Fussball : Derbysieg mit viel Diskussionsstoff

Gülitz-Kapitän Torben Wiede (r.) stoppt hier Veritas-Torschütze Hans Michael Haase.
Gülitz-Kapitän Torben Wiede (r.) stoppt hier Veritas-Torschütze Hans Michael Haase.

Landesklasse West: Veritas Wittenberge/Breese landet 3:1 (1:1)-Heimerfolg gegen Rot-Weiß Gülitz

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10. April 2017, 07:11 Uhr

Der FSV Veritas Wittenberge/Breese hat in der Fußball-Landesklasse West das Prignitzderby gegen den SV Rot-Weiß Gülitz mit 3:1 (1:1) für sich entschieden und bleibt damit ärgster Verfolger von Tabellenführer Hansa Wittstock (2:0 gegen Rhinow/Großderschau). Gülitz liegt nach der elften Saisonpleite weiter auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Es war kein hochklassiges Spiel, dass beide Teams am Samstag den 190 Zuschauern im Thälmann-Stadion boten. Trotzdem sorgte es, vor allen bei den Rot-Weißen, für reichlich Diskussionsstoff.

Die erste gute Torchance bot sich Veritas-Angreifer Christian Münster, der beim Schussversuch allerdings wegrutschte (13.). Fünf Minuten später traf Gäste-Torjäger Andy Wollgast per Linksschuss zum vermeintlichen 0:1. Nach vehementen Protesten der Gastgeber, die den Gülitzer klar im Abseits gesehen hatten, konsultierte sich Schiedsrichter Dennis Lange mit seinem nicht die Fahne hebenden Assistenten. Nach einer kurzen Diskussion überstimmte der junge Referee, der bei seinem Landesklasse-Debüt eine insgesamt ordentliche Leistung bot, und nahm das Tor zurück. Veritas-Geschäftsführer Günter Scheminowski sprach hinterher von einer „mutigen Entscheidung“, Gülitz-Manager Wolfgang Niemeyer von einer „klaren Fehlentscheidung. Das Spiel läuft anders, wenn wir hier in Führung gehen“, so Niemeyer.

So fiel das erste regelkonforme Tor auf der anderen Seite durch Christoph Nitsche, der eine Flanke von Münster über die Linie drückte (28.). In der Folgezeit plätscherte die Partie weitgehend vor sich hin. Die Gastgeber taten sich schwer, den Abwehrriegel der auf Konter lauernden Rot-Weißen zu knacken. „Wir haben nach vorne gespielt, doch der letzte Pass kam nicht an“, fand Veritas-Coach Christian Krause.

Kurz vor der Pause dann der etwas überraschenden Ausgleich durch Wolgast, der Veritas-Keeper Martin Marx mit einem abgefälschten Schuss ins lange Eck überwand (42.). „Da stehen wir mit drei Mann nur rum, anstatt richtig anzugreifen“, analysierte Krause den Gegentreffer hinterher. Die Grün-Roten kamen nach der Pause mit mehr Schwung aus der Kabine. Nachdem ein Treffer von Hans Michael Haase wegen Abseits zu recht nicht zählte (54.), brachte Tobias Bober seine Farben mit einem trockenen Schuss aus 20 Metern erneut in Front (57.). Nur vier Minuten später machte Haase nach Zuspiel von Nitsche mit dem 3:1 den Deckel drauf auf die Partie. Da nützten auch die Proteste der Rot-Weißen nichts, die den Torschützen im Abseits gesehen haben wollten. Zudem monierten die Gülitzer, dass die Heimelf trotz einer offensichtlichen Verletzung von Tony Hoppe das Spiel nicht unterbrachen. „Fairplay sieht anders aus“, beschwerte sich Gäste-Kapitän Torben Wiede später.

„Wir haben 60 Minuten gut dagegen gehalten. Am Ende war es ein verdienter Sieg für Wittenberge“, meinte Wolfgang Niemeyer und lobte seinen Torhüter Marian Teske. „Wenn Marian nicht noch gut hält, hätte es auch höher ausgehen können.“ In der Tat verhinderte der Keeper nach Versuchen der eingewechselten Sina Dabirifard (77., 85.) und Philipp Petrascheck (86.) mit starken Reflexen den vierten Treffer für die Gastgeber.

Negativer Höhepunkt des Prignitzderbys war die Gelb-Rote Karte für den Gülitzer Martin Dolling nach Spielschluss wegen Schiedsrichterbeleidigung.

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