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Sport in der Prignitz

17. November 2017 | 22:38 Uhr

Außenseiter-Sieg im Springderby

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Christian Glienewinkel gewinnt wichtigstes deutschen Reitturnier vor den Mecklenburgern Andre Thieme und Andre Plath

von
erstellt am 17.Mai.2015 | 18:54 Uhr

Mit der in diesem Jahr einzigen fehlerfreien Runde, die 151. in der gesamten Derby-Geschichte, gewann der als krasser Außenseiter gehandelte Altenpfleger Christian Glienewinkel (Celle) auf Professional Aircare das 86. deutsche Spring-Derby in Hamburg-Klein Flottbek.

Weder vor noch nach dem Amateurreiter schaffte es einer seiner 30 Konkurrenten, bei wechselhaften Wetterbedingungen mit Wind, Regen und Sonnenschein ohne Abwurf über die 17 Hindernisse des 1230 Meter langen Parcours zu kommen. Auch nicht der dreimalige Derby-Sieger Andre Thieme, der mit Quonschbob einen Abwurf hatte, von den vier Startern mit vier Strafpunkten aber der schnellste war. Als vorletzter Starter hatte es André Thiem in der Hand. Aber am großen Buschoxer machte er einen Fehler. Auch bei seinem letzten Start mit Nacorde, mit dem er drei Mal das Derby gewinnen konnte, machte er dort einen Fehler.

Andre Plath von der Insel Poel wurde auf Cosmic Blue Dritter vor der Lokalmatadorin Janne-Friederike Meyer mit Anna und dem zweimaligen Derby-Gewinner Carsten-Otto Nagel aus Norderstedt auf den erfahrenen Lex Lugar.

Für Thieme zeigte sich, dass der elfjährige Wallach Quonschbob definitiv Derby-Qualitäten hat. „Ich bin definitiv ganz doll glücklich darüber, dass man merkt, was ein Jahr weiter schon ausmachen kann. Quonschbob hat nicht nur die Qualifikationen souverän durchgezogen, sondern lief auch im Derby viel besser. Natürlich bin ich glücklich über das Pferd, das ist wirklich alles traumhaft. Aber dass ich hier jetzt vor Freude ‚Juhu‘ schreie, das ist nicht so.“

Für die beiden wird es wahrscheinlich auch das letzte gemeinsame Derby gewesen sein, denn der Wallach sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr verkauft werden. „Damals habe ich den Besitzer gebeten, dass ich ihn noch einmal im Derby reiten kann“, so der Plauer. „Vielleicht kann ich ja einen Vertrag ausarbeiten, dass die neuen Besitzer ihn mir im nächsten Jahr für zwei Monate leihen“, scherzte er weiter.

Froh über Platz 3 war Andre Plath. „Dieses Jahr hatte ich auf Cosmic Blue ein tolles Gefühl. Da hatte ich mehr Druck, denn es lag alles an mir. Nur ich selbst konnte Fehler machen, denn er hat sich so gut angefühlt.“ So war es dann auch, denn vor den Bahnschranken, bei denen der Hindernisfehler passierte, war der Poeler noch mit seinem Steigbügel beschäftigt, den er zuvor verloren hatte.

Zwei weitere Mecklenburger waren im schweren Parcours am Start, hatten jedoch weniger Glück: Philipp Makowei aus Gadebusch(Rang 16) und der Redefiner Daniel Wascher (Rang 19).

 
 

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