zur Navigation springen

Reiten : Familiäre Atmosphäre kommt an

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Auch das 2. Turnier von Thomas Kann an der Viersecker Mühle überzeugt

von
erstellt am 27.Jul.2015 | 02:50 Uhr

Es sind wohl zwei Dinge, die den Besuch des Reitturniers an der Viesecker Mühle lohnenswert machen: Der Reitsport und eine sehr familiäre Atmosphäre. Davon lebte auch die 2. Auflage der dreitägigen Veranstaltung auf der Anlage der Familie Kann, die vom Reit- und Fahrverein Uenze wieder große Unterstützung erhielt. Der Sieg bei der wichtigsten Springprüfung, einem Zwei-Sterne-M-Springen, blieb in der Prignitz. Natalie Hoppe vom RFV Blüthen lieferte mit Leon in der Siegerrunde in 49,22 Sekunden den schnellsten fehlerfreien Ritt ab. Knapp dahinter, ebenfalls ohne Fehler, landete Hausherr Thomas Kann (RFV Uenze) mit Dekan in 50,52 Sekunden. Dritte im Feld der fünf Siegerrunden-Teilnehmer wurde Julia Ehrhorn (RFV Uenze) mit Courtney B. Das Paar leistete sich vier Fehler in 49,66 Sekunden.

Der erste Turniertag gehörte den jungen Springpferden. Und begann mit einem Doppelsieg für Thomas Kann in der Prüfung der Klasse A auf Dream of Fire und Ciaco's Capper S. Es lief also rund beim Turnierveranstalter.

In der Nacht zum zweiten Tag „lief“ dann das Wasser in Strömen. Die Gewitter hielten dann wohl doch den ein oder anderen Teilnehmer davon ab, sich am frühen Morgen auf den Weg nach Viesecke zu machen. Die Starterfelder wurden etwas kleiner, der Zeitplan dafür mehr als überpünktlich eingehalten.

Die Stimmung war sehr gut. Eben familär. Und die Reitsportler zum Anfassen nah. Beim Ein- oder Ausreiten in den Parcours entwickelte sich manches kurze Gespräch. Oft flapsig, aber stets sympathisch. Außerdem durften die Zuschauer mitleiden. So, als Thilo Banik am Rand den sehr rasanten Ritt („Das war viel zu schnell!“) seiner Frau Maria beobachtete und versuchte, sie mit Zwischenrufen wie „Tempo rausnehmen“ etwas anzuleiten. Aber Maria Banik und Cheerico-Ko erreichten das Ziel.

Das Ziel erreicht und anschließend noch hochdekoriert – das galt zuletzt auch für Chantal Rose von der RSG Pritzwalk. In Viesecke stellte sie wieder einmal ihr Talent unter Beweis, gewann das zweite M-Springen auf Charewa und belegte im Zwei-Phasen-Springen der Klasse L mit Armani hinter Lukas Burmeister den 2. Platz.

Kann sie nachvollziehen, warum sie gerade so erfolgreich ist? „Viel Arbeit und ich verdanke dem Training bei Robert Bruhns sehr viel“, antwortete die Landesmeisterin der Junioren. Aber sie lobt auch die gute Jugendarbeit bei der RSG Pritzwalk. Den Titelgewinn in Neustadt fand die 14-jährige Chantal „schön aufregend. Vor allem, weil er so unerwartet kam.“

Jetzt möchte die von ihren Eltern als sehr ehrgeizig bezeichnete Prignitzerin („Hobby? Nein, eigentlich nur Reiten.“), die auch dritte der Landesmeisterschaften im Vierkampf ist, gern mehr. Am kommenden Wochenende geht es wieder nach Viegeln. Vielleicht gelingt es ihr noch, sich für die deutschen Meisterschaften im September zu qualifizieren.

Zuletzt auf internationalem Parkett in Groß Viegeln, jetzt Viesecke – wie findet sie so unterschiedliche Turniere? „Ich reite hier sehr gern. Wir haben auch in der Prignitz viele gute Reiter“, sagte Chantal Rose. Ein konkretes Vorbild hat sie nicht. Aber Gold-Reiterin Janne Friederike Meyer fasziniert sie schon. Deshalb möchte Chantal sie auch irgendwann mal besiegen.

Ein abschließendes Turnierfazit des Veranstalters und die Ergebnisse lesen Sie in der morgigen Ausgabe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen