Fussball : Duo regt Förderverein an

Die Kreisauswahlteams (hier beim Turnier in Karstädt) messen ihre Kräfte nur an zwei oder drei Terminen pro Saison, ein Jugendförderverein könnte am regulären Spielbetrieb teilnehmen.
Die Kreisauswahlteams (hier beim Turnier in Karstädt) messen ihre Kräfte nur an zwei oder drei Terminen pro Saison, ein Jugendförderverein könnte am regulären Spielbetrieb teilnehmen.

Stefan Prüfer und Frank Dannehl laden 15 Prignitzer Fußballvereine zur Informationsveranstaltung

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07. März 2015, 10:15 Uhr

In den vergangenen Jahren wurden in der Prignitz in einigen Sportarten unterschiedliche Versuche gestartet, die vorhandenen Kräfte zu bündeln. Bislang blieb es beim Versuch. Jetzt unternehmen zwei Fußballtrainer – angeregt durch Debatten in den sozialen Netzwerken – einen neuen Vorstoß. Stefan Prüfer, Trainer der einzigen Prignitzer Nachwuchsmannschaft in der Brandenburgliga und Futsal-Landesmeister der C-Junioren, und DFB-Stützpunkttrainer Frank Dannehl wollen auf einer Informationsveranstaltung am kommenden Mittwoch (11. März) um 19 Uhr im Clubraum des SSV Einheit Perleberg, im Jahnsportpark das Modell eines Jugendfördervereins zur Diskussion stellen. Dazu haben sie 15 Fußballvereine eingeladen.

„Wir wünschen uns, dass möglichst viele Nachwuchstrainer und Verantwortliche aus den Vereinen an diesem Abend den Weg zu uns finden, wenn wir in Perleberg ohne Vorbehalte gemeinsam und unabhängig vom Fußballkreis, nach einer zukunftssicheren Lösung für unsere Kinder und Jugendlichen suchen“, informierte Prüfer. Die Resonanz auf diese Einladung – so erfuhr der „Prignitzer“ – war allerdings bislang gering.

Stefan Prüfer hat in mehreren Prignitzer Sportvereinen seit Jahren positive Entwicklungen beobachtet. „ Nun wird es Zeit, die Kräfte zu bündeln, um die Qualität der Ausbildung talentierter Kinder weiter zu steigern“, erklärt der Coach, der gern die Talente dauerhaft in der Prignitz halten möchte. Das gestaltet sich aber immer schwieriger. Denn dazu braucht es ehrenamtlicher Trainer, finanzieller Unterstützung und die Aufrechterhaltung des Spielbetrieb in den einzelnen Altersklassen.

Ein Vergleich: In der Saison 2010/11 waren im Nachwuchsbereich auf Landesebene vier Prignitzer Vereine mit acht Teams vertreten. In dieser Spielzeit sind es zwei Vereine mit fünf Mannschaften.

Ein Modell für die Zukunft könnte ein Jugendförderverein (JFV) sein. Praktiziert wird das im Land Brandenburg derzeit beim JFV Havelstadt Brandenburg, JFV Eisenhüttenstadt, JFV Elster-Röder und beim JFV FUN (Fußballunion Niederlausitz).

Kleine wie große Vereine fassen ihre besten Spieler in einer Altersklasse zu einer Mannschaft zusammen. Diese nimmt als dann neu zu gründender Jugendförderverein am Spielbetrieb des Landesverbandes Brandenburg teil. Die Spieler sind Mitglied des JFV, bleiben aber auch Mitglied ihres Stammvereins. Für diesen kann ihnen – mit Zustimmung des JFV – ein Zweitspielrecht erteilt werden.

Frank Dannehl steht hinter der Idee, rechnet aber mit der Skepsis der Clubs: „Es ist völlig klar, dass sich einige Vereine erst gar nicht der Diskussion stellen werden. Da werden einige Angst haben, dass wir ihre Spieler abwerben wollen.“

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