Fussball : Derbypleite mit bitterem Beigeschmack

Kevin Berlin, hier verfolgt von Michael Appel (l.), bereitete beide Meyenburger Treffer vor, hätte sich aber auch über einen Platzverweis nicht beschweren können.
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Kevin Berlin, hier verfolgt von Michael Appel (l.), bereitete beide Meyenburger Treffer vor, hätte sich aber auch über einen Platzverweis nicht beschweren können.

Rot-Weiß Gülitz verliert Prignitzduell in der Landesklasse West gegen den Meyenburger SV Wacker mit 1:2 (1:1)

svz.de von
15. August 2016, 05:32 Uhr

Der Meyenburger SV Wacker hat das Prignitzderby am 1. Spieltag der Fußball-Landesklasse West beim SV Rot-Weiß Gülitz mit 2:1 (1:1) gewonnen. Allerdings hatte der Sieg der Mir-Elf einen bitteren Beigeschmack. Der Frust der Gülitzer richtete sich vor allem gegen Schiedsrichter Rene Papajewski, der seine insgesamt strenge Linie ihrer Meinung nach in den entscheidenden Momenten nicht durchzog. So ließ der Unparteiische nach einem absichtlichen Handspiel von Wackers Kevin Berlin kurz vor der Halbzeitpause Gnade vor Recht walten, statt als logische Konsequenz die Rote Karte zu ziehen. „Berlin hätte Rot sehen müssen. So bleibt er auf dem Platz, bereitet auch noch den Siegtreffer vor. Es ist gegen Meyenburg das dritte Mal hintereinander, dass wir durch den Schiedsrichter benachteiligt werden“, echauffierte sich Gülitz-Coach Marian Teske nach Spielschluss und verschwand ohne weiteren Kommentar in der Kabine.

Zum Spiel: In den Anfangsminuten waren die Gäste die aktivere Mannschaft und kamen zu ersten Chancen, ohne aber für größere Gefahr zu sorgen. In der 10. Minute erspielten sich auch die Gastgeber die erste gefährliche Szene. Pech hatte dabei Andy Wolgast, als er freistehend auf den Ball trat (13.). Drei Minuten später gab es aufgrund eines Rückspiels zum Torwart einen indirekten Freistoß für die Heimelf. Den Schuss von Andy Bauermeister lenkte MSV-Keeper Christian Dramburg aber spektakulär an die Querlatte. Anschließend neutralisierten sich beide Teams wieder fast komplett. Spannend wurde es nach knapp einer halben Stunde. Nachdem zwei vermeintliche Fouls nicht geahndet wurden, bediente Kevin Berlin den gestarteten Ex-Gülitzer Marvin-Peer Jahnke, der zur 1:0-Führung der Gäste traf. Nur zwei Minuten später erhielten die Rot-Weißen einen Foulelfmeter, den Andy Bauermeister ohne Probleme zum 1:1-Ausgleich nutzte. Die letzte Chance vor dem Seitenwechsel hatte Jan Essmann, der mit seinem wuchtigen Schuss aber nur das Außennetz traf .

In der zweiten Halbzeit sahen die knapp 120 Zuschauer nur noch fußballerische Magerkost. Keine Mannschaft konnte gefährliche Aktionen kreieren. Fast aus dem Nichts fiel in der 76. Minute das 2:1 für die Gäste. Kevin Berlin hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und in die Mitte geflankt. Diese Hereingabe verwandelte Jan Essmann gekonnt. Die Gülitzer kamen anschließend durch einen Kopfball von Stephen Wiede sowie einen Schuss von Martin Dolling fast noch zum Ausgleich, doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor.  


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