Handball : Einbruch nach der Pause

Nicht oft kamen die PHC-Spieler gegen die Eberswalder Abwehr so frei zum Wurf wie hier der zweifache Wittenberger Torschütze Christian Walenciak (M.).
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Nicht oft kamen die PHC-Spieler gegen die Eberswalder Abwehr so frei zum Wurf wie hier der zweifache Wittenberger Torschütze Christian Walenciak (M.).

Wittenberger Handballer verlieren 26:31 (15:13) gegen Oberliga-Absteiger 1. SV Eberswalde

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28. September 2015, 00:39 Uhr

Die Handballer des PHC Wittenberge haben ihre erste Saisonniederlage kassiert. Sie verloren ihr Brandenburgliga-Heimspiel in der gut gefüllten OSZ-Halle gegen den 1. SV Eberswalde nach schwachen 20 Minuten mit nur vier Toren in der zweiten Halbzeit mit 26:31 (15:13). Neuer Tabellenführer ist der MTV 1860 Altlandsberg II nach dem 27:24-Erfolg gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst.

Dabei sah es nach den ersten 30 Minuten für die Gastgeber nicht schlecht aus. Ohne Irek Kaczmarczyk, Tobias Jüchert und Mathias Richter hatten sie sich nach ein paar kleinen Anfangsschwierigkeiten und der Manndeckung für David Krabbe ganz gut auf den Gegner eingestellt und lagen zur Pause knapp vorn. „Bis dahin haben wir unser Ding durchgezogen“, sagte auch PHC-Trainer Marcin Feliks.

Nach dem Wechsel bot sich dann ein ganz anderes Bild. Eberswalde hatte umgestellt. Das hatte Folgen: Die Wittenberger kamen im Angriff nicht mehr zum Zuge. Ganze vier Treffer gelangen in den ersten 21 Minuten der zweiten Hälfte. Und auch die Abwehr der Hausherren hatte große Schwierigkeiten. „Wir hatten Probleme mit dem quirligen Eberswalder Kreisläufer. Das war der Schlüssel zum Sieg der Gäste“, erklärte Marcin Feliks.

Nur einmal gab es einen kurzen Hoffnungsschimmer. In einer Partie mit sehr vielen Zeitstrafen und drei Roten Karten – darunter eine für PHC-Torwart Stephan Neutmann – verkürzten die Wittenberger während einer 6:3-Überzahl von 16:20 auf 19:20. Doch diese zarte Hoffnung auf eine Wende erstickten die Eberswalder sofort. Beim 19:27 (52.) war mehr als eine Vorentscheidung gefallen.

Der PHC-Trainer war enttäuscht, aber nicht deprimiert. „Wir sind nicht auf dem Boden der Tatsachen angekommen, das wäre zu hart. Aber wir wissen jetzt, dass wir an der Abwehr arbeiten müssen. Dazu haben wir diesmal zu viele technische Fehler gemacht“, meinte Marcin Feliks.


Irek Kaczmarczyk schmerzlich vermisst


Um dann nach einem Start mit 4:2 Punkten nach drei Spieltagen mit Recht darauf hinzuweisen, dass der Gegner alles andere als eine Laufkundschaft ist: „Eberswalde ist Oberliga-Absteiger und hat nach einem Start mit 0:4 Punkten alles auf eine Karte gesetzt.“ Und das gegen einen PHC, bei dem Irek Kaczmarczyk – der mit gebrochener Hand Marcin Feliks auf der Bank unterstützte – als zweiter Kopf des Teams neben Martin Hückel schmerzlich vermisst wurde.

Auf der anderen Seite feierten die Eberswalder lautstark ihren ersten Saisonsieg mit den mitgereisten Fans. Für einen SV-Spieler war es eine eine besondere Partie: Sebastian Baron trug zum vorerst letzten Mal das Eberswalder Trikot. Ihn zieht es berufsbedingt nach Frankfurt (Main).

Nicht nach Frankfurt, sondern nach Oranienburg geht es für den PHC am kommenden Spieltag. Nach einer einwöchigen Pause sind die Wittenberger dann zu Gast bei der Reserve des OHC. Der Aufsteiger ist mit zwei Siegen in die Saison gestartet.  

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