Einheit Perleberg : Frank Döring kandidiert nicht mehr

Zehn Jahre lang war Frank Döring Vorsitzender des SSV Einheit Perleberg, erlebte mit dem Verein Höhen und Tiefen. Auf der morgigen Sitzung kandidiert er nicht mehr für den Vorstand.
Zehn Jahre lang war Frank Döring Vorsitzender des SSV Einheit Perleberg, erlebte mit dem Verein Höhen und Tiefen. Auf der morgigen Sitzung kandidiert er nicht mehr für den Vorstand.

Nach zehn Jahren als Vorsitzender des SSV Einheit Perleberg ist Schluss

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21. März 2018, 21:18 Uhr

Der SSV Einheit Perleberg wählt morgen Abend auf seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand. Und auf jeden Fall einen neuen Vorsitzenden. Denn Frank Döring, der dieses Amt seit 2008 bekleidet, wird für diesen Posten nicht mehr kandidieren.

„Mir ist es wichtig, dass nicht irgendwelche Gerüchte verbreitet werden. Deshalb: Bei meinem Amtsantritt als Vorsitzender 2008 habe ich mit vorgenommen, zehn Jahre im Vorstand zu arbeiten. Das habe ich erreicht. Jetzt möchte ich mich anderen Aufgaben in der Stadt Perleberg mehr widmen“, begründet Frank Döring seine Entscheidung.

Zum Beispiel als Vorsitzender der Perleberger Stadtverordnetenversammlung. Er gibt zu, dass sich die Doppelfunktion in Verwaltung und Verein „manchmal beißt. Das ist nicht immer gut“, fügt Döring hinzu. Diese Entscheidung und der Rückzug vom Amt des Einheit-Vorsitzenden fiel ihm nicht leicht. „Ich gehe mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge“, erklärt er.

Was bleibt, das sind viele schöne Erinnerungen. Seine erste Amtshandlung als Vorsitzender: Die feierliche Übergabe des erneuerten Jahnsportparks mit der Tartanbahn. „Dieses Event war eine Herausforderung. Vor allem die Gastronomie beim Empfang. Das mussten wir alles erstmal stemmen. Aber es ist uns gut gelungen“, erzählt Frank Döring. Gelungen ist auch die Wiederbelebung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportfestes der Leichtathleten. In die Amtszeit des Vorsitzenden fällt ebenfalls der Landesliga-Aufstieg der Fußballer („Bei unserer Rückkehr aus Rathenow wurden wir hier von 150 bis 200 Fans empfangen.“) und das Gastspiel der Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg („Das waren meine Helden, meine Stars.“).

Eine Höhepunkt sicher der Besuch des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC im Juli 2014. „Wie der Verein da zusammenhielt, das war toll. Wir hatten viel Zulauf von außen. Rund 60 bis 70 ehrenamtliche Helfer haben uns unterstützt“, denkt Frank Döring gern daran zurück. Weniger gern an den Auftritt der Berliner, er war enttäuscht, wie sich die Profis verhalten haben. Beispiele waren der Wunsch der Gäste nach verschiedenen Wassersorten oder eine bis auf den Millimeter angegebene Rasenhöhe.

Nicht so gut lief es 2012. Der SSV Einheit bekam Post vom Finanzamt, sollte nach einem buchhalterischen Fehler 20 000 Euro nachzahlen. „In dieser Situation stand der Verein zusammen. Wie es der Namen Einheit sagt. Es war schön, wie viel Hilfe wir in jener Zeit bekommen haben“, blickt Döring, der von 1995 bis 2001 Einheit-Geschäftsführer war, zurück. Die Krise wurde gemeistert. Nicht nur das. Die Mitgliederzahl stieg und der Verein entwickelte sich weiter, schaffte eine Sprinkleranlage für den Rasen an, baute eine Überdachung für den gastronomischen Außenbereich.

„Die Nummer eins im Verein sind Kinder und Jugend. Das soll auch so bleiben. Ich habe all die Jahre den Hut gezogen vor vielen Trainern und Übungsleitern. So lebt ein Verein. Und du bist als Vorstand auf solche guten Leute angewiesen“, beendet Frank Döring seine Gedanken. Nicht beenden wird er seine Mitgliedschaft im Verein und seine Tätigkeit als Stadionsprecher bei Heimspielen der Einheit-Kicker. Und sich endlich einen Wunsch erfüllen: Eine Partie seines Lieblingsklubs 1. FC Union Berlin in der Alten Försterei besuchen.

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