Seedorfer Kegler : Eine Heimpleite zur falschen Zeit

Frank Wilke (l.) und der gegen Oldenburg/Holstein die Tagesbestleistung schiebenden Hans Fulczynski haben mit dem SVL Seedorf nur noch geringe Chancen auf den Kampf um die Medaillen.
Frank Wilke (l.) und der gegen Oldenburg/Holstein die Tagesbestleistung schiebenden Hans Fulczynski haben mit dem SVL Seedorf nur noch geringe Chancen auf den Kampf um die Medaillen.

Seedorfer Kegler müssen nach 0:3-Niederlage gegen Oldenburg/H. gehörig um den Einzug in die Meisterrunde bangen

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27. November 2019, 03:01 Uhr

Die Bohlekegler vom SVL Seedorf 1919 müssen in der 1. Bundesliga Staffel 1 wieder ganz stark um den Einzug in die Meisterrunde bangen. Nach der 5342:5422 (0:3/27:51)-Niederlage am Samstag beim KSK Rivalen Hannover kassierten die Männer vom Löcknitzstrand tags darauf eine überraschende 5381:5385 (0:3/37:41)-Heimpleite gegen den KSK Oldenburg/Holstein. Statt als Spitzenreiter in die mehrwöchige Weihnachtspause zu gehen, fielen die Prignitzer (13:11 Punkte) durch die beiden Niederlagen in der Tabelle hinter Hannover und Oldenburg (beide 14:10) auf Rang drei zurück.

SVL-Mannschaftsleiter Frank Wilke suchte nach den Pleiten am vierten Doppelspieltag der Saison nach Erklärungen. Vor allem die Heimklatsche gegen Oldenburg/Holstein nagte sichtlich an der Gemütslage des 53-Jährigen. „Ein Desaster. Damit haben wir eine ganze Saison regelrecht weggeschmissen“, lautete seine ernüchternde Bilanz. „Ich versteh das selbst nicht. Die Heimniederlage war überhaupt nicht abzusehen. Bis zu diesem Spiel haben wir eine tolle Saison gespielt“, so Wilke. Nun droht den Seedorfern, die Anfang des kommendes Jahres noch bei Serienmeister Kiel und in Oldenburg/H. antreten müssen, statt der Meisterrunde der besten vier Teams aus jeder Staffel sogar nur die Abstiegsrunde, in der die auf Rang fünf und sechs landenden Mannschaften der Vorrunden die Absteiger ermitteln.

„Gegen Hannover waren wir näher dran am Zusatzpunkt, als es das Ergebnis letztendlich aussagt. Es war ein tolles Spiel von uns“, sagte Wilke, der da noch nicht ahnte, dass es am Folgetag statt eines nachträglichen Geburtstagsgeschenks für ihn, eine ordentliche „Watschen“ gab. Denn bis auf den mit 928 Holz Tagesbestleistung schiebenden Hans Fulczynski (12 Einzelwertungspunkte) und Norbert Witzel (913/10)) hatten die anderen vier Seedorfer mehr oder minder mit sich und der Bahn zu kämpfen. Bezeichnend war, dass der bis dahin Führende der Einzelwertung in der Staffel 1, Mathias Metzdorf, für ihn völlig indiskutable 884 Holz (4) in die Ergebnisliste brachte. Auch Frank Wilke (894/6) und Mathias Borchert (884/3) kamen nicht annähernd an ihre Trainingsleistungen heran und auch der ins Team gerückte Erich Freitag (883/2) konnte nicht über sich hinauswachsen. Bei den Gästen knackten mit Marc Stender (914/11) und der Schlussachse Lars Boller (908/9) und Jan Haagen (903/8) gleich drei Akteure die 900er Marke.

So gab es in der gut besuchten Seedorfer Kegelhalle nach der Partie meist nur lange Gesichter. „Die Fans haben uns gut unterstützt. Leider hat es uns nicht geholfen“, entschuldigte sich Wilke, der nach dem Rückschlag mit Blick auf die Zukunft versprach: „Wir werden wieder aufstehen.“

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