zur Navigation springen

schwimmen : Frisch, gut organisiert und ein Eis

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Carl Stelter gewinnt erstmals ausgetragenen Kinderwettbewerb über 375 Meter im Hafen

von
erstellt am 10.Jul.2016 | 22:18 Uhr

Die 57 Frauen, Männer und Kinder, die sich gestern in die Starterlisten des Elbstromschwimmens im Rahmen des 16. Elbebadetages eingetragen hatten, waren gegenüber den vielen Zuschauern und Helfern ein klein wenig im Vorteil: Sie durften sich bei den hochsommerlichen Temperaturen im Wasser abkühlen. Aber das relativiert sich schnell. Denn die Sportler legten einige Meter zurück und kämpften um jeden Platz.

Spektakulär ging es beim Zieleinlauf des erstmals ausgetragenen Kinderschwimmens über 375 Meter im Nedwighafen zu. Auf den letzten Metern lagen Carl Stelter und Mathis Gleiniger – beide vom SchwimmClub Delphin Wittenberge – gleichauf an der Spitze. Dann wechselte Gleiniger von der Rückenlage – die er kurz eingenommen hatte – wieder in die Freistillage, schluckte dabei aber etwas Wasser. Das nutzte Stelter, zog davon und siegte in 7:21 Minuten vor Gleiniger (7:26). Auf Platz drei folgte mit Sina Willhöft (PSV Schwerin/7:49) das schnellste Mädchen.

Insgesamt gingen zwölf Mädchen und Jungen der Jahrgänge 2004 bis 2007 an den Start. Begleitet und angefeuert von Verwandten und Freunden am Rande des Hafenbeckens. Zum Teil auch mit Versprechungen, die motivieren sollten: „Zieh’ durch, dann bekommst du ein großes Eis“, rief eine Mutter von der Hafenmauer. Es half nicht. Aber auch so gebührt dem Nachwuchs angesichts der bewältigten Strecke im 20 Grad warmen Wasser im Nedwighafen großer Respekt.

Das gilt auch für die Elbstromschwimmer. 23 Athleten stiegen in Hinzdorf ins Wasser, um die 6000 Meter in Angriff zu nehmen. Sieger Holger Kudela aus Berlin bewältigte die Strecke als einziger unter einer Stunde. Nach 57:59 Minuten schlug er an und wirkte entspannt, als er kurz darauf aus dem Wasser stieg. „Es war schön, hat Spaß gemacht. Die Strecke war sehr gut abgesichert und es herrschte nicht so viel Wind, deshalb auch wenig Wellen“, erzählte der 38-Jährige Kudela.

Hinter ihm belegten Mario Werschnick (1:00:20 Std.) und als schnellste Frau Simone Fittler (1:00:25 Std.) die Plätze zwei und drei. Der älteste Teilnehmer landete hier auf dem letzten Platz, wurde aber von den Zuschauern und den bereits auf dem Steg stehenden Kontrahenten angefeuert. Der 68-jährige Karl-Heinz Brüdigam vom SV Empor/ Grün-Rot Wittenberge benötigte bei seiner insgesamt 11. Teilnahme diesmal 1:24:03 Stunden. Und wie fand er es? „Frisch“, lautete die knappe Antwort.

Die 1500 Meter sahen Jana Messerschmidt (Magdeburg) und Robin Stolz (SCD Wittenberge) in je 10:24 Minuten gemeinsam vorn. Dritte wurde Elka Ehret (Potsdam/11:40). Hier starteten 22 Teilnehmer. Ein dickes Lob gebührt auch dem SCDW-Team um Steffen Schmolke für die gute Organisation. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen