Enthe – eine Sache unter Freunden

Waren beim Swim & Run Anfang März in Güstrow erstmals gemeinsam am Start: Jakob Wünsch, Christoph Runge, Robert Settgast, Martin Pingel (hintere Reihe v.l.) sowie Stephan und Manfred Krakow (vorn v.l.) von der SG Enthe Perleberg.
Waren beim Swim & Run Anfang März in Güstrow erstmals gemeinsam am Start: Jakob Wünsch, Christoph Runge, Robert Settgast, Martin Pingel (hintere Reihe v.l.) sowie Stephan und Manfred Krakow (vorn v.l.) von der SG Enthe Perleberg.

Sechsköpfige Perleberger Laufsportgemeinschaft hat sich dem Triathlon- und Ausdauersport verschrieben

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03. Mai 2019, 23:02 Uhr

Perleberg | Wenn sich am morgigen Sonntag die Teilnehmer des 29. Perleberger Rolandlaufes mit Start und Ziel am Tierpark ab 9.30 Uhr an der Startlinie versammeln, werden sicher auch die sechs aktiven Läufer der SG Enthe an vorderster Front zu finden sein. „Enthe wer?“ werden sich jetzt sicher viele Nichtkenner der Szenerie fragen. „Enthe steht für Enthusiasmus und Euphorie. Bei uns steht der Spaß am Sport und auch der vereinsinterne Wettkampf im Vordergrund“, erklärt mit Stephan Krakow einer der aktiven Läufer der im vergangenen Jahr gegründeten Perleberger Sportgemeinschaft, die sich dem Triathlon- und Ausdauersport verschrieben hat.

„Wir sind ja alles Perleberger, haben unseren Lebensmittelpunkt aber fast alle woanders gefunden. Uns war es aber wichtig, Perleberg und die Prignitz unter einem gemeinsamen Vereinsnamen bei den Wettkämpfen zu vertreten. So ist die Idee zur SG Enthe entstanden“, sagt Stephan Krakow, der seit einiger Zeit im niedersächsischen Stade beheimatet ist.

Wir, das sind neben dem Prignitzer Kreisrekordhalter über die Marathondistanz noch Vereinschef Christoph Runge (Hamburg), Robert Settgast (lebt bei Wismar), Martin Pingel und Jakob Wünsch (beide Berlin). Lediglich Stephans Vater Manfred Krakow als sechster Läufer der SG lebt noch in der Prignitzer Kreisstadt. Wenn schon räumlich getrennt, sollte zumindest eine sportliche Nähe hergestellt werden. „Enthe ist halt eine Sache unter Freunden und stärkt unser Gemeinschaftsgefühl“, nennt Stephan Krakow einen weiteren, simplen Grund der Vereinsgründung. „Wir sind überhaupt nicht auf Mitgliedergewinnung aus. Uns ist es eben wichtig, dass bei gemeinsamen Treffen in der Prignitz, wie etwa der Weihnachtsfeier im vergangenen Jahr, auch die Freundinnen, Lebenspartner oder die Familie mit dabei sind“, erklärt Krakow weiter.

Auch sportlich kann der 28-jährige dem Wettstreit unter dem gemeinsamen Vereinslogo viel abgewinnen. „Man trietzt und puscht sich gegenseitig nach vorn.“ So wie beim Swim & Run Anfang März in Güstrow. Hier waren die sechs Enthe-Sportler zum ersten Mal überhaupt nach ihrer Vereinsgründung gemeinsam am Start. Vordere Plätze gelangen dem Sextett beim Wettkampf mit 750m Schwimmen und 5km Laufen nicht. Dafür war die Konkurrenz aus Neubrandenburg und Rostock zu stark. Um die eigene Form zu überprüfen taugte der Duathlon aber allemal. Auch für Martin Pingel, der im Juli in Hamburg zum ersten Mal einen Ironman-Triathlon in Angriff nehmen will, war es eine willkommene Trainingseinheit.

Bei den beiden Krakows stimmt die Laufform bereits. Stephan wurde erst am vergangenen Wochenende beim 17. Spreewald-Marathon starker Gesamtzweiter (Zielzeit: 2:50h) und belegte Ende März beim Hamburger Halbmarathon durch das Alte Land in einer Zeit von 1:20:32h Platz vier. „Den Spreewald-Marathon hatte ich nach meiner sechswöchigen Erkältung zum Jahresanfang fast schon abgeschrieben. Beim Lauf im Alten Landen lief es aber ganz gut“, erklärt der stellvertretende Geschäftsleiter am Landgericht Stade.

Vater Manfred startete Anfang April beim stark besetzten 16. Haveluferlauf in Potsdam und belegte über 10 Kilometer den zweiten Platz. In der vergangenen Woche wurde der Senior des Enthe-Teams beim 38. Lychener-Seen-Lauf über 15,5km ebenfalls Zweiter in seiner Altersklasse M60. Auch Martin Pingel war nicht untätig. Er nutzte den 39. Berliner Halbmarathon als „Tempolauf mit sich steigernden Splits“. Am Ende belegte der Wahl-Berliner mit einer Nettozeit von 1:34:45h Gesamtplatz 1 911 unter 17 198 Finishern.

Am Sonntag gehen die sechs aktiven SG-Enthe-Läufer nun beim Rolandlauf über die verschiedenen Strecken an den Start. „Dieser Lauf ist für unsere Mitglieder immer etwas ganz besonderes, weil es schließlich unser ,Heimrennen‘ ist“, sagt Stepahn Krakow. Er und seine Mitstreiter wollen in diesem Jahr aber noch ein drittes Mal gemeinsam die Laufschuhe schnüren. Dann bei der Rostocker Marathon Nacht am 3. August.

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