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Ringen : Disziplin, Spaß und ein blaues Auge

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Rund 40 Nachwuchsringer aus Lübtheen, Strausberg, Rostock, Stendal und Wittenberge haben viel Spaß beim ESV-Camp

von
erstellt am 20.Aug.2014 | 10:21 Uhr

Was vor ein paar Jahren mit einer kleinen überschaubaren Gruppe begann, hat sich mittlerweile gut entwickelt und übt eine enorme Anziehungskraft aus: Das Sommercamp im Ringen des ESV Wittenberge. Rund 40 Nachwuchsringer (im vergangenen Jahr waren es 24) aus Lübtheen, Strausberg, Rostock, Stendal und Wittenberge trainieren noch bis morgen in der ESV-Halle. Doch auch die Freizeitaktivitäten kommen nicht zu kurz.

Die Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 14 Jahr sind schon draußen vor der Halle zu hören. Drinnen herrscht auf zwei großen Ringermatten Hochbetrieb. Beobachtet von ESV-Trainer Lutz Böhm, ESV-Ringer Tino Gerloff und den Coaches und Betreuern aus Rostock und Lübtheen, übt sich der Nachwuchs in Grifftechniken. Und trotz der Lautstärke geht es diszipliniert zu. Jede Kritik oder jeder Hinweis wird mit einem artigen Kopfnicken quittiert.

Von 24 auf 40 Teilnehmer – wie kommt es dazu? „Wir sind oft auf Turnieren unterwegs und erzählen dort den anderen Vereinen von unserem Feriencamp. Die zeigen Interesse“, antwortet Lutz Böhm. So kommt eine doch erstaunliche Anzahl von Kindern und Jugendlichen zusammen.

Auch wenn es Sommercamp heißt, auch wenn Ferien sind – auf der faulen Haut liegt der Nachwuchs hier nicht. „Nach dem Wecken gibt es erst einmal Frühsport. Es folgt das Frühstück und dann geht es zum Training in die Halle“, berichtet Lutz Böhm. Der froh ist, die erste Nacht gut überstanden zu haben. Die Campteilnehmer schlafen auf dem ESV-Gelände in Zelten, einige auch in großen. Und in der ersten Nacht ist die Aufregung noch groß, „an Schlaf“, so der ESV-Coach, „ist dann eher weniger zu denken“. Doch insgesamt ist er froh über die Möglichkeiten, die das weitläufige ESV-Gelände bietet.

Zurück in der Halle. Die Übung ist abgeschlossen. Es folgt ein kurzer Drill: Aufstehen, hinlegen, aufstehen, Bauchlage, aufstehen, Rückenlage, Klappmesser. Dann ist Pause, Zeit für ein Getränk. Auf der Bank an der Hallenwand sitzt Karl. Er hat ein blaues Auge und kühlt dieses mit einem Beutel. „Wir haben gespielt, ich bin hingefallen und dabei mit meinem Auge auf ein anderes Knie gefallen“, erzählt der achtjährige Ringer aus Gelbensande bei Rostock. Es ist das zweite ESV-Camp für ihn. Und neben Disziplin kennt er auch schon Härte. Gegen sich selbst: „Ach, klar kann ich mit dem Auge mitmachen.“

Viel Mitmachen – oder besser erleben – können die jungen Ringer auch abseits der Matte. So stand ein Tierpark-Besuch auf dem Programm und auch Rettungshubschrauer „Christoph 39“ wurde unter die Lupe genommen. Gestern ging es in Kino. Bestimmt diszipliniert…

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