Handball : Bei Fehlwurf Liegestütze

Unter den Augen von Coach Torsten Peter (r.) trainieren die B-Mädchen des PHC Spielformen.
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Unter den Augen von Coach Torsten Peter (r.) trainieren die B-Mädchen des PHC Spielformen.

B-Mädchen und B-Jungen des PHC Wittenberge absolvieren Trainingslager in Bad Wilsnack

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02. August 2019, 22:31 Uhr

Der Spieler nimmt Anlauf. Wirft den Handball möglichst so gegen das schräg stehende Trampolin, dass er ihn problemlos wieder aufnehmen kann und im Sprung auf das Tor zielt. Aber Mike Walter hält. „Drei“ – schallt es durch die Karthanehalle in Bad Wilsnack. Für jeden nicht verwandelten Wurf muss der Schütze drei Liegestütze machen. Wird erledigt. Mit einem Lächeln. Und der kleinen Genugtuung, falls auch nach dem nächsten Werfer wieder „Drei“ erschallt.

Die B-Jugend des PHC Wittenberge befindet sich im Trainingslager. Sieben Mädchen und elf Jungen sowie die Trainer Steffen Tonello, Torsten Peter, Sebastian Könning und Karl Giske bereiten sich eine Woche auf die neue Saison vor. Mit Sport und mit Spaß.

Beim Betreten des Vorraums der Halle geht der Blick in zwei Räume auf der linken Seite. Die Übernachtungsstätten. Im Vorraum stehen Tische. Mit Tellern gedeckt. Daneben ein großer Fernseher. Spielkonsolen sind angeschlossen. Aber keine ist in Betrieb. Gespielt wird in der Halle.

Auch bei den B-Mädchen. Torsten Peter übt Spielformen. Pause. „Es ist ganz schön, sich wieder mit anderen Dingen zu beschäftigen“, antwortet Celina Stendel auf die Frage, wie ihr die letzte Ferienwoche gefällt. Klingt nach Bock auf Handball.

Für die B-Mädchen dürfte es keine leichte Saison werden. Die Mannschaft nimmt nicht am Spielbetrieb teil. Sie sind zu wenige Spielerinnen. Aber sie wird – verstärkt mit einigen PHC-Damen – Freundschaftspartien absolvieren. Zurück zum Trainingslager.

„Wir machen das seit drei Jahren in der Karthanehalle. Es ist günstig, unkompliziert, die Stadt Bad Wilsnack unterstützt uns. Das passt alles“, erzählt Steffen Tonello. Nicht nur in der Halle. Es betrifft auch die Laufstrecken nach Groß Lüben oder durch den Kurpark sowie Ausflüge mit dem Rad zur Plattenburg und eine Kanu-Tour auf der Havel. Bringt Ausdauer.

„Wir wollen mit Laufen und Dehnübungen Grundlagen schaffen, dann mehr und mehr mit dem Ball arbeiten. Und je länger die Woche dauert, desto mehr wird gespielt“, erläutert Steffen Tonello. In gemischten Mannschaften. Und damit alle Spielanteile bekommen, nicht nur die starken Akteure dominieren, wird jeder Torschütze sofort ausgewechselt, fügt der PHC-Coach hinzu. Er wird in dieser Saison auch die Verbandsligaherren trainieren, nach Talenten schauen. Der ein oder andere B-Jugendliche wird im kommenden Jahr 17 Jahre alt und könnte bei den Herren eingesetzt werden.

Das Trainingslager kommt an. „Es macht Spaß, es ist eine gute Vorbereitung, es ist lustig“, sagt Mike Walter. Auch weil Witze erzählt werden. Die Mädchen brauchen etwas Anlauf. „Erst hat man keinen richtigen Bock, aber dann geht es richtig los“, meint Celina Stendel.

Apropos Bock. Den vermitteln die Trainer dem ein oder anderen Schützling auch für den Alltag. Betrifft den Tischdienst. Denn, so die Aussage von Tonello, ist es wohl zu Hause nicht jeder gewohnt, sein eigenes Geschirr wegzuräumen. Mit diesem Trainingslager dürfte sich das ändern.

Übrigens: Am Wochenende absolvieren die PHC-Herren auch ein Trainingslager in Bad Wilsnack. „Drei“ schallt es dann bestimmt wieder durch die Karthanehalle.

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