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Motorsport : Beim Sturz fuhr Schutzengel mit

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Aus der Redaktion des Prignitzers

David Schmidt vom Lindenberger DS Racing Team in Oschersleben in Unfall verwickelt. Drei Operationen nach mehreren Brüchen

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erstellt am 11.Sep.2014 | 11:01 Uhr

David Schmidt hat sehr viel Glück gehabt. Der Motorradfahrer vom Lindenberger DS Racing Team war vor rund drei Wochen beim Rennen der Supersport-Klasse in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft in Oschersleben in einen schweren Unfall auf der Zielgeraden verwickelt. Er zog sich dabei Brüche an der Schulter, am Oberarm, am Oberschenkel sowie Verletzungen an den Knien zu. Die positive Nachricht: Der 26-Jährige trug keine Kopf- und keine Rückenverletzungen davon. Das Rennen wurde daraufhin abgebrochen, die Veranstaltung beendet.

„Er geht mir ganz okay, ich brauche keine Schmerzmittel mehr. Aber es war ganz sicher mein schlimmster Unfall“, sagte David Schmidt, als wir ihn gestern telefonisch im Krankenhaus in Magdeburg erreichten. Nach mittleweile drei erfolgreichen Operationen soll für ihn wohl in der kommenden Woche die Rehabilitationsmaßnahme starten. Nur wo das sein wird, dass weiß er noch nicht.

Beim zweiten Supersportrennen in Oschersleben war Kawasaki-Pilot Christian von Gunten nach der ersten Runde rausgeflogen. Der fliegenden Kawasaki konnte Suzuki-Pilot Tatu Lauslehto nicht ausweichen und stürzte. Dahinter folgte David Schmidt auf seiner Honda CBR 600 RR Typ PC-40. „Es war problematisch. Da war eine Staubwolke und ich bin dann beim Rausbeschleunigen frontal auf das liegende Motorrad gefahren“, berichtete der Lindenberger von den Geschehnissen auf der Rennstrecke

Viel mehr hat er davon nicht mitbekommen. „Ich habe nur ein so ein metallisches Knacken gehört. Dann kann ich mich an nichts mehr erinnern und bin erst im Krankenhaus im Magdeburg wieder aufgewacht. Aber die Ärtze haben mir erzählt, ich habe geschrien“, erzählte David Schmidt. Da muss wohl ein Schutzengel mitgefahren sein.

Während sich Schmidt bereits mehrerer Operationen unterziehen musste, kamen die ebenfalls in den Unfall verwickelten anderen beiden Fahrer etwas glimpflicher davon. Von Gunten hatte sich die Schulter ausgekugelt und einer Schnittwunde an der Hüfte. Tatu Lauslehto hatte zum Glück nur starke Prellungen.

Mit 16 Jahren schnupperte David Schmidt erste Rennluft und hat sich seitdem kontinuierlich verbessert. Im Jahr 2012 startete das kleine sympathische DS Racing Team erstmalig bei der Pirelli Superstock Serie, einer Rennserie des italienischen Reifenherstellers mit attraktiven Gewinnen. Der Lindenberger fuhr in zwei spannenden Auftaktrennen jeweils auf Platz 1, beendete keinen Rennlauf schlechter als mit dem zweiten Platz und gewann die Pirelli Superstock 600 Serie mit großem Vorsprung. In der Pirelli Superstock Serie des Jahres 2013 holte er sich den Sieg in sechs von sieben Rennen. Zur Belohnung gab es gleich mehrere Gaststarts bei den „Großen“ in der IDM.

Damit kann David Schmidt im Moment nicht mit rechnen. „Es wird wohl noch eine Weile dauern“, sagte er. Und grundsätzlich? „Ja, ich will wieder Rennen fahren. Wenn wir die finanziellen Mittel aufbringen können. So eine Rennmaschine ist teuer und die alte ist nach dem Unfall hin“, sagte er. Gefreut hat sich der Prignitzer über die vielen Genesungswünsche, die ihn auf unterschiedliche Art und Weise erreicht haben. Darunter auch einige von IDM-Motorradteams.

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