Ehrung mit olympischem Glanz

Geehrte und Gäste der 12. RWK-Sportlerehrung auf der Alten Ölmühle in Wittenberge beim gemeinsamen Gruppenbild.
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Geehrte und Gäste der 12. RWK-Sportlerehrung auf der Alten Ölmühle in Wittenberge beim gemeinsamen Gruppenbild.

Regionaler Wachstumskern Prignitz zeichnet Sportler aus Perleberg, Karstädt und Wittenberge aus

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04. März 2019, 04:00 Uhr

Der Sport in der Prignitz kann auf seine Vielfältigkeit und vor allem auf seine große Anzahl an Talenten stolz sein. Das machte die stimmungsvolle Festveranstaltung gestern Vormittag im Speicher des Hotels „Alte Ölmühle“ in Wittenberge deutlich. Der Regionale Wachstumskern (RWK) Prignitz dankte so seinen erfolgreichsten Sportlern und engagierten Ehrenamtlern für ihre Leistungen im vergangenen Jahr. Vielfach schrieben sich die Geehrten in die Ehrenbücher der Kommunen ein.

Die Bürgermeister Annett Jura (Perleberg), Oliver Hermann (Wittenberge) sowie Udo Staeck (Karstädt) hatten bei der 12. Auflage der Ehrung ein großes Programm zu bewältigen. Unterstützt wurden sie dabei vom Ehrengast Franziska John. Die Kanu-Olympiasiegerin von London 2012 im Kajak-Zweier ist vielen bekannt unter ihrem Mädchennamen Franziska Weber. Im Oktober des vergangenen Jahres heiratete sie den ehemaligen Weltklasse-Kanuten Peter John. Gestern stand sie Moderator Knut Tonagel im Interview Rede und Antwort.

Die Potsdamerin erzählte von ihrem unverhofften WM-Titel auf der nicht olympischen 200m-Strecke im Kajak-Zweier in Portugal im Sommer 2018. Ihre Partnerin Tina Dietze war längere Zeit verletzt, Franziska John selbst wollte sich etwas intensiver ihrem Studium (Bauingenieurwesen) widmen. So startete das Duo mit Trainingsrückstand und gewann bei der Weltmeisterschaft die Goldmedaille.

Generell findet Franziska John es schwer, den „Leuten im Winter zu verkaufen, dass Kanu Sport macht“ und spielte somit auf die dann zum Teil ungemütlichen Witterungsverhältnisse an. „Aber jetzt kommt bald der Sommer. Und da möchte ich mit keiner anderen Sportart tauschen“, lautete ihr klares Bekenntnis zum Kanusport.

Der mitunter auch für skurile, aber auch sehr schöne Momente sorgt. Franziska John, deren großes Ziel die Olympischen Spiele 2020 in Japan sind , war vor kurzem mit der Nationalmannschaft von einem Trainingslager aus Florida (USA) zurückgekehrt. „Das machen wir seit Jahren. Früher haben wir auf einem Fluss trainiert. Dort schwammen Alligatoren. Und das ein oder andere Tier hat dann schon mal das Paddel abbekommen. Da wurde einem mulmig. Nach dem Wechsel in ein anderes Quartier trainieren wir jetzt auf einem großen See. Um uns herum schwimmen dort jetzt Delphine“ erzählte sie.

Vom Ehrengast zurück zu den Hauptpersonen der gestrigen Veranstaltung. Zu den Prignitzer Sportlern. An diese richtete der Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann einen großen Dank. „Sport treiben hat viele Vorteile. Und es ist eine gute Entscheidung, die sie getroffen haben. Nach einem Schul- oder Arbeitstag dann später noch zum Training, das ist schon toll“, lobte er die Athleten und wies darauf hin, dass „dieser Dank nicht nur von den Politikern und der Verwaltung, sondern vor der gesamten Bürgerschaft der drei Städte“ kommt.

Was wären die Sportler ohne ihre Trainer oder Funktionäre. Das stellte Moderator Knut Tonagel in diesem Zusammenhang noch einmal klar und wies auch auf die Unterstützung des Sports in der Prignitz durch die Sponsoren hin.

Eine nette Geste hatte sich auch der SSV Einheit Perleberg einfallen lassen. Zusätzlich zu ihrer Auszeichnung als Leichtathletik-Trainerin durch den RWK erhielt Patrizia Lange vom Verein noch einen großen Blumenstrauß. Apropos Leichtathletik. Die Aktiven dieser Sportart stellten die Mehrzahl der gestern ausgezeichneten Sportler und Funktionäre. Aber der Blick auf die Ehrentafel belegt auch, dass die Bandbreite des Prignitzer Sports sehr groß ist.

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