Fussball : Besondere Fußballgäste

Das Flüchtlingsteam des FC Lampedusa St. Pauli  absolviert am Sonntag ein Testspiel gegen den KSV Prignitz.
Das Flüchtlingsteam des FC Lampedusa St. Pauli absolviert am Sonntag ein Testspiel gegen den KSV Prignitz.

Krankenhaussportverein Prignitz spielt Sonntag gegen Flüchtlingsteam FC Lampedusa St. Pauli

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07. März 2018, 21:46 Uhr

Eine schöne Idee und ein renommierter Name: Das verbirgt sich hinter dem FC Lampedusa St. Pauli. Am Sonntag ist die ausschließlich aus Flüchtlingen bestehende Fußballmannschaft – ein offizielles Kind des Zweitligisten FC St. Pauli – zu Gast beim Krankenhaussportverein (KSV) Prignitz. Die Partie beginnt um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des Perleberger Jahnsportparks.

„Der FC Lampedusa bestand zu Beginn aus Fußballern, die aus Libyen und Westafrika geflohen waren. Mittlerweile ist die Mannschaft für alle offen“, erzählt Sebastian Sturm, Vorsitzender und Trainer des KSV Prignitz. Sturm und seine Kicker waren auf der Suche nach einem Testspielgegner. Dabei erinnerten sie sich an das Fußballturnier „Kicken gegen Rassismus“ in Schönfeld. Dort war der FC Lampedusa auch am Start. Und über Turnierorganisator Andreas Puls, der als Schiedsrichter für den KSV pfeift, entstand der Kontakt.

Und so werden die Kicker aus Hamburg am Sonntag mit 13 oder 14 Spielern, die von drei Trainerinnen betreut werden, mit dem Zug anreisen. Die kosten für die Zugfahrt trägt der KSV Prignitz. „Es ist natürlich schwer zu einzuschätzen, auf welchem sportlichen Niveau das ablaufen wird“, ist der Trainer Sebastian Sturm gespannt auf die fußballerischen Künste des Gegners. Doch das Ergebnis steht bei so einer Partie eh nicht im Vordergrund.

Vielmehr, so wünschen es sich die KSV-Verantwortlichen um Sturm und Teammanager Manuel Siegmund, soll die Veranstaltung auch eine Werbung für den Verein, der vor etwas mehr als zwei Jahren gegründet wurde und seit zwei Spielzeiten am Spielbetrieb auf Kreisebene teilnimmt,die Region und den Fußball sein. Die Voraussetzungen dafür wurden geschaffen. Der KSV fand finanzielle Unterstützung. So auch vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Der Eintritt am Sonntag ist frei. Aber es wird eine Spendenbox am Rande des Kunstrasenplatzes aufgestellt. Die gesamte Summe wird am Ende der gemeinnützigen Organisation des Gästeclubs gespendet. Die Versorgung der Zuschauer übernimmt Einheit Perleberg. Es ist also alles gut vorbereitet. Nur auf eins hofft Sebastian Sturm jetzt noch: „Gutes Wetter. Dann hoffen wir auf viele Zuschauer.




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