zur Navigation springen

Jugend trainiert für Olympia : „Besser geht es nicht“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Prignitzer Schulsportberater Frank Dannehl zieht positive Bilanz / Zwei Schulteams erreichen Bundesfinale

Vor Jahresfrist sprach Frank Dannehl, Prignitzer Schulsportberater, an dieser Stelle vom „bislang erfolgreichsten Jahr seiner Amtszeit“. Und zwölf Monate später? Es gab eine Steigerung, die Prignitzer Schüler setzten noch einen drauf. Gleich zwei Schulmannschaften aus dem Kreis starteten beim Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“. Das gab es noch nie. Dazu kommen in zwei Sportarten Medaillenplätze bei den Landesfinals. Aber es gibt auch Sorgenkinder im Prignitzer Schulsport. Das gibt Frank Dannehl unumwunden zu.

Zum ersten Mal seit 20 Jahren schafften Prignitzer Schulteams die Qualifikation für das Bundesfinale. Die Leichtathletik-Mädchen vom Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium wurden in Löwenberg Landessieger in der Altersklasse WK II, fuhren im September 2015 nach Berlin und belegten dort Rang 14. In diesem Jahr folgten die Tischtennis-Mädchen des Marie-Curie-Gymnasium (MCG) aus Wittenberge, die nach dem Sieg bei Landesfinale in Prenzlau bei großen Finale in der Hauptstadt im April ebenfalls Platz 14 erreichten.

„Diese Leistung ist sehr hoch einzuschätzen. Was da die Mädchen und Trainer Mario Geidel innerhalb von sechs Monaten aus dem nichts geschafft haben, besser geht es nicht“, lobte Frank Dannehl. Das gute Abschneiden hat wohl auch den Ehrgeiz der jungen Tischtennisdamen richtig entfacht. Sie haben sich auch für das bevorstehende Schuljahr die Qualifikation für Berlin vorgenommen.

Den Sprung dorthin nicht ganz geschafft haben die Fußballer des Pritzwalker Goethe-Gymnasiums. „Aber das war schon in Ordnung“, bewertete der Schulsportberater den Gewinn der Bronzemedaille im Landesfinale der WK III positiv. Das galt auch für die Schwimmer, die durch das Marie Curie Gymnasium Wittenberge in der WK III weiblich und männlich sowie der Elblandgrundschule Wittenberge in der WK IV gleich drei mal Bronze bei den Landesfinals holten. Ein Verdienst der guten Nachwuchsarbeit im SchwimmClub Delphin Wittenberge.

Nicht ganz so gut läuft es in Handball. „Da sind wir nicht über das Regionalfinale hinausgekommen. Aber in perleberg und Pritzwalk sind gute Ansätze da“, erklärte Frank Dannehl. Ganz schlecht sieht es im Volleyball aus. „Da kommen wir über Schul-Volleyball nicht hinaus. Aber es gibt ja auch im Nachwuchs keinen Vereinsvolleyball. Wir haben im Moment keine Chance, das Regionalfinale zu erreichen. Die Konsequenz ist, dass wir in der Prignitz kein Regionalfinale mehr ausrichten“, meinte der Schulsportberater.

Im Grundschulbereich läuft der Sepp-Herberger-Tag sehr gut. Zwölf Grundschulen beteiligen sich am Aktionstag des Deutschen Fußballbundes. Dabei werden Talente entdeckt. So Pavel Marasov vom Pritzwalker FHV 03, der den Sprung zur Sportschule nach Cottbus geschafft hat. Mehr als etabliert hat sich der Crosslauf im Frühjahr. In Pritzwalk waren 450 Schüler am Start.

Insgesamt beteiligen sich 21 Grundschulen und sieben weiterführende Schulen an den Wettbewerben. Ab und zu ragt die ein oder andere Bildungsstätte heraus. „Mich freut die positive Entwicklung an der Grundschule Kleinow. Sportlehrerin Marianne Hoffmann hat es geschafft, dass die Schule bei fast allen Wettkämpfen dabei ist“, stellte Dannehl fest.

Aber der Schulsportberater weiß auch, dass er ohne Helfer so ein Programm gar nicht bewältigen könnte. „Ich bedanke mich bei all denen, die wieder so toll bei den Wettkämpfen unterstützt haben. Vor allem bei Dieter Ewert, Klaus Fritz, Manfred Pelen, Jürgen Kramer oder Dietrich Böwe“, lobt er sein tolles Team.

Groß ist auch die Freude, wenn noch andere den Schulsport unterstützen. So bekamen die Sieger der Kreisfinals als Prämie und Ansporn Trikotsätze von der Volk- und Raiffeisenbank Prignitz gesponsert.  

zur Startseite

von
erstellt am 29.Jul.2016 | 22:22 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen