Fussball : Daraus lernen und stärker werden

Nach Aussagen des Veritas-Trainergespanns hat sich Sebastian Metschulat (M., beim Kopfball gegen Schenkenberg) in der vergangenen Saison sehr gut entwickelt.
Nach Aussagen des Veritas-Trainergespanns hat sich Sebastian Metschulat (M., beim Kopfball gegen Schenkenberg) in der vergangenen Saison sehr gut entwickelt.

Saisonrückblick Veritas Wittenberge/Breese: Freude über Platz zwei überwiegt Enttäuschung über Nichtaufstieg

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31. Juli 2014, 10:02 Uhr

Die Freude über eine insgesamt sehr gute Saison überwiegt. Aber in diese Freude mischt sich auch ein wenig Enttäuschung. Die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/ Breese belegten in der Landesklasse West nach 18 Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen mit 56:38 Toren und 58 Punkten hinter Staffelsieger Einheit Perleberg den 2. Platz. Zwischenzeitlich lag das junge Team aus der Elbestadt aber selbst mit großem Vorsprung an der Tabellenspitze.

„Es war eine erfolgreiche Saison. Im Gegensatz zur letzten Saison war es eine enorme Steigerung. Ebenfalls ist das Team noch mehr zusammengewachsen. Am Ende fehlte bloß eins: Meister zu werden und aufzusteigen“, sagte Veritas-Akteur Sebastian Metschulat. Das hätte fast geklappt. Am 12. April besiegten die Wittenberger den SV Schönberg mit einer Energieleistung mit 3:2 und hatten als Spitzenreiter nach 21 Spielen neun Punkte Vorsprung auf den BSC Rathenow und elf auf Einheit Perleberg (20 Spiele).

„Wir sind für die gute Hinrunde bestraft worden. Dabei hat die Mannschaft auch in der Rückrunde nicht schlecht gespielt. Aber vorher hat sie Fußball gespielt und dabei nicht auf die Tabelle geschaut. Später schon und dann wurde nachgedacht. Außerdem hatten die Perleberger einen fantastischen Lauf. Bei denen hat alles geklappt, bei uns nicht“, analysierte Veritas-Coach Swen Bober. Sebastian Metschulat fügte hinzu: „Wenn man solange die Tabelle angeführt hat und auf einmal den Platz an der Sonne kurz vor Ende der Spielzeit abgeben muss, macht das einen schon echt fertig. Man kann nur daraus lernen und stärker werden.“

Genau wie diese Worte, so kämpferisch präsentierte sich die Veritas-Mannschaft mit neun ehemaligen A-Junioren auf dem Platz. Bei einem Rückstand gab das Team nie auf und entwickelte so eine Qualität, die es ihr ermöglichte, enge Spiele in den letzten Minuten für sich zu entscheiden. Das honorierten zum Teil auch die Zuschauer. Insgesamt 3100 Besucher sahen die 14 Heimspiele, davon 530 das 2:1 im Flutlichtspiel an einem Freitagabend gegen Perleberg. Mit 221 Zuschauern im Schnitt für Veritas diese Tabelle an.

„Die Mannschaft muss sich immer noch entwickeln“, meinte Swen Bober. Die Ansätze sind da. So blieb Veritas vom 6. bis 19. Spieltag ungeschlagen, holte in 13 Partien 35 Punkte. Ein forscher Auftritt von „Jugend forscht“. Genau das gefällt auch Kapitän Martin Marx: „Man muss die jungen Spieler öfter mal einfangen, sie wollen manchmal zu viel. Aber es ist klasse, dass gerade diese Jungen kaum Fehler machen. Das gibt es nicht oft“, lobte der Torwart seine Vorderleute.

Überhaupt scheint das Verhältnis im Team zu stimmen. „Der Zusammenhalt ist enorm groß und es macht halt Riesenspaß mit den Jungs zusammen zuspielen, mit denen man das Fußballspielen gelernt hat. Mit der älteren Brigade kamen zwar neue Mitspieler dazu, aber Jung und Alt halten in guten und schlechten Zeiten zusammen und lernen von einander“, erklärte Sebastian Metschulat.

Martin Marx absolvierte als einziger aus dem Kader alle 28 Spiele vom An- bis Abpfiff. Frederik Töpfer kam auch auf 28 Einsätze, es folgen Christoph Nitsche und Benjamin Kampehl (Swen Bober: „Er hat sich als Routinier noch einmal gut entwickelt.“) mit 27 Spielen, dahinter Marvin Michitsch, Christian Münster und Tobias Bober (26). Bester Torschütze war Münster (15) vor Kampehl und Norman Hurlbrink (je 8) sowie Tobias Bober (7).

Ohne große Veränderungen geht Veritas in die neue Saison. Mit einer Sondergenehmigung soll versucht werden, Talent Paul Tiedemann an den Herrenbereich heranzuführen. Motiviert sind Team und Trainer schon, 2013/14 ist abgehakt. „Die Köpfe waren nicht unten“, beobachtete Co-Trainer Jens Bartkowiak beim Auftakttraining. Swen Bober warnte vor zu hohen Erwartungen: „Nach Platz zwei bedeutet das jetzt nicht zwangsläufig den Aufstieg.“

Dem stimmte Sebastian Metschulat sofort zu: „Auf jeden Fall sollten wir wieder versuchen, oben mitzuspielen und wenn möglich unter die ersten Drei zu kommen. Platz eins wäre eine Traum, der aber machbar ist.“

Das „Machbare“ beginnt am 23. August auswärts bei Fortuna Babelsberg. Das erste Heimspiel ist am 30. August (14 Uhr) gegen Hansa Wittstock.

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