Emotionaler Abschied

Der neue Empor/Grün-Rot-Vorsitzende Andreas Salewski (2. v. r.) und sein Stellvertreter Dirk Beier (2. v. l.) werden eingerahmt von den beiden Kassenwarten Klaus Gottwald (r.) und Christian Eymann.
Der neue Empor/Grün-Rot-Vorsitzende Andreas Salewski (2. v. r.) und sein Stellvertreter Dirk Beier (2. v. l.) werden eingerahmt von den beiden Kassenwarten Klaus Gottwald (r.) und Christian Eymann.

Gerhard Richter gibt nach 25 Jahren Vorsitz des SV Empor/Grün-Rot Wittenberge ab / Andreas Salewski zum Nachfolger gewählt

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17. Februar 2019, 23:10 Uhr

Andreas Salewski ist neuer Vorsitzender des SV Empor/Grün-Rot Wittenberge. Am Ende der rund dreistündigen, sehr emotionalen Mitgliederversammlung am Freitagabend im Foyer des Kultur- und Festspielhauses trat er die Nachfolge von Gerhard Richter, der nicht mehr kandidierte, an. Auch der stellvertretende Vorsitzende Waldemar Schall stellte sich nicht mehr zur Wahl. Dieses Amt übernimmt Dirk Beier. Wiedergewählt wurden die beiden Kassenwarte Klaus Gottwald und Christian Eymann.

Der Einladung zur Versammlung waren 44 der 309 Mitglieder gefolgt. Sie hörten dann das Bekenntnis von Gerhard Richter, nicht mehr zu kandidieren. Nach 30 Jahren im Vorstand, davon 25 Jahre als Vorsitzender. „Ihr wart dufte, es hat Spaß gemacht mit euch, aber irgendwann muss man mal die Entscheidung treffen“, sagte Richter in einer sehr emotionalen Rede. Er übergibt einen Verein, der sich nach seinen Worten „positiv entwickelt hat“ und dem es „finanziell glücklicherweise nicht schlecht geht“.

In der Amtszeit des Badmintonspielers Richter erfolgte der Zusammenschluss mit Grün-Rot Wittenberge sowie der Übertritt der Princess Cheerleader von Einheit Perleberg zum SV Empor/Grün-Rot. Im Jahr 1991 hatte der damalige SSV Empor 107 Mitglieder, heute sind es deren 309 in neun Abteilungen.

Finanziell, so Klaus Gottwald, decken sich Einnahmen und Ausgaben im Gesamtverein. Ein kleines Polster ist noch übrig. “Das gilt auch für die extra geführte Kasse der Tennisabteilung“, berichtete Christian Eymann. Große Sprünge sind finanziell nicht drin. Das war den Zahlen zu entnehmen.

Das führte dann auch zu Diskussionen bei der vorgeschlagenen Satzungsordnung. Demnach können in Vereinsämtern tätige Personen eine Aufwandsentschädigung bekommen. Es kam die Frage auf, woher denn dieses Geld kommt und wie hoch die Entschädigung sein soll. Doch der in Satzungsänderung stehende Zusatz „im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten“ beruhigte die Anwesenden. Die Änderung wurde mit einer Enthaltung beschlossen.

Einstimmig erfolgte die Entlastung des alten Vorstandes. Vor der Wahl des neuen Führungsgremiums zeichnete Birka Eschrich, Geschäftsführerin des Kreissportbundes (KSB), noch Yvonne und Waldemar Schall mit der KSB-Ehrennadel in Bronze aus. Gerhard Richter verteilte in einer seiner letzten Amtshandlungen die beim Sportabzeichentag des Vereins erlangten Sportabzeichen.

Bei den dann folgenden Neuwahlen erhielt Andreas Salewski 31 Ja-Stimmen, 13 Mitglieder stimmten mit nein oder enthielten sich. Damit ist Salewski, bislang Sportwart im Club und immer noch in der Badminton-Abteilung als Übungsleiter unterwegs, neuer Vorsitzender des SV Empor/Grün-Rot.

Sein Stellvertreter ist Dirk Beier, dessen Tochter bei den Cheerleadern aktiv ist. Beier selbst bringt als früheres Mitglied in einem Schweriner Ringerverein Erfahrungen in der Vorstandarbeit mit. Er setzte sich in der Abstimmung um die Position gegen Mario Wiczenko durch. Einstimmig wiedergewählt wurden Klaus Gottwald als erster und Christian Eymann als zweiter Kassenwart.

Dem erweiterten Vorstand gehören Anita Kochnowski, Annelore Brandt (Kassenprüferinnen), Kerstin Michalski (Frauenwart), Reiner Schwarz (Pressewart) und Peggy Fölkel (Jugendwart) an. Das Amt des Schriftführers und des Sportwartes sind noch vakant.

Dafür gibt es ein neues Ehrenmitglied. Dieser von den Vereinsmitgliedern für Gerhard Richter gestellte Antrag wurde einstimmig angenommen. Zusätzlich erhielt Richter eine Urkunde, die ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannte.

Gleich das Blaue vom Himmel holen will Andreas Salewski in seiner neuen Funktion nicht. Vielmehr in kleineren Schritten vorgehen. „Wir haben noch viele Baustellen und müssen noch vieles organisieren“, sagte er in seiner kurzen Antrittsrede. Als Beispiele nannte er die Vereinfachung der Interseite und die Verbesserung der zuletzt kritisierten Kommunikation – die Terminabsprache – im Verein.

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