Fussball : Emotionaler Abschied für Franek

Mit dem Gewinn des Vize-Landesmeistertitels ging für Wolfgang Franek (l.) und seine Jungs eine gemeinsame Erfolgsgeschichte zu Ende.
Foto:
Mit dem Gewinn des Vize-Landesmeistertitels ging für Wolfgang Franek (l.) und seine Jungs eine gemeinsame Erfolgsgeschichte zu Ende.

D-Junioren vom SSV Einheit Perleberg schenken ihrem scheidenden Trainer zum Abschluss den Vize-Landesmeistertitel

von
28. Juni 2016, 06:22 Uhr

Zum Abschluss ihrer sechsjährigen, äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit haben sich die D-Junioren vom SSV Einheit Perleberg mit ihrem scheidenden Trainer Wolfgang Franek den Vize-Landesmeistertitel gesichert. Beim Endrundenturnier der besten acht Brandenburger Teams am Samstag in Stahnsdorf mussten sich die Perleberger, amtierender Hallenlandesmeister und unter dem Dach vom FSV Veritas Wittenberge/Breese bereits Landesmeister 2014 bei den E-Junioren, erst im Finale dem FSV Glückauf Brieske/Senftenberg mit 0:1 geschlagen geben. „Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass wir hier Zweiter werden. Bei diesem ausgeglichenen Teilnehmerfeld war das schon überraschend”, gestand Wolfgang Franek. Für den 72-Jährigen Wittenberger endete mit der Landesmeisterschaft auch die Tätigkeit mit „seinen” Jungs. Denn mit Beginn der neuen Saison trainieren und spielen sie nun fest beim SSV Einheit in Perleberg, von dem sie in den vergangenen zwei Jahren nur das Landesliga-Startrecht wahrnahmen.

Mit Grün-Weiss Brieselang und dem FC Straußberg trafen die Prignitzer in ihrer Gruppe auf zwei Staffelsieger der abelaufenen Saison. Dazu gesellte sich der SV Dallgow 47, der in der Landesliga West Platz 2 belegt hatte. Gegen Brieselang hieß es am Ende 0:0, obwohl der SSV in den 15 Minuten Spielzeit die besseren Chancen hatten. „Das war schon ein vorentscheidendes Spiel”, so Franek. Auch gegen die äußerst defensiv eingestellten Dallgower blieb es torlos. Gegen Straußberg gelang dem SSV durch ein Tor von Robin Blum ein 1:0-Sieg und der Halbfinaleinzug.

Da Brieselang in der Gruppe mit identischem Punkt- und Torverhältnis abschloss, musste ein Neunmeterschießen über den Gruppensieg entscheiden. Die Randberliner mit ihrem Sportschultorwart hatten die besseren Nervenund holten sich den Staffelsieg. So mussten die Prignitzer im Halbfinale gegen den anderen Gruppenersten, dem SV Babelsberg 03 antreten. „Die Babelsberger waren mit Abstand das körperlich und spielerisch beste Team der Endrunde”, fand Wolfgang Franek. Doch gegen den Favoriten hielten seine Eleven dagegen. Die Abwehr um Hannes Kirbach, Oliver Blum und Gino Storbeck ließen keinen erfolgreichen Torabschluss zu. „Es war eine reine Abwehrschlacht. Unser Torwart Jannis Peukert ist über sich hinaus gewachsen. Dann gab es Sekunden vor Spielende einen Eckball für die Prignitzer. Den von Mika Dzikus getretenen Ball versenkte Len Koch volley zum 1:0 – Finale! Gegner war der amtierenden Landespokal-Sieger, FSV Glückauf Brieske-Senftenberg.

Im Endspiel gingen den Prignitzern bei hochsommerlichen Temperaturen „langsam die Kräfte aus” (Franek). Am Ende sorgte ein Missverständnis in der Einheit-Hintermannschaft für den 1:0-Erfolg der Lausitzer. Dies trübte nur kurzzeitig die Freude, am Ende wurde der hervorragende Vizelandesmeister-Titel mit dem nitgereisten Anhängern mit Konfetti und Pauken und Trompeten gebührend gefeiert.


Nach 40 Jahren in den Ruhestand


Während das Team in der kommenden Saison zu den C-Junioren in die Landesklasse wechselt, ist für Wolfgang Franek nach 40 Jahren als Trainer endgültig Schluss. „Ich habe mich bei den Jungs für sechs sehr erfolgreiche Jahre mit vielen Titeln bedankt und ihnen für ihren weiteren Weg viel Erfolg gewünscht. Für mich war das sehr emotional. Ich war doch mit den Jungs ziemlich verwachsen”, gesteht Wolfgang Franek.

„Sollten die Jungs so erfolgreich bleiben, wird auch in Zukunft ein Teil des Triumphes immer ihrem beliebten Herrn Franek gebühren, der jeden Spieler ganz individuell formte und und zum Erfolgskicker machte. Vor allem aber, der ein Team aus den Jungen machte, das gerade durch den Mannschaftsgedanken so erfolgreich sein konnte”, dankte Nadine Dzikus dem Coach im Namen der Eltern.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen