Fussball : Den Bock nicht umgestoßen

Einheit-Torhüter Tobias Niemeyer „pflückt“ sich den Ball vor dem heranstürmenden Premnitzer. Rechts Lukas Rockenschuh.
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Einheit-Torhüter Tobias Niemeyer „pflückt“ sich den Ball vor dem heranstürmenden Premnitzer. Rechts Lukas Rockenschuh.

Fußball-Landesligist Einheit Perleberg verliert gegen Chemie Premnitz 1:4 (0:2) und kassiert erste Saisonpleite

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25. September 2017, 06:47 Uhr

Es bleibt dabei: Der SSV Einheit Perleberg kann gegen den TSV Chemie Premnitz in der Fußball-Landesliga Nord nicht gewinnen. Nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg kassierten die Rolandstädter am Samstag im heimischen Jahnsportpark eine 1:4 (0:2)-Niederlage gegen die Chemiker. Und die war völlig verdient. „Wir waren irgendwie gar nicht auf dem Platz, haben heute alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Wir haben den Gegner nur begleitet, statt zu attackieren und ihn so stark gemacht. Und im Angriff haben wir kaum einen Ball an den Mann gebracht. Was wir geboten haben war eine absolute Frechheit“, war Einheit-Coach André Schutta nach der ersten Saisonniederlage seines Teams maßlos enttäuscht.

Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, da spritzte TSV-Angreifer Martin Weber in einen Rückpass von Lukas Rockenschuh, umkurvte SSV-Keeper Tobias Niemeyer und schob zum 0:1 ein. Die kalte Dusche lähmte die Gastgeber sichtlich. Zu allem Übel musste auch noch Martin Behrend mit Leistenproblemen frühzeitig vom Platz. Trotz aller Bemühungen fand die Offensive des SSV danach kaum statt. Ganz anders die sicher nicht überragenden, aber kompromisslos zu Werke gehenden und auf Konter lauernden Gäste. Einen dieser schnell vorgetragenen Angriffe schloss Daniel Pefferkorn kurz vor dem Halbzeitpfiff mit dem 0:2 ab.

Einheit kam etwas engagierter aus der Kabine. Kapitän Christian Becken brachte bei seiner Kopfballchance aber kaum Druck hinter den Ball (49.). Doch nur zwei Minuten später nahm Sebastian Krumbholz ein Elfmetergeschenk – Stefan Fliege soll seinen Gegenspieler gefoult haben – an und verwandelte den Strafstoß zum 0:3. Und in der 60. Minute legte Konstantin Gäde aus dem Gewühl heraus den vierten und vorentscheidenden TSV-Treffer nach.

Zwei Minuten später lag der Ball dann aber auch im Premnitzer Tor. Lewin Neukirch nahm einen lang in die Spitze geschlagenen Ball mit der Brust mit und drosch die Kugel unhaltbar in die Maschen. Doch bis auf einen Lattenkopfball von Frederik Töpfer (75.) brachten die Perleberger offensiv nichts mehr zu Stande. Der TSV war seinem fünften Tor sogar näher.

Dass dem SSV mit Denny Feilke und Björn Bauersfeld zwei wichtige Stammkräfte fehlten, wollte Schutta nicht als mitentscheidend für die Niederlage sehen. „Wir konnten solche Ausfälle vorher auch kompensieren, haben einen starken Kader. Heute hat die Einstellung gefehlt.“

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