Fussball : Bei Veritas ist der Welpenschutz vorbei

Mittelfeldspieler Tobias Bober (r., im Laufduell mit einem Havelberger Akteur) wurde mit 16 Treffern erfolgreichster Veritas-Torschütze in der Landesklasse West 2014/15.
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Mittelfeldspieler Tobias Bober (r., im Laufduell mit einem Havelberger Akteur) wurde mit 16 Treffern erfolgreichster Veritas-Torschütze in der Landesklasse West 2014/15.

Landesklasse-Fußballer aus Wittenberge/Breese arbeiten Platz drei der Saison 2014/15 auf und setzt sich ehrgeizige Ziele

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25. Juli 2015, 09:27 Uhr

Die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese beendeten die Saison 2014/15 in der Landesklasse West als bestes Prignitzer Team auf Rang drei. Am Ende betrug der Rückstand auf Staffelsieger BSC Rathenow elf Punkte, auf den Zweiten Fortuna Babelsberg neun Zähler.

Das Veritas-Trainergespann Swen Bober und Jens Bartkowiak ist nicht unzufrieden mit dieser Saison. „Aber wir haben uns zu viele Unentschieden geleistet und insgesamt zu viel liegen gelassen“, sagte Swen Bober zu den elf Punkteteilungen. „Und uns fehlte vorn ein wenig die Durchschlagskraft. Dafür haben wir unsere Spielweise diszipliniert“, merkte er an und erinnerte auch daran, dass die Mannschaft sich nach dem verpassten Aufstieg am Ende der Serie 2013/14 gefangen hatte und der befürchtete Einbruch ausblieb.

Co-Trainer Jens Bartkowiak übte Einzelkritik. „Es haben sich viele Spieler weiterentwickelt. Marvin Michitsch und Sebastian Metschulat auf der rechten Seite, Alex Helzel bis zu seiner Verletzung sowie auch Christoph Nitsche und Frederik Töpfer in der Verteidigung“, lautete sein Fazit. Unisono erklären die Coaches, das Patrick Dieckhoff, der zur Winterpause zum Team stieß, sich als große Verstärkung in der Defensive erwiesen hat.

Das war auch schon das Fazit. Der Blick geht nach vorn. „Der Welpenschutz ist vorbei. Die Mannschaft muss in der kommenden Saison mehr Eigenverantwortung übernehmen. Wir sind vor zweieinhalb Jahren angetreten und wollten in drei Jahren in die Landesliga. Die Spieler sind fast alle 20 Jahre alt und jetzt gefordert. Wir sind sportlich gut aufgestellt“, sprach Swen Bober deutliche Worte. „Eine Mannschaft mit Potenzial“, fügte Jens Bartkowiak hinzu. Dazu wünscht sich das Duo aber mehr Unterstützung vom Verein. „Das Umfeld muss sich verändern. Es muss sich bewegen“, gaben sie an.

Im Spielerkader hat sich gegenüber der Serie 14/15 nicht viel bewegt. Jens Bartkowiak wurde verabschiedet. Einziger Neuzugang bislang ist Minas Pogosjan von Berger SV. „Uns gefallen seine Anlagen und er passt gut zur Mannschaft“, urteilte Swen Bober über den 18-jährigen Offensivspieler.

Pogosjan soll in den drei verbleibenden Wochen bis zum ersten Punktspiel am 15. August gegen den TSV Treuenbrietzen in das Team integriert werden. „Christian Münster ist noch verletzt und wird die ersten Wochen fehlen. Bei Alex Helzel dauert es nach seinem Kreuzbandriss bis zum Ende der Hinrunde, Martin Gehrke ist als Trainer mit den C-Junioren des 1. FC Magdeburg in die Regionalliga aufgestiegen und wird uns wegen der weiteren Fahrten kaum zur Verfügung stehen. Bei Jonas Gehrke hoffe ich, dass er mindestens 50 Prozent der Spiele mitmachen kann“, beschrieb Swen Bober die Situation zum Saisonstart.

Dennoch herrscht Optimismus vor. Und es gibt ehrgeizige Ziele. „Natürlich wollen wir oben mitspielen. Wir halten an unserem erfolgreichen Konzept fest. Aber es ist ein Gleichung mit Unbekannten. Es wird viel vom Saisonstart abhängen und auch davon, ob wir von Verletzungen verschont bleiben. Ich glaube, es wird wieder so eine abwechslungsreiche Spielzeit werden“, erklärte Swen Bober.

Jens Bartkowiak warf schon einen Blick auf die Konkurrenz. „Hansa Wittstock, Lok Brandenburg, vielleicht wieder Fortuna Babelsberg und Wacker Meyenburg. Die haben die Offensive sehr verstärkt“, lautete seine Antwort bei der Frage nach den härtesten Gegnern im Kampf um den Spitzenplatz. Den – da sind sich beide Trainer einig – sie auch ihren Schützlingen zutrauen.

Dafür wird geschuftet. „So eine harte Vorbereitung haben die Jungs noch nicht erlebt“, berichtete Bober. Der dritte Anlauf in Richtung Landesliga soll gelingen. 

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