Fussball : Einheit entthront Seriensieger ESV

Einen Schritt schneller am Ball ist hier die ESVerin Anja Baumgart (M.) gegen die Perlebergerin Laura Meseck.
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Einen Schritt schneller am Ball ist hier die ESVerin Anja Baumgart (M.) gegen die Perlebergerin Laura Meseck.

Perleberger Fußballfrauen gewinnen Pokalfinale gegen Wittenberge 3:1 (0:0)

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29. Juni 2015, 03:34 Uhr

Der erste Pokalwettbewerb der Frauen im neuen Fußballkreis Prignitz/Ruppin (FKPR) endete mit einer Überraschung. Der SSV Einheit Perleberg gewann das im Rahmen der FKPR-Auszeichnungsveranstaltung in Langen ausgetragene Finale vor 100 Zuschauern gegen Titelverteidiger ESV Wittenberge nicht unverdient mit 3:1 (0:0).

Die Perlebergerinnen, von ihren Fans über die gesamten 70 Minuten lautstark unterstützt, waren diesmal das effektivere Team. Mit ein klein wenig Glück und einer guten Torhüterin Karolin Torster, die nach einem Kreuzbandriss ihr Comeback feierte, hielten die Einheit-Frauen bis zur Pause ein 0:0. Bis dahin war der ESV die etwas bessere von zwei recht nervösen Mannschaften und hatte mehr und die auch die klareren Gelegenheiten. Sechs Chancen der Wittenbergerinnen stand eine des Einheit-Teams gegenüber.

Als dann ESV-Spielführerin Marlene Knoll fünf Minuten nach der Pause das 1:0 für ihre Farben erzielte, schien das Spiel den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch die Mannschaft des Trainergespanns Marian Teske/Torsten Hampel kam zurück. Nach einer scharf hereingegebenen Ecke traf Einheit-Spielführerin Laura Meseck (49.) zum 1:1.

Während der Titelverteidiger sofort versuchte, wieder in Führung zu gehen, setzte Perleberg auf Konter. Immer wieder klärte Isabel Kappler mit wuchtigen Befreiungsschlägen. Und zwei davon erreichten über Umwege Gina-Sophie Hahn (53.) und Nadja Bahl (65.), die die Nerven behielten und ihr Team zum Pokalsieg schossen.

„Wir haben nicht unbedingt damit gerechnet, aber nach dem 1:1 schon etwas mehr auf den Sieg gehofft“, sagte Einheit-Spielführerin Laura Meseck. Große Freude herrschte im Perleberger Lager vor allem darüber, dass die Mannschaft nach dem Rückstand nicht aufgab und wiederkam.

Anders die Gemütslage beim Kreismeister. „Ich kann noch gar nicht nachvollziehen was gerade passiert“, erklärte ESV-Trainer Michael Jahns. Für seine Frauen war es die erste Pflichtspielniederlage gegen ein Prignitzer Team seit dem 7. Mai 2011. Damals gab es ein 2:3 im Pokalfinale gegen den Pritzwalker FHV. Auch der ESV-Vorsitzende Armin Gutsche war etwas traurig: „Es ist schon schade, wenn du zunächst so überlegen bist und dann noch verlierst.“ Aber auch er erkannte den Einheit-Sieg als verdient an.

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