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Fussball : Der Trainer mit dem coolen Auto

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nachwuchs von Veritas Wittenberge/Breese absolviert Tretschok-Fußballcamp

von
erstellt am 04.Sep.2016 | 23:32 Uhr

Geschafft, aber glücklich saßen die Nachwuchsfußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese auf dem Rasen des Breeser Sportplatzes. Auf dem Tisch vor ihnen lagen die Zeugnisse. Dahinter standen Rene Tretschok und sein Trainerstab. Letztgenannte hatten 21 Jungen und ein Mädchen fünf Tage im Rene Tretschok Fußballcamp betreut. Dem Nachwuchs dabei technische und taktische Tipps gegeben, aber auch den Faip play-Gedanken mit einfließen lassen.

Übungseinheiten, Tests, Spiele und ein Turnier zum Abschluss waren die Inhalte des Camps. Die Coaches wurden unterstützt von Veritas-Jugendtrainern. Neben Fußball standen auch Freizeitaktiväten auf dem Programm. So zum Beispiel ein Kinobesuch.

Den Kindern gefiel es. Dann gefällt es auch Rene Tretschok. Der Champions-League-Sieger 1997 mit Borussia Dortmund kommt an. Analysiert, motiviert, tröstet. Schon mehrfach war er mit seiner Fußballschule hier im Kreis. Unterstützung findet er in der Sparkasse Prignitz. So bekommt auch der fußballgegeisterte Nachwuchs aus finanziell nicht so gut gestellten Haushalten die Chance einer Campmaßnahme. „Wir machen das gern, eine sinnvolle Sache. Die Kinder werden beschäftigt“, erklärt Sparkassen-Vorstandsmitglied Elfi Gabriel.

Die jungen Kicker waren sehr beschäftigt. So sehr, dass sie es nicht merkten, dass der Namen „Brasilien“ für ein Team in das Teilnehmerfeld der Mini-Europameisterschaft nicht so recht hineinpasste. Spielte aber keine Rolle.

„Ich bin gern in der Prignitz, werde jedes mal toll empfangen. Das ist hier ein ganz besonderer Menschenschlag“, erklärt Rene Tretschok. Im selben Moment kommt ein Campteilnehmer um die Ecke und betrachtet staunend den Privat-PKW des früheren kickers, einen geräumigen Combi, und sagt: „Cooles Auto, Trainer.“ Tretschok lächelt.

Kurz darauf wird er wieder sehr ernst. „Fußballspielen ist etwas schönes. Einige schaffen es auch, damit Geld zu verdienen. Aber ich hatte immer einen Leitspruch. Erst kommt die Familie, dann eine vernünftige Schulausbildung und dann der Fußball“, gibt er den Kindern mit auf den Weg. Und die stellen sich nach der Zeugnisübergabe diszipliniert an, warten auf den signierten Ball und die Autogrammkarte von Rene Tretschok.  

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