Funsport : Fairplay geht auch ohne Wasser

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Rund 260 Perleberger Grundschüler beim PS-Lotterie Wasserfußball-Cup / Ex-Profi René Tretschok lobt Veranstaltung

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03. Juli 2014, 07:38 Uhr

Der Name der Veranstaltung stimmte nicht ganz, tat aber ihrem Erfolg keinen Abbruch. Rund 260 Perleberger Grundschüler hatten an der Rolandhalle ihren Spaß beim PS-Lotterie Wasserfußball-Cup und erlebten dazu noch einen Champions League-Sieger hautnah.

Wasserfußball wird gespielt auf einem dem Straßenfußball ähnlichen Court, der aber mit einem Luftkissen unterlegt ist. Ist dieses komplett aufgeblasen, entstehen auch Banden rund um die Spielfläche herum. Dann wird in dieses kleine Schwimmbecken Wasser eingelassen. Darauf wurde beim Cup verzichtet, denn auf dem Gelände rund um die Perleberger Rolandhalle wehte ein kühler und scharfer Wind, bei nasser Spielkleidung wäre die Gefahr einer Erkältung groß gewesen.

Aber auch ohne Wasser hatten die Schulteams viel Spaß beim Spiel drei gegen drei. Und durch den nachgebenden Untergrund war manchmal auch dem Zufall Tür und Tor geöffnet, es gab kuriose Szenen. „Es macht sehr viel Spaß“, sagte Jeremias, als er in einer Spielpause das Geschehen auf den beiden Courts beobachtete. „Wenn einer sich im Zweikampf nicht auf den Beinen halten kann, dann fällst du mit hin“, schilderte sein Mitspieler Lucas seine ganz eigenen Erfahrungen. Und der Umgang mit dem ab und zu merkwürdig auf- oder wegspringenden Ball? „Das geht schon“, erklärten die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule.

„Das ist ein Projekt der Deutschen Soccer Liga, so heißt der Dachverband. Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen mit solchen Aktionen über den Sport Werte zu vermitteln“, sagte René Tretschok. Der Champions League-Sieger von 1997 mit Borussia Dortmund hält hier in Perleberg die Fäden in der Hand.

Tretschok betreibt Fußballcamps und ist mit der in ganz Deutschland laufenden Fairplay Soccer Tour – auch einer Maßnahme der Soccer Liga – unterwegs.

Das Turnier des Wasserfußball-Cups in Perleberg wurde großzügig von der Sparkasse Prignitz unterstützt. Es gab nicht nur die beiden Courts, sondern auch eine Torwand, dazu die Möglichkeit, seine Schussgeschwindigkeit messen zu lassen und noch einige andere Stationen. „Es ist schon toll, dass die Sparkasse das regional so unterstützt. Aber in Perleberg hier stimmt alles. Die Organisation und die hilfsbereiten Hausmeister der Rolandhalle“, freute sich René Tretschok.

Und auch darüber, dass auch ohne Wasser der Gedanke mit dem Fairplay so gut von den Schülern umgesetzt wurde. Denn Beschimpfungen oder Gesten waren nicht zu hören oder zu sehen. Obwohl die Kinder und Jugendlichen mit viel Ehrgeiz zur Sache gingen.



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