Boxen : Eine Legende feiert Geburtstag

Stets beliebt bei ehemaligen Schützlingen und in Boxerkreisen allgemein: Manfred Wittkowski (M.) mit Richard Nowakowski (l.) und Jochen Bachfeld auf einer Sportgala in Pritzwalk.
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Stets beliebt bei ehemaligen Schützlingen und in Boxerkreisen allgemein: Manfred Wittkowski (M.) mit Richard Nowakowski (l.) und Jochen Bachfeld auf einer Sportgala in Pritzwalk.

Boxer, Trainer und Förderer des Sports – Manfred Wittkowski wird heute 80 Jahre

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20. Juni 2016, 23:57 Uhr

Er bestritt 158 Boxkämpfe, gewann davon 135, stieg für die DDR-Nationalmannschaft in den Ring und arbeitete später 26 Jahre als Trainer der Wittenberger Boxer. Nach der sportlichen Laufbahn kümmerte er sich um Pokale, war und ist dabei stets ein großzügiger Förderer der Prignitzer Sportvereine: Manfred Wittkowski feiert heute seinen 80. Geburtstag.

Nach dem 2. Weltkrieg animierte ein sowjetischer Boxer-Film in Wittenberge Kinder und Jugendliche, sich dieser Sportart zu verschreiben. Darunter auch der junge Manfred Wittkowski. Ein leerstehendes Haus diente als Trainingsstätte, Maisbirne, Sandsack und andere Geräte wurden selbst gebastelt. Ein Glücksfall für die jungen Kämpfer war die Heimkehr von Karl-Heinz Lüdtke – auch Charly genannt – aus der Kriegsgefangenschaft. Der frühere Boxer Lüdtke vermittelte den jungen Wittenbergern sein Wissen. Die Erfolge stellten sich bald ein. Manfred Wittkowski wurde drei mal in Folge Jugendlandesmeister von Brandenburg.

Dann, Wittenberge war dem Bezirk Schwerin zugeordnet, holte „Manni“ im Jahr 1954 den DDR-Juniorenmeistertitel. Als Junior besiegte Wittkowski den späteren Olympiasieger Wolfgang Behrendt zwei mal. Beide verbindet heute noch eine Freundschaft.

Ab 1955 bestritt der Kämpfer der BSG Chemie Wittenberge 13 Länderkämpfe für die DDR-Auswahl. Höhepunkt seiner Laufbahn war die Nominierung für die EM 1955 in Berlin-West. Doch auf Beschluss des Boxverbandes der DDR fanden BSG-Athleten für große internationale Wettkämpfe keine Berücksichtigung mehr. Aber ein Wechsel zum TSC Berlin kam für Wittkowski nicht in Frage.

Im Jahr 1956 gewann Manfred Wittkowski den DDR-Ttitel der SV Chemie. Bereits 1960 erwarb er die Trainer-Lizenz für Boxen in der DDR. Von 1963 bis 1990 war er Cheftrainer der BSG CM Veritas Wittenberge. Dank seiner guten Arbeit wurden allein 18 junge Sportler zum TSC Berlin delegiert Darunter Namen wie Kurt Bollow oder Willi und Otto Ramin. Bekannt auch Heiko Schwarz sowie die Brüder Rüdiger und Mike Balzuweit.

Bekannt ist Manfred Wittkowski auch durch sein Engagement für den Sport. So manch einer der von ihm mit Akribie bearbeiten Pokale landete als Geschenk bei den Vereinen. Wer dem Träger des Lebenswerk-Preises des Prignitzer Sports heute gratulieren will, muss sich gedulden. In seiner bescheidenen Art mag Manni Trubel um seine Person nämlich gar nicht...und hat den „Geburtstags-Boxring“ gegen eine Reise eingetauscht.

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