Boxer macht kein Gewicht mehr

Ein großes Herz über viele Jahre nicht nur für den Boxsport: Manfred Wittkowski.
3 von 3
Ein großes Herz über viele Jahre nicht nur für den Boxsport: Manfred Wittkowski.

Maria Rieck und Manfred Wittkowski für Lebenswerk geehrt / Staffelmädchen der LG Prignitz erfüllen erneut DM-Norm

von
24. Januar 2016, 22:13 Uhr

Die Leichtathleten und „Der „Prignitzer“ – das passt scheinbar sehr gut zusammen. Zumindest auf einer Sportgala des Kreissportbundes. Denn zum wiederholten Mal belegten die Leichtathleten bei den Nachwuchsmannschaften den ersten Platz. Und der Sieger in dieser Kategorie wird vom „Prignitzer“ ausgezeichnet.

Dieses Mal war es die 4x100m-Staffel der LG Prignitz, die 2015 unter 50 Sekunden gelaufen war und somit die Norm für die Deutschen Meisterschaften unterboten hatten. Das schien Eva Burmeister, Lena Küster, Lea Bahl, Laura Nadolleck – zum Team gehört auch Ersatzläuferin Charlotte Völzer – nicht gereicht zu haben. Sie brachten zur Gala etwas mit: Eine erneute DM-Norm. Bei den Hallenlandesmeisterschaften am Samstag in Potsdam blieb das Quartett in 1:46,85 min unter der geforderten Zeit und fährt somit im Februar zu den deutschen Hallentitelkämpfen nach Dortmund.

Davor oder danach dürfen sich die jungen Damen mal in einer anderen Sportart probieren. Denn ihr Siegerpreis beinhaltet einen Besuch auf der Kegelbahn in Dahses Kuhstall – mit einem Essen. Auch für andere Sieger wird sich der „Wahlstress“ lohnen. Reittrainerin Anke Eilmes darf sich ein Wochenende auf Schloss Herrenstein erholen, Yvonne Loock besucht die Elblandfestspiele, Lukas Burmeister dreht Runden auf der Kartbahn und die Fußballer des Reckenziner SV erleben – gesponsert von Antenne Brandenburg – in der Berliner Waldbühne eine „Oldienacht“.

Etwas ruhiger lassen es da die Gewinner des Lebenswerk-Preises angehen. Obwohl Maria Rieck – die seit ihrem zwölften Lebensjahr turnt – ihre Fitness mit einem Spagat vor der Bühne demonstrierte. Seit 1960 leitet sie Übungsgruppen, hat Funktionärstätigkeiten übernommen und ist – wie es KSB-Geschäftsführer Holger Lattorf treffend umschrieb „durch ihre fröhliche und lebensbejahende Art überall gern gesehen.“

Das gilt sicher auch für Manfred Wittkowski. Der Boxer bestritt 158 Kämpfe, gewann davon 135, stieg für die DDR-Nationalmannschaft in den Ring und arbeitete später 26 Jahre als Trainer der Wittenberger Boxer. Nach der sportlichen Laufbahn kümmerte er sich um Pokale, blieb dabei stets ein großzügiger Förderer der Prignitzer Sportvereine.

Ein wenig erstaunt schaute Manfred Wittkowski, als er neben Pokal und Präsentkorb auch noch einen Fleischpreis bekam. Er überlegte kurz und sagte dann trocken ganz im Sinne eines Boxers: „Naja, das Fleisch kann ich ja ruhig nehmen, ich muss ja schließlich kein Gewicht mehr vor dem Kampf machen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen