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Sport in der Prignitz

22. November 2017 | 14:12 Uhr

Stockcar : Den Gegnern davon gerast

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Jugendfahrer Jannik Gubbe holt bei Norddeutscher Stockcarmeisterschaft 2017 den ersten Gesamtsieg überhaupt in die Lenzerwische

von
erstellt am 21.Okt.2017 | 10:00 Uhr

19 Jahre nach der Gründung hat auch das Polk High Stockcarteam Wootz einen Champion in ihren Reim Bei der Norddeutschen Stockcar-Meisterschaft (NDM) 2017 raste Jugendfahrer Jannik Gubbe auf Gesamtplatz eins. Der 18-Jährige verabschiedete sich nach den Plätzen vier (2015) und drei (2016) mit dem begehrten Wanderpokal im Gepäck altersbedingt aus der Jugendklasse der Rennserie. „Es war schon eine fast perfekte Saison“, erklärte der Youngster nach dem fünften und letzten NDM-Lauf im dänischen Skærbæk (Scherrebek), organisiert vom ortsansässigen Carbusters Autospeedway Club.

Zum Saisonfinale reiste Gubbe mit einem Vorsprung von 18 Punkten auf seinen Dauerrivalen Oliver Kapischke. Doch der ging an der Westküste von Südjütland nicht mehr an den Start. „Als Oli nicht kam war eigentlich schon klar, dass es zum Gesamtsieg reichen würde. Ich hab trotzdem noch nicht dran geglaubt, wollte es schwarz auf weiß haben“, erzählt Jannik, der als Kicker der JSG Gellersen/Reppenstedt in der Nähe von Lüneburg auch gegen das runde Leder tritt.

Gubbe gewann den ersten Lauf und war von seinen Kontrahenten im Endklassement nicht mehr einzuholen. Zwar reichte es für Jannik in seinem VW-Polo mit der Nummer 530 nach einem weiteren Laufsieg sowie je einem zweiten und dritten Platz „nur“ zu Rang drei in der Tageswertung, doch das tat der ausgelassenen Stimmung im Polk-Lager keinen Abbruch mehr.

Sichtlich stolz war auch Vater René Gubbe, der wegen ungelöster Elektronikprobleme bei seinem Audi V8 in dieser Saison zwangsläufig pausieren musste, auf seinen Filius. „Er hatte einige Überraschungen für mich vorbereitet“, erzählt Gubbe-Junior und berichtet von einem großes Banner mit der Aufschrift „530 – Tschüß Jugendklasse“ für ihn. „Nach meinem letzten Rennen hat mein Vater im Ziel dann zwei Fontänen gezündet. Das war schon cool.“

Später ließen auch die Teamkollegen und Freunde des Vereins aus der Lenzerwische die Korken und Konfettikanonen für Jannik knallen. Bei der abschließenden Siegesfeier und nach einer emotionalen Dankesrede des Jugend-Champions sollen nach unbestätigten Meldungen auch Tränen bei der sonst beinharten Stockcar-Crew der Wootzer geflossen sein.

Sozusagen im Windschatten seines Teamkollegen fuhr der Wootzer Lennart Klein ebenfalls eine gute Saison. Der 16-Jährige, der erst im August 2016 in Kohlenbek bei Wacken sein Debüt gab, beendete die Saison auf einem guten siebten Platz. „Lennart hat sich von Rennen zu Rennen gesteigert und Erfahrungen gesammelt, die ihm zugute kamen“, lobte Polk-High-Chef Norman Mewes die Entwicklung des Jugendfahrers, der in der kommenden Saison erneut einen Teamkollegen an seiner Seite weiß. Denn mit dem 14-jährigen Ben Strelow gab ein weiterer Pilot aus der „Wootzer Kaderschmiede“ in Dänemark seinen NDM-Einstand. Ein zweiter und ein vierter Rang konnten sich da durchaus sehen lassen.


Nächste Saison bei den Erwachsenen am Start


Janik Gubbe will 2018 in der Klasse 3 (91 bis 120 PS) angreifen. „Der alte Motor mit den 60 PS kommt raus und wird von einem leistungsstärkeren ersetzt“, erzählt der Zimmermann-Azubi.

„Da wird es aber anders zugehen. Er wird sich noch umgucken“, grinst Vater und Mentor René. Denn Drängeln oder Angriffe auf andere Fahrzeuge, wie beim Stockcar in den Fahrzeugklassen eins bis fünf ausdrücklich erlaubt, waren für Jannik bei den Jugendrennen, bei denen eher Geschwindigkeit und Fahrkönnen im Vordergrund stehen, tabu.

Der 18-Jährige sieht darin kein Problem. „Natürlich habe ich Respekt, aber ich freue mich auch drauf.“

 

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