Drachenboot : Bei 47 Grad zu Medaillen gepaddelt

Marina Pietrzyk (erste stehende Reihe, 2. v. r.) war mit dem Magdeburger Mixed-Team erfolgreich.
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Marina Pietrzyk (erste stehende Reihe, 2. v. r.) war mit dem Magdeburger Mixed-Team erfolgreich.

Die Prignitzer Marina und Dietmar Pietrzyk holen mit dem SC Magdeburg bei Klub-EM in Sevilla zehn mal Edelmetall

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16. August 2019, 23:19 Uhr

Es ist schwer nachvollziehbar. Aber beeindruckend. Oder nennen wir es einfach Spaß am Sport. Die Wittenberger Marina und Dietmar Pietrzyk haben bei großer Hitze an der Klub-Europameisterschaft im Drachenboot im spanischen Sevilla teilgenommen. Und ihren Beitrag dazu geleistet, dass ihr Verein, der SC Magdeburg, mit acht Gold- sowie je einer Silber- und Bronzemedaille in der Klubwertung den 2. Platz belegte.

Vereine aus ganz Europa gingen bei diesen Titelkämpfen auf der Regattastrecke auf dem Fluß Guadalquivir in verschiedenen Klassen an den Start. Gefahren wurde mit dem Standard-Drachenboot (20 Paddler sowie je ein Steuermann und Trommler) oder dem Smallboot mit der Hälfte der Paddler. Die Distanzen betrugen 200, 500 und 2000 Meter. „Wir hatten allein etwas mehr als 100 Teilnehmer dabei, Sportler aus allen Ecken Deutschlands“, berichtete Dietmar Pietrzyk über das große Aufgebot des SC Magdeburg.

Das hatte – wie die Konkurrenz auch – mit der großen Hitze zu kämpfen. „Mit 47 bis 49 Grad waren die Temperaturen schon sehr anspruchsvoll. Vor allem beim schnellen Start mit hoher Schlagfrequenz“, erzählt Pietrzyk und gibt zu, dass die Möglichkeit, zwischendurch einfach mal ein Bad im Fluss zu nehmen, schon verlockend war. Doch das Ehepaar zog durch. Und zehn Medaillen sowie der zweiterfolgreichste Klub nach den Neckardrachen Heilbronn war der verdiente Lohn für alle Magdeburger.

Marina und Dietmar Pietrzyk fahren normalerweise im Wittenberger Drachenbootteam, starteten bei größeren Wettkämpfen früher für die Schweriner Red Devils. Das Team fiel auseinander, über persönliche Kontakte fanden beide im Jahr 2017 den Weg zum SC Magdeburg. Dort wird immer ab März trainiert. Jedes zweite Wochenende am Olympiastützpunkt ein Trainingslager absolviert.

Zurück nach Sevilla. „Von der Organisation her habe ich schon bessere Veranstaltungen gesehen. Es gab keine Plakate in der Stadt, das Podest bei der Siegerehrung bestand aus Holzpaletten“, sagt Dietmar Pietrzyk. Der sich und seine Frau im Anschluss an die Europameisterschaften be-lohnte: Mit einer einwöchigen Rundfahrt durch Andalusien.

Auf eigene Kosten. Wie auch die EM-Teilnahme. „Wir haben alles selber bezahlt und uns selbst um unsere Sachen gekümmert“, erzählt Pietrzyk. Lediglich die Drachenboote wurden gestellt. Nachvollziehbar und Beeindruckend, dieser Spaß an diesem Sport.

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