Kreispokalfinale Fußball : Einheit-Team ohne Chance

Die Einheit-Abwehr um Valerija Gromova (2. v. l.) und Torhüterin Gina Sophie Hahn (r.) hatte im Finale viel zu tun.  Fotos: Oliver Knoll (3)
Die Einheit-Abwehr um Valerija Gromova (2. v. l.) und Torhüterin Gina Sophie Hahn (r.) hatte im Finale viel zu tun. Fotos: Oliver Knoll (3)

Stark ersatzgeschwächte Perlebergerinnen wehren sich beim 0:11 im Pokalfinale gegen Röbel-Müritz aber tapfer

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07. Juli 2019, 23:54 Uhr

Das Kreispokalfinale der Fußballerinnen von Prignitz/Ruppin war eine eindeutige Angelegenheit. Der PSV Röbel-Müritz gewann auf dem Sportplatz in Sieversdorf gegen den SSV Einheit Perleberg mit 11:0 (3:0) und holte nach der Kreismeisterschaft auch den Cup nach Mecklenburg-Vorpommern.

Von Beginn an waren die Kräfteverhältnisse der vor rund 250 Zuschauern im Rahmen der Ehrungsveranstaltung des Fußballkreises Prignitz/Ruppin ausgetragenen Partie geklärt. Der stark ersatzgeschwächte – mit den verletzten Karolin Torster und Isabel Kappler sowie der gesperrten Nicole Spitzer fehlten drei Stützen – Titelverteidiger aus Perleberg traf auf das in Besetzung angetretene Röbel-Team . Dennoch kämpften die Einheit-Frauen tapfer, gerieten aber mit zunehmender Spieldauer ins Hintertreffen. Das 0:3 zur Pause war die Folge.

Nach dem Wechsel ging Röbel weiter auf Torejagd. Und die Perlebergerinnen traf es noch härter. Tanja Bruhns schied ebenso verletzt aus wie später Torhüterin Gina Sophie Hahn. Für sie ging Trainerin Ramona Bahl zwischen die Pfosten. Die Partie war entschieden, zu überlegen agierte der PSV. Aber Einheit gab auch beim Stand von 0:9 nicht auf, wollte unbedingt den verdienten Ehrentreffer. Den verpassten Valerija Gromova, Julia Luft und Nadja Bahl in der Schlussphase nur knapp. Dann machte Röbel das Resultat zweistellig.

„Wir haben verdient gewonnen“, sagte der Röbeler Trainer Paul Frahm. Auf die Frage wie es ist, als Mecklenburger Team einen Kreispokal in Brandenburg zu gewinnen, antwortete er: „Vielleicht ist es für euch als Brandenburger etwas demütigend, dass wir jetzt das Double geholt haben. Aber wir spielen gern bei euch im Kreis Prignitz/Ruppin.“

Auch Einheit-Trainerin Ramona Bahl erkannte den PSV-Sieg als „verdient“ an. „Aber ich bin stolz auf unsere Mannschaft. Weil wir das Finale überhaupt erreichten und in der Meisterschaft Platz zwei belegten. Und im Finale haben wir selbst bei dem großen Rückstand nie aufgegeben“, fügte sie hinzu.

Eine Szene trübte das ansonsten faire Endspiel: Das mehr als unsportliche Verhalten der Röbeler Fans, die die doch schwerer verletzt auf dem Rasen liegende Gina Sophie Hahn mit hämischen „Auf Wiedersehen“-Rufen bedachten. Das war sogar den PSV-Spielerinnen peinlich.



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