Sportpartnerschaft : Freunden ein Sportfest geschenkt

So berichtete der „Prignitzer“ am Tag nach der Veranstaltung.
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So berichtete der „Prignitzer“ am Tag nach der Veranstaltung.

Partnerschaft Wittenberge – Elmshorn: Lauftreff Elmshorn tritt 1991 bundesweiten Start der Trim-Trab-Aktion an Wittenberge ab

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20. August 2015, 08:19 Uhr

Die Städte Wittenberge und Elmshorn feiern am Wochenende das 25-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft. Die spielte sich vor allem auf politischer und kultureller Ebene ab, aber beinhaltet auch ein sportliches Element: Die bundesweite Eröffnung der Aktion „Trimm-Trab ins Grüne“ am 21. April 1991 auf dem ESV-Sportplatz mit prominenten Gästen.

Seit August 1990 bestand offiziell die Partnerschaft der beiden Städte. Zu Besuch in Wittenberge war in jenen Tagen auch der Elmshorner Lauftreff mit Siegfried Konjack. Die Elmshorner wollten sich sportlich in die Partnerschaft einbringen. Egon Sievers, damals Landeslauftreffwart in Schleswig-Holstein, hatte die Idee, die – eigentlich an Elmshorn vergebene – bundesweite Eröffnung „Trimm-Trab ins Grüne“ den neuen Freunden in Wittenberge zu übertragen. Das wurde offiziell genehmigt.

Für die Wittenberger begann die Vorbereitung auf dieses Ereignis. „Ich war damals Sportlehrer an der Berufsschule des RAW. Zusammen mit den Schülern waren wir eine Woche beschäftigt, den Sportplatz herzurichten und die Laufstrecken auszumessen“, erinnert sich Holger Lattorff, heute Geschäftsführer des Kreissportbundes Prignitz.

Der Aufwand hatte sich gelohnt. Noch vor dem Trim-Trab-Start lobten die Veranstalter – der Deutsche Sportbund, der Deutsche Leichtathletik Verband, die AOK und die Firma Puma – über den „Prignitzer“ namentlich Wittenberger Bürger, die sich bei der Vorbereitung besonders engagiert hatten. In der Ausgabe vom 20. April 1991 hieß es: „Danke an Klaus Petry, Uwe Karger, Horst Theidig, Ulli Kaliske, Annelore Brandt, Erhard Herold, Heiner Schenk, Inge Witte und Manfred Pelen.“

Einen Tag später war es dann soweit. Punkt zwölf Uhr schickten der damalige Ministerpräsident Manfred Stolpe und die für Sport zuständige Bildungsministerin Marianne Birthler mehr als 1500 „Bewegungswillige“ auf die verschiedenen Strecken. Verschiedene Aktionen begleiteten das Laufspektakel Unter anderem ein Promi-Fußballspiel. Wittenberger Personen aus Verwaltung und Politik besiegten ihre Gegenüber aus Elmshorn mit 2:0. Die Tore erzielten Bauamtsleiter Siodla und Schuldirektor Hartwig.

Mit dabei war auch Klaus Wolfermann, Speerwurf-Olympiasieger von München 1972. Wolfermann unterstützte seinerzeit die Marketing-Abteilung der Firma Puma. „Das war natürlich günstig. So konnten wir ihm den ein oder anderen Preis entlocken“, erzählt Holger Lattorff.

Die Aktion war ein schöner Erfolg. Ein direkter Sportaustausch mit Elmshorner Vereinen schloss sich nicht an. „Die Menschen bei uns hatten in dieser Zeit andere Sorgen, mussten um ihre Existenz kämpfen“, berichtet Holger Lattorff.

Die Elmshorner dachten das Jahr darauf wieder an ihre Partnerstadt. Sie sammelten fast 40 000 Mark für den Spielplatz im Clara-Zetkin-Park. Mit einem Scheck startete eine Lauf-staffel am 9. Mai 1992 in Elmshorn. „Wir sind ihnen entgegengefahren, haben uns an der Landesgrenze in Dömitz getroffen und sind dann zusammen nach Wittenberge gelaufen“, erzählt Horst Theidig.

Theidig gehörte damals schon zum Lauftreff Bentwischer Wald, den er mehr als 20 Jahre führte. Und er war auch jahrelang Organisator der Moor-Meile in Bad Wilsnack. Hat denn die Trim-Trab-Veranstaltung den Lauftreffs in der Prignitz etwas gebracht? „Ja, auf jeden Fall. Bei uns ist nach dieser Aktion damals die Mitgliederzahl gestiegen. Wir hatten auf einmal bei unseren beiden wöchentlichen Treffs jeweils 40 bis 50 Teilnehmer“, antwortet Horst Theidig.

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