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Fussball : Einheit zeigt zwei Gesichter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Perleberger Fußballer überwintern in der Landesliga Nord auf einem Nichtabstiegsplatz

svz.de von
erstellt am 05.Feb.2016 | 20:15 Uhr

Die Floskel, dass die zweite Saison nach dem Aufstieg in die höhere Spielklasse schwerer wird, trifft durchaus auf die in der Landesliga Nord spielenden Fußballer des SSV Einheit Perleberg zu. Nach Abschluss der Hinserie belegen die Rolandstädter mit 16 Punkten (5 Siege, 1 Unentschieden, 9 Niederlagen) und 22:28 Toren Tabellenplatz 14, liegen damit fünf Punkte vor den Abstiegsrängen. Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison hatte der damalige Liganeuling schon 20 Punkte auf der Habenseite, rettete sich nach einer verkorksten Rückrunde (8) dann aber gerade noch auf einem Nichtabstiegsplatz.

„Wir haben in der Hinrunde zwei Gesichter gezeigt“ zieht André Schutta, der das Traineramt bei Einheit vor Saisonbeginn gleichberechtigt mit Bodo Mönke von Aufstiegscoach Frank Plokarz übernommen hatte, eine erste Bilanz. Dem guten Saisonbeginn, „wo wir gut gepunktet haben“, folgte zwischen dem 9. und 14. Spieltag eine Niederlagenserie. „Nach der doch schwierigen Vorbereitung hätten es unterm Strich sicher ein paar Punkte mehr sein können.“ Schutta denkt da unter anderem an die 0:1-Heimpleite gegen Mitabstiegskonkurrent Michendorf. „Da haben wir eine unserer besten Saisonleistungen gezeigt, uns aber nicht belohnt.“

Punktverluste wie diese schob der Coach individuellen Schnitzern in der Abwehrarbeit sowie der dünnen Personaldecke zu. Berufs- oder verletzungsbedingte Ausfälle wie von William Richart (Kreuzband) „können wir auf Dauer nicht kompensieren“, weiß auch André Schutta, der auf Grund des zeitweiligen Spielermangels selbst dreimal die Töppen schnüren musste. Die meisten Einsätze für Einheit in der Hinrunde absolvierten Veit Gerigk (15) sowie Kevin Torster, Martin Behrend und Björn Bauersfeld (je 14).

Als absolut positiv sieht der Einheit-Trainer die Umsetzung des neu eingeführten Spielsystems mit Viererkette durch seine Spieler. Obwohl Schutta den Begriff Viererkette nicht auf die Goldwaage legen will. „Bei uns arbeiten alle gegen den Ball.“ Und die Systemumstellung gab dem Trainerduo recht. „Wir haben viel weniger Gegentore als noch in der Vorsaison kassiert.“ Ausnahmen waren da die beiden 0:5-Niederlagen bei Union Klosterfelde und im Heimspiel gegen Velten. Dem gegenüber standen aber auch ein 5:1 daheim gegen den SV Babelsberg 03 II und das 4:0 bei den Falkenthaler Füchsen.

Trotzdem sieht der frühere Perleberger Spielgestalter noch Nachholbedarf im Offensivspiel. Seiner Meinung nach fehle dem Team oftmals die nötige Durchschlagskraft, obwohl mit Lukasz Polak ein mit vielen Vorschusslorbeeren bedachter Torjäger in der Sommerpause zu Einheit gewechselt war. „Poldi brauchte seine Anlaufzeit“, verteidigt Schutta den Polen. Und der zahlte das Vertrauen zurück, erzielte in seinen bisher 13 Spielen acht Treffer. Zweitbester Torschütze war Björn Bauersfeld (6). „Baui ist die positive Überraschung. Er hat seine neue Rolle im rechten Mittelfeld sehr gut angenommen“, sagt Schutta.

In der Rückrunde wollen die Perleberger ihr Saisonziel „Klassenerhalt“ so früh wie möglich perfekt machen. „Wichtig sind die ersten drei Spiele und das wir von Verletzungen verschont bleiben“, weiß der Einheit-Trainer, dem mit Neuzugang Ben Uwe Meinhardt (Karstädt), den Syrern Tarek Ibrahim und Omar Baghder sowie Rückkehrer Matthias Steffen (Schutta: „Er will sich wieder voll einbringen.“) vier weitere Alternativen zur Verfügung stehen.

Nach dem ersten Testspiel gegen Tangermünde (2:2) spielt der SSV Einheit in der Vorbereitung daheim noch gegen Kreisoberligist Reckenziner SV (heute) und das sachsen-anhaltinische Landesklasseteam Medizin Uchtspringe (13. Februar/jeweils 14 Uhr), ehe mit den Auswärtsspielen beim FC Schwedt (20. Februar/14 Uhr) und BSC Rathenow (27. Februar/15 Uhr) wieder der Ligaalltag beginnt. Das erste Heimspiel bestreiten die Perleberger am 5. März (14 Uhr) gegen den derzeitigen Spitzenreiter TSG Einheit Bernau.  

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