DFB-Aktion : Emotionales Finale krönt Premiere

Tor für die Putlitzer Grundschüler in der Partie gegen das sich tapfer schlagende Mädchenteam der Wittenberger Jahnschule.  Fotos: Oliver Knoll (3)
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Tor für die Putlitzer Grundschüler in der Partie gegen das sich tapfer schlagende Mädchenteam der Wittenberger Jahnschule. Fotos: Oliver Knoll (3)

Rolandschule Perleberg gewinnt Turnier beim Fußballfest der Grundschulen am ersten Sepp Herberger-Tag in der Prignitz

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13. Februar 2014, 08:50 Uhr

Die Fußballschüler aus dem Kreis und das bestens funktionierende Organisationsteam um den Prignitzer Schulsportberater Frank Dannehl haben gestern in der Karstädter Löcknitzhalle dem „Sepp Herberger-Tag“, einer Aktion des Deutschen Fußballbundes (DFB), eine gelungene Premiere in der Prignitz beschert. Zwölf Mannschaften mit rund 120 Kindern der dritten bis sechsten Klasse spielten bei diesem „Fußballfest der Grundschulen“ – so lautet das Motto der Aktion – um den Sieg. Dieser ging an die Perleberger Rolandschule, die das spannende Finale gegen die Jahnschule Wittenberge I mit 1:0 gewann.

Im Spiel um Platz drei siegte die Grundschule Lanz mit 1:0 gegen die Grundschule IV Wittenberge. Der beste Spieler des Turniers wird Robin Blum von der Grundschule Lanz. Corven Tiedemann (Jahnschule Wittenberge) erhält die Auszeichnung als bester Torwart, Lukas Schulze vom Turniersieger Rolandschule Perleberg die als bester Torschütze.

In Zusammenarbeit mit den DFB-Landesverbänden veranstaltet die Sepp-Herberger-Stiftung bundesweit Fußballturniere für Grundschulen. Ziel ist es, möglichst viele Schülerinnen und Schüler in sportliche Bewegung zu bringen. Im vergangenen Jahr besuchte der Cheftrainer des Fußball Landesverbandes Brandenburg (flb), Detlev Wohlfahrt, das Turnier in der Prignitz und gab den Anstoß, diese Veranstaltung in die DFB-Aktion einzubetten. Das bedeutete für das Turnier: Zusätzlich die Abnahme des DFB-Fußballabzeichens, aber auch finanzielle Unterstützung durch den DFB. Zum Beispiel bei der Verpflegung der Teilnehmer.

„Ich bin zufrieden. Es läuft gut“, sagte Detlef Wohlfahrt. Den Landestrainer freute auch die Teilnahme einer reinen Mädchenmannschaft. Auch wenn das Team von der Wittenberger Jahnschule sportlich Lehrgeld zahlte. „Es noch keiner von heute auf morgen Weltmeister geworden. Die Teilnahme zählt“, erklärt Detlef Wohlfahrt. Und die Mädchen selbst? „Es macht Spaß“, erzählen Julia und Julie unisono. Erstgenannte Jahnschülerin findet übrigens „die Turnierspiele besser als die Technik-Übungen“.

Für das DFB-Abzeichen müssen unter anderem ein Dribbel-Kurs und eine Jonglierübung – hier schaffte Lukas Schulze 223 Kontakte –absolviert werden. Das alles geschieht sehr diszipliniert. Bei rund 120 Schülern nicht üblich. Der Fußballnachwuchs geht dafür in den Spielen auf dem Parkett aus sich hinaus. Oder direkt daneben. Beim Anfeuern einer anderen Mannschaft. Und es ist bemerkenswert, über was für ein Repertoire an Fangesängen die acht bis zwölfjährigen Nachwuchskicker verfügen.

Gelassen geht Frank Dannehl durch die Löcknitzhalle. Er kann sich nach anstrengender Vorbereitung heute auf sein Team verlassen. Apropos Vorbereitung: „Das Team der Grundschule Lanz hatte keinen so richtig fußballinteressierten Betreuer. Das habe ich Wolfgang Franek gefragt, ob er nicht die Schüler coachen will, weil einige seiner E-Junioren vom FSV Veritas dabei sind. Er hat sofort ja gesagt“, besorgte der Schulsportberater noch schnell einen Betreuer für die Lanzer Schüler.

„Insgesamt war es ein sehr gelungenes Turnier mit einem sehr emotionalen Finale und dem Sieg der Rolandschule. Ich mache diese Veranstaltung ja schon länger, aber diese war eine der besten. Danke an alle Helfer und vor allem an Jürgen Dobrinski, der die Fahrtkosten übernommen hat“, sagt Dannehl in seinem Fazit des ersten Sepp Herberger-Tages in der Prignitz.

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