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Reitsport : Fair Play auf dem Reitplatz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Auf Reitturnier in Gulow wurden erste Punkte in der Wertung der Prignitzer Kreismeisterschaft vergeben

Es war eine sonniges Turnierwochenende auf dem Reitplatz, der zwischen den beiden aneinandergrenzenden Orte Gulow und Steinberg liegt. Und es endete mit „fair Play im Pferdesport“. Als letzter Reiter startete Robert Bruhns (PSV Quitzow) in der Siegerrunde des M-Springens. Bis dahin gab es nur zwei Doppel-Null-Runden. Stephan Hoffmann (RFV Uenze) zeigte mit Canani S eine auf Sicherheit gerittene Null-Runde in 58,67 Sekunden. Vorletzte Starterin war Ebba Johansson. Die Schwedin, die für den RFV Lübtheen-Garlitz reitet, wollte es wissen, nahm kurze Wege zwischen den Hindernissen und kam mit Leonardo ohne Abwurf in 45,23 Sekunden ins Ziel.

Der Prignitzer Robert Bruhns hingegen war mit dem erst seit kurzem in seinem Stall stehenden Pferd Capris den längeren, aber dafür sicheren Weg geritten. „Wir haben das Pferd erst seit drei Wochen im Stall. Als ich Ebba gesehen habe, wusste ich, das kann mit Null ein guter zweiter Platz werden, denn Stephan war sehr langsam. Aber auf Angriff wollte ich noch nicht reiten.“, erzählte Bruhns nach dem Ritt. Trotzdem verkündete der Sprecher vom Richterturm: „Die letzten werden die ersten sein.“. Es wurde eine Zeit von 44,50 Sekunden verkündet.

Als fairer Sportsmann kam Robert Bruhns daraufhin zum Richterturm geritten und monierte selbst seinen Sieg: „Ich habe viel größere Wege geritten als Ebba, das kann nicht sein“, sagte Bruhns. Aber auch im Pferdesport gilt – wie in vielen anderen Sportarten – der Richterspruch. Die junge Schwedin war traurig über den verpassten Sieg. Da zeigte Robert Bruhns nochmals Fairness – er schenkte ihr Siegerdecke und Blumenstrauß: Chapeau!

Das Turnier, das der kleine Reitclub Gulow mit seinen wenigen Mitgliedern und den fleißigen Helfern organisiert hatte, fand endlich mal wieder ohne Regen statt. Horst Puls, Vereinsvorsitzender, war froh: „Besser konnte es nicht sein, all die Jahre immer Regen.“ Da machte es den Dorffrauen auch Spaß, ihren leckeren Kuchen anzubieten, die Kinder tobten auf der Hüpfburg, die Eltern, Großeltern und Verwandten drückten den Kleinsten beim Führzügelwettbewerb oder bei der Reiterrallve die Daumen.

Da gingen insgesamt zwölf Nachwuchsreiter an den Start – alles Mädchen. Einige wurden noch auf ihrem Weg durch den Stangenparcours geführt, andere lenkten ihr kleines Pony schon rasant allein ins Ziel. Siegerin wurde Lane-Fine Lewin vom gastgebenden Verein.

Um die Prignitzer Kreismeisterschaft 2014 ging es in Gulow bereits für die Springreiter. Sie konnten in Springen der Klasse L und M erste Punkte sammeln. Nach Gulow führt der Vize-Landemeister der Berlin-Brandenburger Springreiter, Robert Bruhns, die Tabelle mit 126,50 Punkten an, gefolgt vom Nachwuchsreiter Lukas Burmeister (RSG Pritzwalk) mit 105 Punkten und Thilo Banik mit 95 Punkten. Ihm folgt seine Freundin Maria Wolf (beide RFV Bresch) mit 58,5 Punkten, knapp dahinter Kathleen Buske (PSV Quitzow) mit 52,5 Punkten, die sich über ihre erste Platzierung in ihrem ersten M-Springen besonders freute. Die 23jährige reitet erst seit drei Jahren intensiv im Ausbildungsstall von Maren Plume in Quitzow.

Nächste Punkte, dann sowohl für die Dressurreiter als auch für die Fahrer, gibt es zu Pfingsten beim Turnier in Blüthen.

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