggert. Und wie das aussieht, erfahren die Kinder in der nächsten Übung: Sie lernen das Ausweichen. Mal nach links, mal nach rechts. Der angedeutete Schlag geht ins Leere.

Jiu Jitsu ist eine Kampfkunst mit dem Ziel, den anderen bei der eigenen Selbstverteidigung nicht zu verletzen. Oder, wie es der Trainer formuliert, „den Gegner ins Leere laufen lassen, ihm physisch und psychisch überlegen sein“.

Das alles werden die Kinder hier im Kurs noch nicht verstehen. Aber sie werden langsam dahin geführt. „Dazu gehört auch der Spaß“, fügt Andreas Eggert hinzu. Und den haben die Teilnehmer, zwischen zwei Übungen gibt es schon mal den ein oder anderen heiteren Kommentar. Trotz aller Disziplin. Dann geht weiter mit Grifftechniken und Wurfübungen. Wieder geordnet und ruhig…

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erstellt am 23.Jan.2014 | 10:11 Uhr

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