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Reitsport : Die „jungen Wilden“ begeistern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Anke Krüger, Vorsitzende des Kreisreiterverbandes Prignitz, zieht ein positives Fazit der Grünen Saison

von
erstellt am 16.Aug.2014 | 08:19 Uhr

Die Grüne Saison der Prignitzer Reitsportler nähert sich ihrem Ende. Die Kreismeistertitel im Springreiten und in der Dressur sowie beim Nachwuchs sind bereits vergeben, bei den Fahrern fällt die Entscheidung demnächst auf dem Turnier in Freyenstein. Anke Krüger, die Vorsitzende des Kreisreiterverbandes Prignitz, zog im Gespräch mit „Prignitzer“-Redakteur Oliver Knoll ein erstes Fazit der Saison.

Wie sehen sie die Reitsaison 2014 aus Prignitzer Sicht?

Anke Krüger: Es war eine gute und erfolgreiche Saison mit vielen Veranstaltungen. Wir hatten Trainingstage, Reitertage, Fahrertage und die Turniere. Das alles bei guten Zuschauerzahlen. Zum Beispiel zuletzt das Turnier in Berge fand ich sehr gut besucht. Besser als noch vor einem Jahr.

Und die sportlichen Leistungen?

Die waren gut. Auch überregional. Lukas Burmeister wurde Vierter bei den Landesmeisterschaften der Junioren, Robert Bruhns belegte bei den Senioren ebenfalls Platz vier, Maria Wolf bei den Damen den fünften Rang. Nicht zu vergessen die für den RV Kunow startende Dr. Teresa Leiteritz, die bei den Dressurreitern auf dem 10. Platz landete und die Reiter aus Pritzwalk mit den Island-Pferden.

Die Leistungen und Ergebnisse im Kreis?

Interessant war, dass es bei den Kreismeisterschaften der Springreiter im Laufe der Saison auf den ersten drei Plätzen kaum Veränderungen gab. Auf den Rängen dahinter schon. Lukas Burmeister ist ein würdiger Kreismeister, stark die Leistung von Maria Wolf, die erst seit drei Jahren im Springsport dabei ist. Sie hat nochmal ganz schön aufgeholt. In der Dressur stand ja der Titel von Jeanette See schon lange fest. Da bin ich gespannt auf die Entwicklung von Nadine Ollmann vom RFV Uenze.

Lukas Burmeister und Maria Wolf, sind das die „jungen Wilden“?

Davon kann man sprechen. Das sind „Neue Springreiter“, das ist schon unheimlich. Lukas ist sehr ehrgeizig, dabei aber immer noch freundlich und nicht abgehoben. Er hat auch einen sehr guten Ruf beim Landesverband.

Wie sieht es allgemein mit der Reitjugend aus?

Wir haben in diesem Jahr sehr viele Teilnehmer an den Jugendkreismeisterschaften und den Turnieren gehabt. Und die Siege sind bunt gemischt. Haben früher meist die Starter aus Pritzwalk oder Uenze gewonnen, so finden sich jetzt auch Nachwuchsreiter aus Demerthin, Lindenberg oder Putlitz in den Siegerlisten.

Das Turnier in Viesecke – ein Gewinner der Saison?

Dieses zum ersten Mal ausgetragene Turnier war absolut top. Das haben Thomas Kann und sein Team super gemacht. Auch wenn sie von der großen Teilnehmerzahl sehr überrascht wurden. Darauf kann man aufbauen.

In Groß Lüben gab es 2014 kein Turnier. Wie geht es dort weiter?

Wir hoffen, dass es dort wieder ein Turnier gibt. Der erste Anfang ist gemacht, im September soll ein Reitertag stattfinden. Aber hat ein Turnier erst einmal ein Jahr ausgesetzt, ist es manchmal schwer, dass es wieder in Gang kommt. Denn viele Reitsportler orientieren sich dann an diesem Termin zu einem anderen Turnier.

Sollte es 2014 wieder ein Reitveranstaltung in Groß Lüben geben, dann wären das zusammen mit Pritzwalk, Gulow, Blüthen, Uenze, Putlitz, Viesecke und Berge dann acht Turniere. Verträgt das die Prignitz?

Das muss man sehen. Auf jeden Fall sollte Viesecke beibehalten werden. Und für Groß Lüben muss ein geeigneter Termin gefunden werden.

In dieser Saison gab es auch erstmals nach langer Zeit kein Springen der schweren Klasse auf einem Prignitzer Turnier. Findet sich ein S-Springen 2015 auf einem Turnierzeitplan?

Das kann ich im Moment leider nicht beantworten. Aber wir werden dran arbeiten. Das Angebot an Turnieren mit S-Springen außerhalb der Prignitz ist groß. Und wenn dann hier bei einem S-Springen nur 15 Reiter, einige davon vielleicht sogar noch mit zwei Pferden, an den Start gehen, dann ist das weder für die Zuschauer noch für den Veranstalter des Turnieres attraktiv.

Das Jahr ist noch nicht zu Ende. Was erwartet die Reitsportler im Kreis neben den Reitjagden noch?

Zunächst, wie bereits erwähnt, die Entscheidung um die Kreismeisterschaft der Fahrer. Und dann vor allem der Kreisreiterball, auf dem die Titelträger geehrt werden. Der Ball findet in diesem Jahr am 22. November auf der Alten Ölmühle in Wittenberge statt. Dazu erhalten die Vereine Anfang bis Mitte September nähere Informationen von uns.

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