fussball : Depression: Kicker setzen Zeichen

Mit dem offizielle Plakat der deutschlandweiten Aktion sollen nicht nur Fußballer für die Volkskrankheit Depression und die vorhandenen Hilfsangebote sensibilisiert werden.
Mit dem offizielle Plakat der deutschlandweiten Aktion sollen nicht nur Fußballer für die Volkskrankheit Depression und die vorhandenen Hilfsangebote sensibilisiert werden.

Mit einer besonderen Aktion will der deutsche Fußball am Wochenende dem Tod von Robert Enke vor zehn Jahren gedenken.

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09. November 2019, 05:27 Uhr

Mit einer besonderen Aktion will der deutsche Fußball am Sonntag dem Tod von Robert Enke vor dann genau zehn Jahren gedenken. Im Rahmen der Aktion #gedENKEminute, zu der der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Robert-Enke-Stiftung mit Unterstützung der Deutschen Fußball Liga (DFL) aufrufen, soll bei den Fußballspielen nicht nur an den Menschen und Sportler Robert Enke erinnert, sondern vor allem für die Volkskrankheit Depression und die vorhandenen Hilfsangebote sensibilisiert werden. An der Aktion sollen sich möglichst alle Vereine von der Bundesliga bis zur Kreisliga beteiligen - auch bei den Spielen am Freitag und Samstag.

Auch im Fußballkreis Prignitz/Ruppin stößt der Aufruf auf eine durchweg positive Resonanz. „Wir beteiligen uns als Verein SC Hertha Karstädt bei Spielen der Männer-, als auch der Nachwuchsmannschaften an der Aktion“, sagt Sven Möller, Trainer des Kreisoberligateams, das morgen sein Heimspiel gegen Demerthin bestreitet. „Ich persönlich finde das eine gute Sache. Viele verstecken sich immer noch hinter dieser Krankheit. Deshalb ist es wichtig, dass darauf hingewiesen wird.“

„Natürlich werden wir uns an der Aktion auch beteiligen“, sagt Thomas Richter, Vorsitzender des TSV Uenze 04. „Das Thema Depression wird oft noch hinter vorgehaltener Hand behandelt. Offen darüber sprechen die wenigsten. Deswegen befürworten wir die Initiative der Stiftung. Ich finde es gut, dass die Krankheit die nötige Öffentlichkeit bekommt“, so Richter weiter.

„Grundsätzlich stehen wir solchen Aktionen aufgeschlossen gegenüber“, sagt der Vorsitzende des SSV Einheit Perleberg, Frank Plokarz,, der in den zurückliegenden Jahren selbst mit an Depressionen erkrankten Fällen im näheren Umfeld konfrontiert wurde. „Mittlerweile denke ich schon etwas anders darüber, als zu der Zeit, als sich Robert Enke das Leben genommen hat“, gesteht Plokarz ein. „Wir werden vor dem Landesliga-Punktspiel der Männer am Samstag gegen Zehdenick auf dem Kunstrasenplatz im Jahnsportpark eine Erklärung verlesen, verbunden mit einer Gedenkminute.“

Der SSV Einheit will mit der Teilnahme an der Aktion ein Zeichen setzen und dem Thema Depression damit Gehör verschaffen. Und genau das ist die Intention des Projekt. „Viele Menschen haben Angst, öffentlich über die Krankheit zu reden. Ich habe in den Jahren seit seinem Tod gelernt, wie wichtig es ist, über Robert zu sprechen – vor allem, damit Betroffene, Angehörige und Mitmenschen die Berührungsängste verlieren“, gibt die Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung, Terese Enke, einen Einblick in ihre Arbeit.

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